BerührungspunkteBerührungspunkte

Liebesgrüße aus Madrid #places

4 min Lesezeit

Orte können uns berühren, eine bestimmte Atmosphäre erzeugen, die noch lange nachhallt, und uns neue Eindrücke verschaffen. Was macht eine Stadt aus? Woher kommt dieses Gefühl, diese Wirkung, die man in der Stadt verspürt? In unserer Rubrik #places führen wir Sie in die europäischen Hauptstädte – stellen Ihnen Orte, Persönlichkeiten, Gebäude vor, die die Stadt in all ihren Facetten widerspiegeln. Auf geht’s nach … Madrid! 

Skyline Madrid
Foto © Jorge Fernández Salas/Unsplash

#places: Madrid


Land: Spanien
Einwohner: ca. 6,55 Millionen
Fläche: 605,770 km2
Berühmtes Wahrzeichen: Playa Mayor


Paris war gestern – Wer heutzutage die Stadt der Liebe bereisen will, fährt nach Madrid. In der Hauptstadt Spaniens wird die Liebe gelebt und gezeigt. Madrid, die drittgrößte Stadt Europas nach London und Berlin, ist ein Ort voller majestätischer Gebäude und beeindruckender Architektur. Die Stadt hat in den letzten Jahrzehnten stark auf zeitgenössische Architektur gesetzt, so dass moderne Gebäude und renovierte Altbauten bereits zu den repräsentativsten Wahrzeichen der Hauptstadt gehören. Architekten wie César Pelli, Norman Foster, Richard Rogers oder Herzog & de Meuron haben der Stadt ein neues Gesicht gegeben, indem sie Räume, die zum Teil aus der Zukunft zu stammen scheinen, perfekt integrierten.

Plaza de Cibeles mit dem Cibeles-Brunnen im Vordergrund und dem Palacio de Communicaciones im Hintergrund.
Plaza Mayor mit Reiterstatue und Spaziergängern auf dem Platz

Architektur

Das Highlight der Plaza de Cibeles ist unverwechselbar und glänzend: Es ist der Brunnen, auf dem die griechische Göttin der Fruchtbarkeit, der Erde und der Landwirtschaft auf einem Wagen thront, der von zwei Löwen gezogen wird. Dies soll die Macht der Göttin symbolisieren. Als Fußballfan, haben Sie dieses Wahrzeichen von Madrid sicherlich schon einige Male gesehen, denn der Fußballverein Real Madrid hat bereits viele Siege auf der Plaza gefeiert.

Hinter dem Brunnen der Plaza de Cibeles steht das beeindruckende Gebäude Palacio de Comunicaciones – die Hauptpost der Stadt.

Adresse: Plaza Cibeles, 28014 Madrid

 

Der 129 x 94 Meter große Plaza Mayor wurde bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Juan de Herrera erbaut und ist bis heute das Herzstück der Stadt. Stierkämpfe, Hinrichtungen und Karnevale fanden hier statt. Heute sitzen sowohl Einheimische als auch Touristen in den (überteuerten) Restaurants, trinken Kaffee solo und lauschen den Straßenmusikern.

Adresse: Plaza Mayor, 28012 Madrid

 

Das CaixaForum Madrid ist ein dynamisches soziokulturelles Zentrum des 21. Jahrhunderts in einem beeindruckenden Gebäude. Ausstellungen antiker sowie moderner als auch zeitgenössischer Kunst, Musik- und Poesiefestivals, Multimedia-Kunst, Debatten zu aktuellen Themen, Konferenzen zu sozialen Themen und Workshops für Familien und Schüler finden hier statt. Ein Café, eine Buchhandlung und ein Restaurant runden das Angebot ab.

Der spektakuläre Bau des Kulturzentrums am Paseo del Prado befindet sich zwischen den drei großen Kunstgalerien des Paseo del Arte: Prado, Thyssen und Reina Sofia. Im Zuge der Renovierung des ehemaligen Elektrizitätswerks, der Central Eléctrica del Mediodía, verlieh das Architekturbüro Herzog & De Meuron dem Gebäude aus der Industriezeit zwei unverwechselbare Merkmale: einen vertikalen Garten an einer angrenzenden Fassade und das Gebäude selbst wurde in eine Art Schwebezustand versetzt.

