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PLACES: Entdecken Sie Lieblingsorte verschiedener Architekt*innen, Part II

Wo wir herkommen, wo wir uns wohlfühlen, wo wir durchatmen und uns fallen lassen können – Zuhause, Geborgenheit, ein Raum für Persönlichkeit. Wir brauchen diesen Ort. Er ist essenziell, bestimmt und prägt uns, ist Ausdruck unserer Identität. Doch was definiert Heimat wirklich? Kann man sie bauen und entwerfen? Wo liegen unsere Wurzeln? Und was bedeutet Ankommen für uns?

Wir haben Architekt*innen und Innenarchitekt*innen nach ihren ganz persönlichen Wohlfühloasen gefragt und sind begeistert von dem breiten Spektrum an besonderen Lieblingsplätzen. Sie offenbaren die Bedeutung von Gestaltung und Kreativität, die unseren Lebensraum und unseren Alltag bestimmen – ob allein oder in Begegnungen. Tauchen Sie mit uns ein, tanken Sie Kraft und lassen Sie sich inspirieren von Freiheit, Begeisterung, Fantasie und Entspannung.

team i29
Ouder, Amstel, NL

www.i29.nl

 

1. Was bedeutet Heimat für mich?

Im beruflichen Kontext wäre das unser eigenes Studio! Die Gründungspartner von i29 – Jaspar Jansen und Jeroen Dellensen – haben hier direkt nach der Schule angefangen zu arbeiten, weshalb der Ort sowohl einen professionellen als auch einen emotionalen Platz in unseren Köpfen hat.


2. Stadt oder Land?

Wir bevorzugen Städte.

 

3. Kann man Heimat bauen?

„Sich zu Hause fühlen“ – das bedeutet sich wohlfühlen. In einem Raum, der verständlich und übersichtlich gestaltet ist. In unserer Vision ist es wichtig, den physischen Raum um uns herum klar, wirkungsvoll und überraschend zu gestalten. Deshalb kreieren wir Projekte, die sich durch ihre Einfachheit auszeichnen.

 

Prof. Sabine Keggenhoff

KEGGENHOFF | PARTNER
Arnsberg


www.keggenhoff.de

 

 

 

1. Was bedeutet Heimat für mich?

Heimat als Empfindung ist für mich die Essenz eines hochindividuellen komplexen Gefüges aus lebenslänglichen Eindrücken. Verschmelzend werden diese zum Beispiel gespeist aus kulturellen Kontexten, der persönlichen Biografie, Erfahrungen, Identitätsverhandlungen – immer auch eine Frage der Perspektive und in Relation zu denMenschen, die mich umgeben. Physische Heimat ist im Kern für mich ganz klassisch mein Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in vier Dimensionen: Region – Stadt – Viertel – Straße.


2. Stadt oder Land?

Ich bin im Sauerland aufgewachsen und habe es nach dem Studium und Arbeitserfahrungen im Ausland zu meinem Arbeits- und Lebensmittelpunkt gemacht. Denke ich an das Sauerland in Südwestfalen, denke ich an die Natur. Im Alltag haben ihre Schönheit, ihre Ursprünglichkeit vielleicht nicht immer den Platz, den ich ihr zusprechen möchte, aber ich weiß, sie ist fest in Kopf und Herz. Jederzeit da. Ich bin sehr froh, dass ich mein ganzes Leben von Hügeln, grünen Wiesen und noch grüneren Wäldern umgeben war. Eine Form von Freiheit in der Weite und Ruhe in der Geschwindigkeit, die ich nicht missen möchte.

 

3. Kann man Heimat bauen?

Architektur und Innenarchitektur haben die Kraft, uns durch tatsächlich gebauten Raum zu verorten. Sie bieten uns ein Dach, ein Haus, ein Zuhause. Sie bieten uns den Schutz, den wir benötigen. Sie sind eine Art Rahmenkonzept für unser gesellschaftliches Wirken und reflektieren unmittelbar auf unser Agieren im Privaten und Öffentlichen. Durch ihre Individualisierung und Angemessenheit können sie darüber hinaus sinn- und identitätsstiftend wirken und das Gefühl von Heimat(en) intensivieren.

Heimat ist: Offenheit, inspiriert sein, Neues entdecken, in Bewegung sein, ein wacher Geist, das sorgfältige Kuratieren von Einflüssen, Perspektiven und Fundstücken.

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