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Willkommen in der Fahrradmetropole Kopenhagen #places

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Orte können uns berühren, eine bestimmte Atmosphäre erzeugen, die noch lange nachhallt, und uns neue Eindrücke verschaffen. Was macht eine Stadt aus? Woher kommt dieses Gefühl, diese Wirkung, die man in der Stadt verspürt? In unserer Rubrik #places führen wir Sie in die europäischen Hauptstädte – stellen Ihnen Orte, Persönlichkeiten, Gebäude vor, die die Stadt in all ihren Facetten widerspiegeln. Auf geht’s nach ... Kopenhagen!

Das berühmte Wahrzeichen von Kopenhagen – Die kleine Meerjungfrau
Das berühmte Wahrzeichen von Kopenhagen – Die kleine Meerjungfrau

Eine der teuersten, aber gleichzeitig lebenswertesten Städte Europas ist die dänische Hauptstadt Kopenhagen - die Fahrradmetropole.

 

#place: Kopenhagen


Land: Dänemark
Einwohner: 602.481
Fläche: 88,25 km2
Berühmtes Wahrzeichen: Die kleine Meerjungfrau

Architektur:

Die Cirkelbroen-Brücke überquert den Christianshavn-Kanal in Kopenhagen. Die geschwungene Rundbrücke ist eine Idee des dänischen Künstlers Olafur Elíasson, der sich von isländischen Fischerbooten inspirieren ließ. Der verspielte, 40 Meter lange Übergang verbindet den Stadtteil Christiansbo mit den Applebys Plads. Die Brücke besteht aus fünf unterschiedlich großen und unregelmäßig verbundenen kreisförmigen Plattformen. Jede dieser Plattformen wird von einem einzigen Mast getragen.

Cirkelbroen-Brücke über den Christianshavn-Kanal
Cirkelbroen-Brücke über den Christianshavn-Kanal
Cirkelbroen-Brücke bei Nacht
Cirkelbroen-Brücke bei Nacht

Ein Geländer in einem kräftigen Orange verbindet die Kreise. Die beiden mittleren Plattformen der Rundbrücke können so verschoben werden, dass der Schiffsverkehr im Hafen nicht unterbrochen wird. Dadurch entsteht ein 9 m breiter Durchgang. Kleinere Schiffe und die beliebten Kajaks passen problemlos unter den Plattformen durch. Besonders faszinierend wirkt die Brücke nachts, wenn die roten LEDs an den Geländern die Brücke erhellen, so dass die Lichter im Wasser des Christianshavn-Kanals reflektiert werden.

Adresse: Johan Semps Gade, Kopenhagen

Café:

Traditionelles Plundergebäck trifft in dieser Kopenhagener Bäckerei auf japanische Einflüsse. Die Bäckerei Andersen (benannt nach dem bekannten Schriftsteller Hans Christian Andersen, der zahlreiche Märchen und Kinderbücher schrieb.) wurde von einer Bäckerfamilie aus Japan eröffnet. Shunsuke Takaki kam 1959 während einer Studienreise nach Kopenhagen und verliebte sich in den dänischen Backstil. Als er nach Japan zurückkehrte, backte er Brot und Kuchen nach dänischen Rezepten. Er wäre gerne nach Kopenhagen zurückgekehrt, um dort eine Bäckerei zu eröffnen, aber sein Sohn und seine Tochter verwirklichten für ihn seinen Traum. Das Unternehmen ist zwar gewachsen – und heute weit entfernt von der kleinen Bäckerei um die Ecke –, aber die Produkte sind immer noch die selben. Die Backwaren werden noch immer von ausgebildeten Bäckern hergestellt und von den Kunden geliebt.

Address: ANDERSEN BAKERY EUROPE A/S • Thorshavnsgade 26 • 2300 København S

Traditionelles Plundergebäck aus der Bäckerei Andersen

Berühmte Person:

Arne Jacobsen (1902 - 1971) gilt als einer der bedeutendsten dänischen Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts. Seine Entwürfe folgten dem Stil des Funktionalismus. Er studierte Architektur an der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen. Bereits als 23-Jähriger erhielt er auf der Weltausstellung in Paris die Silbermedaille – die erste von vielen Ehrentiteln, die in seinem Leben noch folgten. Zu seinen Hauptwerken gehören: die Rathäuser in Århus, Søllerød, Rødovre und Glostrup, das SAS (Royal Hotel) Gebäude in Kopenhagen, die Munkegårds Schule in Gentofte, Toms Fabrikker in Ballerup, die dänische Nationalbank und das St. Cathrine's College in Oxford. 1932 begann Arne Jacobsen seine Zusammenarbeit mit Fritz Hansen und entwarf im Laufe der Jahre eine Reihe von Stühlen und Sesseln, darunter "Die Ameise" (1951), "Das Ei" (1957) und "Der Schwan" (1957).

Portrait von Arne Jacobsen

Museum, Buchhandlung und Café:

Mit dem von dem niederländischen Büro "Office for Metropolitan Architecture OMA" entworfenen Neubau namens "BLOX" hat Kopenhagen ein neues Wahrzeichen am Hafen. Im Mai 2018 wurde das auffällige Gebäude im ehemaligen Industriehafen der Stadt eröffnet. Es besteht aus grün glänzenden Glaswürfeln, die an die Hafencontainer erinnern sollen, die hier früher standen. Die Farbgebung des Neubaus ähnelt der des Wassers. BLOX ist als "Stadt in der Stadt" konzipiert und umfasst 5700 Quadratmeter Bürofläche mit festen Büros und Coworking-Bereichen – mit Restaurant, Café, Geschäft, Spielplatz, Modemuseum und Fitnesscenter. Es gibt auch private Wohnungen, ein Parkhaus und das Dänische Designmuseum. Der Verkehr der verkehrsreichsten Straße Kopenhagens verläuft unter dem Gebäude und entlastet das Hafengebiet.

Außenansicht des Bürogebäudes namens BLOX
BLOX – ein neues Wahrzeichen am Hafen

Im Herzen des Gebäudes nehmen die neuen Räume des Danish Architecture Center DAC etwa ein Drittel der Fläche ein. Mit dieser Lage und Größe ist das DAC weltweit einzigartig für ein Architekturzentrum. Der Designshop hat die größte Auswahl an Büchern über Architektur und Stadtplanung in Dänemark. Im Café und Restaurant und auf den drei großzügigen Dachterrassen können Sie einen Kaffee oder nordische Gerichte mit einem spektakulären Blick über den Hafen genießen.

Adresse: Dänisches Architekturzentrum, Bryghuspladsen 10, 1473 Kopenhagen

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