Light+Building 2010

Ohne Gebäudeautomation mit ihren intelligenten Funktionen ist ein modernes Bauwerk nicht mehr denkbar. Als Anbieter von Lösungen zur Gebäudesystemtechnik fühlt sich Gira verpflichtet, Gebäude intelligenter zu machen.

Damit vollzieht Gira die entscheidende Weiterentwicklung vom Systemanbieter zum Lösungsanbieter, die von einer breit angelegten Kommunikationsinitiative des Unternehmens begleitet wird. Passend zur neuen Ausrichtung präsentiert Gira auf der diesjährigen Light+Building zahlreiche Neuheiten und Weiterentwicklungen zur Gebäudesystemtechnik, die mit dazu beitragen, wertvolle Energie sparsamer, effizienter und auch bewusster einzusetzen.

Gebäudesystemtechnik

Zur Gebäudesteuerung hat Gira verschiedene Bediengeräte im Sortiment, mit denen sich einzelne Komponenten und Funktionen regeln, überwachen und visualisieren lassen – immer optimiert an die Gira Interface-Bedienoberfläche und jetzt auch auf mobilen Bediengeräten über Interface Apps. Stationäre Bediengeräte sind dagegen der auf der Light+Building erstmals vorgestellte Gira Control 9 Client sowie der Gira Control 19 Client, der künftig den Gira/ Pro-face ServerClient 15 ersetzt. Die Bezeichnungen 9 bzw. 19 geben die Bildschirmdiagonalen in Zoll an. Der Gira Control 9 Client passt in die Gerätedose des Gira InfoTerminal Touch, der Gira Control 19 Client in die des Gira/Pro-face ServerClient 15, was ein Geräte-Upgrade erheblich vereinfacht.

Der Gira Control 19 Client besitzt einen kapazitiven Touchscreen mit einer Bilddiagonalen von 47 cm und wird in Verbindung mit dem Gira HomeServer 3 bzw. Gira FacilityServer zur Kontrolle und Steuerung der Gebäudetechnik eingesetzt. Über das Gira Interface ist die Regelung aller Funktionen mit einem Finger möglich, das Gerät ist damit besonders einfach zu bedienen. Der Gira Control 19 Client ist internetfähig und lässt sich mit dem neuen Gira TKS-IP-Gateway für die Türkommunikation als Wohnungsstation nutzen – diese ist optisch in das Interface-Design eingebunden. Die Rahmen des Wand- Bediengeräts sind aus Aluminium und Glas in den Farben Schwarz, Weiß, Mint und Umbra erhältlich.

Der Gira Control 9 Client ist quasi der kleine Bruder des großen Touchscreens, auch er ermöglicht die Kontrolle und Steuerung der gesamten Gebäudetechnik mit nur einem Finger und ist ein weiteres formschönes Bediengerät für den Gira HomeServer 3 bzw. Gira Facility Server. Über das Gira Interface auf dem 22,86 cm großen Display hat der Nutzer die gesamte Gebäudetechnik nicht nur im Blick, sondern auch im Griff. Zudem ist hier ebenfalls die Einbindung ins Gira Türkommunikations-System oder – als Dienstzimmerterminal – ins Gira Rufsystem 834 möglich. Das Material der Rahmen entspricht denen des Gira Control 19 Client.

Die neuen Gira Interface Apps bieten die ebenso einfache wie elegante Möglichkeit, die gesamte Gebäudetechnik mobil von unterwegs oder von einem beliebigen Raum innerhalb eines Gebäudes zu bedienen – über iPhone, iPod touch oder iPad via GSM, UMTS oder WLAN. Da diese Lösung nicht über eine Web-Adresse auf die Gebäudetechnik zugreifen muss, ist sie überaus schnell und zugleich sicher, was die Übertragung betrifft: Die Steuerung erfolgt quasi in Echtzeit.

Die neuen Gira Interface Apps kommunizieren mit dem Gira HomeServer 3 bzw. Gira FacilityServer, das für die Touchscreens optimierte Gira Interface visualisiert alle Funktionen übersichtlich auf sämtlichen mobilen Geräten. Apple-Fans wissen es natürlich: Die Darstellung erfolgt wahlweise horizontal oder vertikal und lässt sich durch das Drehen des Geräts ganz einfach ändern. Die Applikationen sind ausschließlich im iTunes Store von Apple erhältlich.

