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Project 333 – „Einfach“ ist das neue Schwarz

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Wer kennt das nicht? Man steht vor dem Kleiderschrank und fragt sich, was man anziehen soll, obwohl der Schrank aus allen Nähten platzt? Genauso ging es der Schriftstellerin und Fotografin Courtney Carver, als sie 2010 das Project 333 ins Leben rief – die Idee: 33 Teile für jeweils 3 Monate auswählen und damit durch die Saison kommen. Neue Teile kaufen oder andere auswechseln ist dabei verboten. Das Ziel dieses Projekts ist es, sich von überflüssigen Sachen zu trennen und auch mit einem minimalistisch ausgestatteten Kleiderschrank immer gut angezogen zu sein.

Project 333 – „Einfach“ ist das neue Schwarz

Die Regeln sind einfach: Zu den 33 Teilen zählen sowohl Kleidungsstücke und Schuhe als auch Accessoires und Schmuck. Ausgenommen sind hingegen Dinge, zu denen man eine emotionale Bindung hat, wie zum Beispiel der Ehering. Auch Unterwäsche, Schlafanzüge oder Trainingskleidung werden nicht zu den 33 Teilen gezählt – solange sie nicht zweckentfremdet werden. Hat man sich für eine passende Auswahl entschieden, werden die restlichen Teile in einer Box außerhalb der Sichtweite aufbewahrt, so dass man nicht doch in Versuchung kommt, ein weiteres Kleidungsstück hinzuzufügen.

Das Wichtigste bei allen Überlegungen und Entscheidungen ist, dass man sich in den ausgewählten Kleidungsstücken wohlfühlt und eine Auswahl trifft, die passend für alle Gelegenheiten ist – egal ob zum Arbeiten oder für die Freizeit. Das ganze Projekt sollte jedoch nicht als materieller Verlust, sondern als eine Bereicherung angesehen werden auf dem Weg zu einem bewussteren, minimalistischeren Lebensstil.

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