Adresse: Paseo del Prado, 36, 28014 Madrid

Interessante Orte

Das ehemalige Schlachthaus der Stadt Madrid in Madrid Río wurde zu einem riesigen Kulturzentrum umgebaut: Matadero Madrid, Zentrum für zeitgenössische Kunst. Es befindet sich in einer Reihe von Industriegebäuden, die zwischen 1908 und 1928 von Luis Bellido im Rahmen des Madrider Viehmarkts errichtet wurden. Diese bilden einen der interessantesten Gebäudekomplexe der Stadt. Heute widmet sich dieses Industriekulturerbe der Erforschung und Schaffung von Kultur und bietet eine Vielzahl an Aktivitäten zur Förderung der Bürgerbeteiligung. Jeder der Pavillons widmet sich mit seinem Programm und seinen Dienstleistungen einem bestimmten Kulturbereich: So ist beispielsweise die Bühnenkunst im Naves del Español, das Design in der Central de Diseño, die bildende Kunst in der Cineteca und die Literatur in der Casa del Lector untergebracht.

Adresse: Plaza de Legazpi, 8, 28045 Madrid

Restaurants und Bars

Früher war es normal, dass ein Mittagessen zwei Stunden dauerte. Jede Taverne hatte ihre Spezialität, einige machten die besten Garnelen, andere waren berühmt für ihre Pilze. Die Menschen sind von Taverne zu Taverne gezogen und haben die entsprechende Spezialität bei einem Glas Bier oder Wein genossen. Heutzutage wird alles auf großen Platten bestellt und mit allen geteilt. Traditionell werden Tapas auf dem Teller serviert. Brot-Tapas werden Pinchos genannt. Kleiner Tipp: Fragen Sie beim Kellner nach der Empfehlung des Tages! Sie werden es sicher nicht bereuen.

Juana Limón Café- und Bäckereieinrichtung
Juana Limón Café mit Tischen und Stühlen

Juana Limón ist ein Café und eine Bäckerei neben dem Retiro Park in Madrid. Lucas y Hernández-Gil Arquitectos realisierte das architektonische Projekt, das Möbeldesign und die grafische Gestaltung des 50 Quadratmeter großen Laden-Cafés. Hier finden Sie hausgemachte Backwaren, Kekse, frischen Orangensaft und köstlichen Kaffee.

Adresse: Calle o'Donnell 15, 28009 Madrid

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie La Casa del Abuelo in der Calle de Goya betreten. Dort ist es ganz normal, dass die Garnelenschwänze auf den Boden geworfen werden. Früher war dies ein Qualitätsmerkmal: Je voller der Boden, desto mehr Menschen waren zu Gast. Die Taverne ist auf Garnelen spezialisiert – erhältlich mit Knoblauch und Petersilie, gegrillt, in Kroketten oder als Riesengarnelen.

Adresse: Calle de Goya, 57A, 28001 Madrid

Rezept: Spanische Tortilla

Tortilla de Patatas ist eine der beliebtesten Tapas in Spanien. Und jeder Koch macht sie ein wenig anders. Nur die Grundzutaten sind immer gleich: Kartoffeln, Eier, Olivenöl und Salz. In Madrid ist die Zwiebel eine der Hauptzutaten.

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 4 bis 5 Eier
  • 1 Zwiebel
  • ¼ Liter Olivenöl
  • Salz

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, waschen und abtrocknen. In dünne Scheiben schneiden und bei mittlerer Hitze in einer tiefen Pfanne in Olivenöl garen. Fein gehackte Zwiebel dazugeben und mit den Kartoffeln langsam anbraten, bis sie weich und leicht goldfarben sind. Es ist ratsam, die Zutaten mit einem Schaumlöffel umzurühren, um sie so gleichzeitig zerkleinern zu können. Nach 10 Minuten herausnehmen und abtropfen lassen. Die Eier in einer Schüssel mit etwas Salz verquirlen und die Kartoffeln mit den Zwiebeln unterrühren. Den Boden der Pfanne mit etwas Frittieröl bedecken und die gesamte Masse hineingeben. Den Deckel auflegen und auf kleiner Flamme ca. 5 bis 10 Minuten stehen lassen, bis eine Seite golden ist. Das Omelett mit einem Deckel drehen und die andere Seite langsam in der Pfanne garen lassen. Das Omelett sollte auf beiden Seiten golden sein.

 

Passende Getränke:

Zu der Tortilla passt ein leichter Landwein, zum Beispiel aus der Region Rioja, aus Navarra oder Katalonien – oder ein Bier. Zu den beliebtesten Marken in Spanien gehören Estrella Galicia und Mahou.

Magazin bestellen