Zusätzlich zu den neuen Bedienmöglichkeiten stellt Gira auf der Light+Building auch eine neue Tastsensoren-Generation vor: Gira Tastsensor 3 Basis, Gira Tastsensor 3 Komfort und Gira Tastsensor 3 Plus. Mit ihnen lassen sich die verschiedenen Busfunktionen steuern, beispielsweise Lichtszenen abspeichern und aktivieren sowie Leuchten schalten oder dimmen. Jede Bedientaste, die sich dezent beleuchten und so auch im Dunkeln leicht finden lässt, besitzt ein eigenes Beschriftungsfeld. Bei den Rahmenvarianten aus Metall können individuelle Beschriftungen in die Taster eingraviert werden – hierfür steht das Gira Beschriftungsportal www.beschriftung.gira. de zur Verfügung.

Gira Türkommunikations-System

Das Gira TKS-IP-Gateway macht die Bedienung der Türkommunikation noch komfortabler und flexibler. Mit dem neuen Gateway, das als REG-Gerät im Schaltschrank installiert wird und das Signale auf Netzwerkprotokollebene (IP) umsetzt, lässt sich das Gira Türkommunikations- System an den PC und an IP-Telefone anbinden sowie als Plugin in den Gira HomeServer 3 bzw. Gira FacilityServer integrieren. So kann der Computer im Arbeitszimmer oder im Büro als Kommunikationsstation genutzt werden, am Gerät selbst muss lediglich neue Software installiert werden. Auch die Wand-Bediengeräte Gira Control 9 Client und Gira Control 19 Client lassen sich so als Wohnungsstationen nutzen, ohne dass eine direkte Anbindung an den Türkommunikations-Bus erforderlich wäre.

Klingelt jemand an der Tür, wird das Bild der Video-Kamera auf den PC oder auf eines der Bedien-Panels übertragen. Von dort aus lassen sich dann jeweils verschiedene Aktionen ausführen – wie Gespräche annehmen, Türen öffnen, Licht schalten. Mit dem TKS-IP-Gateway werden PCs und die Gira Control Clients de facto zu Kommunikationsstationen. In Verbindung mit dem Gira HomeServer 3 lassen sich auch die Gira KeylessIn-Geräte verwalten und beispielsweise nutzungsspezifische Profile erzeugen.

Mit dem neuen Gira TKS-Kamera-Gateway können eine oder mehrere externe Kameras von Gira oder Drittanbietern in das Gira Türkommunikations- System integriert werden. Sie lassen sich unabhängig von der Türstation an beliebigen Orten montieren und optisch an die jeweilige Situation anpassen.

Mittels eines Videoverstärkers erhöht Gira außerdem die Übertragung der Videosignale auf 200 Meter. Dies ermöglicht die Ausstattung von Wohngebäuden mit vielen Parteien oder die Anbindung auch von entfernten Räumen in die Gira Türkommunikation mit Video.

Schalterprogramme

Das Premium-Schalterprogramm Gira Esprit mit seinen klaren Formen und sorgfältig ausgesuchten Oberflächen wird erweitert: Auf der Light+Building zeigt Gira drei neue Rahmenvarianten, die den aktuellen Trend zu authentischen Wohnstilen aufgreifen. Sie reflektieren die für Einrichtung und Ausstattung wichtigen Themen Reduktion, Einfachheit, Ehrlichkeit sowie originäre Materialität. Gira stellt zwei Esprit Rahmenvarianten aus eloxiertem Aluminium in den Farben Braun und Schwarz vor sowie einen Aluminium-Rahmen mit einem Echtholzfurnier aus Nussbaum.

