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Großzügiges Raumerlebnis mit Weitblick

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In Berlin hat das Detmolder Architekturbüro via MOVO Architekten, bestehend aus den Architekt*innen Monika Marasz und Volkmar Schultz, den Innenausbau eines Penthouses übernommen, das einen beeindruckende Ausblicke bietet. Das Penthouse krönt ein ehemaliges Bürohochhaus aus den 60er-Jahren, das von 2016–2020 von einem Investor zu Wohnzwecken umgebaut wurde. Die Wohnräume in der 15. Etage erstrecken sich über zwei Ebenen und verbinden die Leitmotive Bewegung und Leichtigkeit.

Der Bauherr, der das Penthouse von einem Bauträger erworben hat, war direkt begeistert von der Aussicht, die das Domizil bieten würde, obwohl das entkernte Gebäude damals noch im Rohzustand war und eine echte ‚Weltuntergangsstimmung‘ verbreitete. Fassade und Fenster des entkernten Gebäudes wurden erneuert und die einzelnen Ebenen des Bauträgerobjektes als Wohneinheiten verkauft – mitsamt Konzept für den Innenausbau. 

Allerdings entsprach die vom Bauträger vorgelegte Planung inklusive Grundriss und vorgesehen Produkten nicht den Vorstellungen des Bauherrn, der nach Verhandlungen darüber frei agieren konnte. via MOVO Architekten waren ihm bereits bekannt, und so kam es zur Zusammenarbeit bezüglich der Planung und Realisierung des Innenausbaus – immer in enger Abstimmung mit dem Bauherrn und seiner Ehefrau.

„Leider wurde die ursprüngliche Alufassade nicht erhalten und durch eine schwere Steinfassade ersetzt“, bedauert Architekt Volkmar Schultz. „Wir haben aber die aerodynamische Grundform mit den schmal zulaufenden Seiten als Inspiration für die Linienführung übernommen und versucht, den authentischen Geist des Gebäudes in die neue Nutzung zu transformieren.“ Die Aufteilung und das Raumerlebnis sind an denen der 1960er-Jahre orientiert. So sind Wohn-, Ess- und Kochbereich in einem einzigen Raum untergebracht, und der einzigartige Ausblick eröffnet sich direkt beim Betreten der Wohnung. 

Die Architekt*innen planten ein sehr offenes Raumkonzept, das der Bauherr leicht modifizieren ließ. So wurden Räume mithilfe eines reversiblen Schrankes und Schiebetür flexibel unterteilt und das Bad und Schlafzimmer getrennt. Auf seinen Wunsch hin entstanden Rückzugsorte, ein dunkler Holzfußboden wurde realisiert, und es sollten als Farben ausschließlich Schwarz, Weiß und Grau zum Einsatz kommen. Lediglich im innenliegenden Bad und im WC am Wellnessbad sind die Wände himmelblau. Betonoberflächen wurden dabei ins Material- und Farbkonzept integriert.

Das großzügige Konzept von via MOVO Architekten kam dennoch zur Entfaltung: Nichts stört die Weitläufigkeit, es wurde viel Stauraum geschaffen mit geschlossenen Elementen sowie in die Wände integrierten Schränken und das Ganze mit grafischen Elementen aufgelockert. 
Bei der Gestaltung der Möbel achteten die Architekt*innen darauf, dass keine senkrecht parallel verlaufenden Linien, sondern geschwungene Elemente prägend sind. 

Eine Besonderheit ist sicher der Weinkeller, der als kleiner Showroom unter der Treppe Platz fand. Ein Lieblingsdetail von Monika Marasz ist die Sofalounge im Wellnessbereich mit Feuerstelle. Auch den wiederkehrend auftauchenden Griffen der Einbauschränke wurde viel Liebe zum Detail gewidmet, was für den Tischlerbetrieb eine echte Herausforderung darstellte. Um bei der weiteren Einrichtung der Wohnung eine stimmige Gesamtatmosphäre zu erzeugen, wurde ein individueller Designguide entwickelt, der Empfehlungen bis ins kleinste Detail enthält. 

Die Architekt*innen empfehlen eine ausgesuchte Bandbreite an qualitativ hochwertigen Produkten, die sie stetig um Innovationen erweitern. Für das Penthouse sollte nicht nur auf Langlebigkeit, sondern auch Zeitlosigkeit und ein schlicht-neutrales Erscheinungsbild geachtet werden. 
Gira Produkte in Weiß fügen sich hervorragend ins Farbkonzept ein und konnten sich gegen die ansonsten im Gebäude verwendeten Produkte von Mitbewerbern durchsetzen. 

In den Bädern glänzt KEUCO mit schlichter Eleganz, wie beispielsweise mit der IXMO Edition und eleganten Lichtspiegeln. Den Produkten der zwei Firmen ist gemeinsam, dass sie kantig-geradlinig gestaltet sind und harmonisch interagieren.

Die KEUCO IXMO Edition glänzt in der Dusche
Die Serie E2 von Gira harmoniert in weiß glänzend
Kantig und geradlinig: Die Serie E2 von Gira
Einhebel-Waschtischmischer und Lichtspiegel der Edition 400 kommen hier von KEUCO zur Geltung

„Wir sind mit der Gesamtwirkung sehr zufrieden, und auch der Bauherr hat unsere Vorschläge sehr wohlwollend aufgenommen“, freut sich Monika Marasz. Eine große Herausforderung beim Erreichen dieses gelungenen Ziels war der Umstand, dass es weder Gerüstaufzug noch Kran gab und alle Elemente mit dem Aufzug befördert werden mussten. Für lange Bauteile vom Tischler wurde im Treppenhaus ein Flaschenzug installiert, andere mussten extra so konstruiert werden, dass sie in den Aufzug passten, und einige Elemente für den Trockenbau mussten 16 Geschosse hochgetragen werden. 

Vieles geschah während des ersten Lockdowns, als die Architekt*innen nicht anreisen konnten. Da sie sich aber perfekt auf die einzelnen Gewerke verlassen konnten, ist es in der Zusammenarbeit zu einem Ergebnis gekommen, das sich sehen lassen kann. Damit ist ein Prozess zu Ende gegangen, der für Monika Marasz wie jedes Projekt einzigartig war: „Wir haben nie eine vorgefertigte Lösung, sondern betrachten den Prozess auch als Gestaltungsmittel. Wir setzen uns mit dem Ort, seiner Einmaligkeit und seinen Besonderheiten auseinander und erarbeiten dann unter Berücksichtigung der Nutzung eine individuelle Lösung.“ 

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