Bis zum19. Oktober 2025 zeigt die Ausstellung, wie Künstler:innen und Architekt:innen seit über einem Jahrhundert ihre Vorstellungen vom Wohnen und Zusammenleben skizziert, geplant und manchmal auch verworfen haben. Zu sehen sind nicht nur klassische Architekturzeichnungen, sondern auch Modelle, Raumkonzepte und Skulpturen – von expressionistischen Utopien über die Wohn- und Stadtkonzepte der 20er- und 60er-Jahre bis hin zu Anti-Utopien der Nachkriegszeit und der Postmoderne.
Gleichzeitig eröffnet die Ausstellung auch einen Blick auf aktuelle Themen: Welche neuen Möglichkeiten bieten digitale Tools und KI? Und wie sieht ein humanes, urbanes Leben der Zukunft aus?
Ein besonderes Highlight: eine Originalkapsel des legendären Nakagin Capsule Towers von Kishō Kurokawa, der 2022 in Tokio abgerissen wurde. Die Kunsthalle Tübingen zeigt im Skulpturenhof als einzige Institution in Deutschland eines dieser architektonischen Wohnmodule.
Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Nicole Fritz mit Unterstützung von Zita Hartel und in Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main.
Was: Schöner Wohnen – Architekturvisionen von 1900 bis heute
Wann: 8. Juni bis 19. Oktober 2025
Wo: Kunsthalle Tübingen