Ausgangspunkt ist ein Meilenstein der Designgeschichte: die Frankfurter Küche von Margarete Schütte-Lihotzky aus dem Jahr 1926 – die erste Einbauküche in Serie für etwa 10.000 Wohnungen. Von dort spannt sich der Bogen über die funktionalen Küchenkonzepte der Nachkriegsmoderne, etwa von Le Corbusier, Charlotte Perriand oder Arne Jacobsen, bis hin zu den farbenfrohen Küchenmodulen Eschebach K21 von VEB Küchenmöbel Radeberg von 1956.
Doch auch neue Ansätze stehen im Fokus der Ausstellung: Mit provokanten Entwürfen wie Stefan Wewerkas „Küchenbaum“ oder der „Kaffeebaum“ der Gruppe Kunstflug sowie aktuellen Konzepten wie dem Erlkönig von J*Gast wird deutlich, wie wandelbar das Herzstück des Hauses bis heute geblieben ist.
Ergänzt werden diese Konzepte von diversen Haushaltsgeräten – wie etwa einer eindrucksvollen Wandinstallation mit 300 originalen DDR-Tabletts aus der Sammlung Ludmila und Rolf Podlasly. Die Ausstellungsarchitektur stammt von dem Designbüro OHA (Office Heinzelmann Ayadi), das Pressspan für die Gestaltung nutzte – ein Material, aus dem bis heute viele Einbauküchen gefertigt sind.
Was: Kitchen Culture – Von der ersten Einbauküche bis zur individuell konfigurierten Küche
Wann: Seit dem 26. November 2024
Wo: Pinakothek der Moderne München