Tausend Punkte, ein Universum: Yayoi Kusama im Museum Ludwig

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Wer Yayoi Kusama kennt, kennt die Punkte. Wer sie noch nicht kennt, wird sie so schnell nicht vergessen. Das Museum Ludwig in Köln widmet der japanischen Künstlerin vom 14. März bis 2. August 2026 eine große Retrospektive – und das zum besten möglichen Anlass: dem 50-jährigen Jubiläum des Hauses.

Groß. Aber nicht laut.

Über 300 Arbeiten aus mehr als neun Jahrzehnten, ein eigens für Köln entwickelter Infinity Mirror Room, Skulpturen auf der Dachterrasse mit Domblick – das alles klingt monumental. Yayoi Kusama erzählt trotzdem leise, und dabei mit einer Intensität, die sich schwer abschütteln lässt.

Hinter den Ikonen steckt etwas Persönlicheres.

Ihre Polka Dots, Kürbisse und verspiegelten Rauminstallationen sind heute weltweit bekannt – auf Instagram, in Museen, auf Merchandise.

Was dahintersteckt, ist komplexer: Kusama beschreibt, wie sie als Kind Halluzinationen hatte, wie Punkte und Muster ihren Körper und die Welt um sie herum zu überwuchern schienen. Das Malen war eine Art, die Kontrolle zurückzugewinnen. Diese Konsequenz zieht sich durch ihr gesamtes Werk bis heute.

Der Bogen ist lang.

Von frühen Zeichnungen aus den 1930er Jahren über die provokanten Happenings im New York der 1960er Jahre bis zu den großformatigen Bildzyklen ihres Alterswerks.

Frühe Schlüsselwerke wie Aggregation: One Thousand Boats Show von 1963 sind ebenso zu sehen wie das Environment I'm Here but Nothing: ein in Schwarzlicht getauchter Wohnraum, übersät mit fluoreszierenden Klebepunkten. Wer das einmal betreten hat, versteht, was Kusama meint, wenn sie von Auflösung und Unendlichkeit spricht.

Yayoi Kusama im Museum Ludwig

Was: Yayoi Kusama
Wann: 14. März bis 2. August 2026
Wo: Museum Ludwig, Köln

Das Museum Ludwig empfiehlt, Tickets frühzeitig zu buchen – die Ausstellung ist bereits einige Tage im Voraus ausverkauft.

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