Für das Schalterprogramm Gira E2 wird es neue beschriftbare Rahmen geben. Die Beschriftungsfenster sind wisch- und sprühnebelfest und halten selbst Desinfektionsmitteln dauerhaft stand, so dass nun eine Beschriftung auf Dauer garantiert ist. In Objekten wie Krankenhäusern und Kliniken, aber auch in Verwaltungsgebäuden, gewerblichen Betrieben und Flughafengebäuden ist eine Kennzeichnung Pflicht – die neuen beschriftbaren Rahmen im Schalterprogramm Gira E2 sind für solche Einsatzgebiete prädestiniert.
Mit Blick auch auf internationale Märkte hat Gira zur Light+Building sein Produktsortiment „British Standard“ überarbeitet und bietet nun eines der weltweit größten am Markt existierenden Systeme an – mit allen 280 Funktionen aus dem System 55. Sämtliche Funktionen lassen sich in 58er-Unterputz- sowie in British Standard-Dosen einbauen und in die Gira Schalterprogramme integrieren. British Standard erlaubt Gira die Ausweitung des Geschäfts über die traditionellen Märkte hinaus in rund zwei Dutzend Länder, darunter auch in Wachstumsregionen wie die arabische Welt oder nach China, Malaysia und Indien.

Neue Funktionen in der Schalterwelt

Mit dem neuen Gira CO2-Sensor und dem Gira Energie- und Wetterdisplay Funk hat der Lösungsanbieter aus Radevormwald weitere intelligente Funktionen in die Gira Schaltersysteme eingebunden. Als konventionelles Stand-Alone-Gerät lässt sich der Sensor optisch und technisch in das Gira System 55 integrieren und misst die CO2-Konzentration der Raumluft. Die Luftgüte wird dabei in einer dreifarbigen LED in Ampelfarben angezeigt. Der Gira CO2-Sensor erfasst den Kohlendioxid-Gehalt im Spektrum zwischen 0 bis 2000 ppm (0,2 %). Wird ein definierter Grenzwert überschritten, können Fenster automatisch geöffnet, Lüfter zugeschaltet oder Warntöne aktiviert werden. Seinen Einsatz wird der Sensor nicht nur in Privatwohnungen finden, sondern auch in Büros, Schulen und Kindergärten – weil das Gerät keine Bedienelemente besitzt, ist eine Montage in öffentlichen Gebäuden ohne Bedenken möglich. Als ein Gerät zur kontrollierten Wohnraumbelüftung leistet der Gira CO2-Sensor einen Beitrag zur Energieeinsparung in Gebäuden.

Das Gira Energie- und Wetterdisplay Funk zeigt – als erstes Gerät im Schalterdesign – Wetter- und Verbrauchsdaten übersichtlich auf einem Display an. Damit sieht der Nutzer auf einen Blick, wie das Wetter wird – und wie viel Energie gerade im Haus verbraucht wird. Dazu messen Sensoren den Strom- oder Gasverbrauch über entsprechende Zähler, außerdem lassen sich bis zu drei Energie-Adapter einsetzen, die den Stromverbrauch einzelner Geräte im Haus messen – sie werden einfach als Zwischenstecker in der Steckdose platziert.

Im oberen Bereich des Displays sind die Wetterdaten zu sehen: Temperatur, Luftfeuchtigkeit innen und außen sowie eine Wetterprognose. Unten werden die Verbrauchsdaten eingeblendet, wobei ein Farbbalken deutlich macht, ob man gerade mehr oder weniger Energie benötigt als in einem definierten Vergleichszeitraum. Sämtliche Daten werden drahtlos übertragen, dank seiner Batterieversorgung kann das Gerät frei im Haus positioniert werden.

Gira Rufsystem 834 Plus

Ergänzend zum Gira Rufsystem 834 stellt Gira auf der diesjährigen Light+Building das Gira Rufsystem 834 Plus vor. Es erlaubt nicht nur Hilferufe, sondern auch Gespräche in hoher Sprachqualität dank digitalem Echocancelling. Das Bussystem kann in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen und Wohnanlagen eingesetzt werden – selbst in Nasszellen. Das Rufsystem 834 Plus erfüllt die Anforderungen nach DIN VDE 0834 und ist in die Gira Schaltersysteme integriert. Ein großes Plus: Das System konfiguriert sich nach Verdrahtung und Spannungsaufnahme von selbst, die schnelle und einfache Installation der modularen Komponenten erfolgt per Plug&Play – der Installationsaufwand ist damit erheblich geringer als bei anderen Systemen.