Vor einhundert Jahren waren die Frankfurter Siedlungen der 1920er ein Musterbeispiel für modernes, soziales Bauen – mit einer strikten Trennung von Wohnen und Arbeiten. Heute setzen Stadtplaner:innen hingegen wieder auf gemischt genutzte Quartiere, die beides vereinen und gleichzeitig Themen wie Klimaschutz, Mobilität und soziale Integration in den Fokus rücken. Acht zeitgenössische Quartiere – von der „Messestadt Riem“ in München bis zum „WarnowQuartier“ in Rostock – werden der historischen Planung der Frankfurter „Römerstadt“ gegenübergestellt und zeigen die Vielfalt möglicher Lösungen auf.
Die Ausstellung macht deutlich: Zukunftsfähige Quartiere brauchen Strukturen, die flexibel und offen bleiben, um sich an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Wer selbst in die Rolle von Investor:innen, Stadtverwalter:innen oder Umweltschützer:innen schlüpfen möchte, kann dies mit dem eigens entwickelten Gesellschaftsspiel „Plan.Spiel.Stadt“ tun und gemeinsam mit seinen Mitspieler:innen die Zukunft einer ganzen Stadt gestalten.
Tipp: Die Ausstellungsführungen am Samstag und Sonntag mit Kurator Yorck Förster bieten kompakte, fachkundige Einblicke – und viele spannende Geschichten hinter den Projekten.
Was: Stadt Bauen Heute? Herausforderungen neuer Quartiere in Deutschland
Wann: 28. Juni bis 2. November 2025
Wo: Deutsches Architekturmuseum (DAM), Frankfurt am Main