Die nackte Existenz

Leben und überleben „Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur.“ Oscar Wilde Was bedeutet Existenz? Existenz ist noch nicht Leben. Existenz ist Vorhandensein. Existenz ist die Grundlage, auf der sich leben lässt. Oder auch nicht. Existenz ist ein Dauerthema, das in den Künsten immer wieder aufgegriffen wird. In Theater, Film und Musik, natürlich auch in der Literatur … Existenz ...

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Fundamentale Fragen zur Architektur

Die nächste Biennale wird vorbereitet Gleich nach seiner Berufung zum Leiter der Architektur-Biennale 2014 erklärte der niederländische Architekt Rem Koolhaas, dass die von ihm kuratierte Ausstellung forschungsorientierter werden soll als die ihr vorausgegangenen. Unter dem Titel „Fundamentals“ soll die Biennale 2014 eine „Grundlagenarbeit“ leisten, „bei der die Architektur und nicht die Architekten im Mittelpunkt steht“. Forschung wie Darstellung sollen einerseits „einen Blick auf die ...

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Venedigs Morbidität und kühne Visionäre moderner Architektur

Zwischen Gesprächen und Schweigen und Stille Die Fotografin Ingrid von Kruse im Porträt Vendramina Marcello hat ein ganz kleines, feines Lächeln um ihre Mundwinkel. La Dogaressa nennt sie Ingrid von Kruse, weil ihrer alten Familie, wie man sagt, der erste Doge Venedigs entstammt. Ihre feinen kleinen Löckchen liegen im Haarnetz eng und artig um ihren Kopf. Die betagte Dame blickt dem Betrachter nicht ins ...

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Plädoyer für eine sternfunkelnde Romantik

Eine kleine literarische Himmelskörperreise Ein Glitzern und Funkeln am Himmel: Die Sterne – ferne, leuchtende Himmelskörper – beflügeln die Fantasie der Menschen und gehören zu den Phänomenen, die als unerschöpflicher Stoff für Metaphern und Komplimente dienen. „Deine Augen glänzen wie die Sterne“, „Du bist mein Stern“, „Für dich hole ich die Sterne vom Himmel“. In der Literatur, insbesondere der Poesie der Romantik, haben die ...

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John Cage: 4’33

„Wherever we are, what we hear is mostly noise. When we ignore it, it disturbs us. When we listen to it, we find it fascinating.“1   Barbican Hall, London, 16. Januar 2004. Ein Dirigent. Ein unbewegter Taktstock. Ein Dirigentenpult. Darauf ein Wecker. Ein Orchester. Kein Laut (wirklich KEINER?). Das Publikum: gebannt. 4 Minuten und 33 Sekunden. 4’33 ist das wohl berühmteste Stück des US-amerikanischen ...

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Faszinierend atmosphärisch

Thierry Boissel: Glas – Licht – Architektur Der 1962 in Frankreich geborene Thierry Boissel gehört zu den aktivsten, erfolgreichsten und prägendsten Glaskünstlern architekturbezogener Kunst in Deutschland. Davon künden zahlreiche Arbeiten für öffentliche wie private Gebäude oder freie Installationen im öffentlichen Raum. Als Leiter der Studien- und Experimentierwerkstatt für Glasmalerei, Licht und Mosaik an der Akademie der Bildenden Künste München nimmt Boissel Einfluss auf den ...

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Es denkt.

Reflexionen Nein, so nicht. Sie denken, nicht wahr? Anders geht es doch nicht. Aber: Sie denken angestrengt über etwas nach, einen Film meinetwegen, warum er Ihnen etwas bedeutet. Und es fällt Ihnen nichts ein. Und dann gehen Sie mit dem Hund spazieren. Und der Einfall erscheint. Aus dem Nichts. Sie hatten gar nicht an den Film gedacht. Oder – Sie nagen an einem Problem. ...

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Architekturreflexion für Fortgeschrittene

Rahel Willhardt „Architektur-Biennale oder Banale?“, sinnierte Prome-theus, in der Hand Wolfgang Prix’ Kritik an der diesjährigen Ausstellung. „Ist es wirklich wichtig, mit Architekturtheorie zu brillieren? Nein!“, beschließt der Titan und Kulturbringer. „Im Kern geht es um die Frage: Wie übermächtige Einzelinteressen regulieren, damit das übergeordnete Ganze wieder Raum hat.“ Die Krux: Seit sein Bruder Epimetheus die Büchse der Pandora geöffnet hat, herrschen im Bau ...

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Die Architektur-Biennale in Venedig

oder: Wie man ein Thema verfehlen kann Die Eingangsfrage, die in einem Bericht der „Süddeutschen“ über die Architektur-Biennale in Venedig gestellt wird – „Was machen berühm-te Architekten in Zeiten der Staatsschulden?“ – verlangt nach einer Differenzierung: „Warum machen die berühmten Architekten in Zeiten wie diesen nichts, außer an das Eigene zu denken?“ Eigentlich gibt die Biennale die Antwort darauf selbst, und zwar in Form ...

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Und viel mehr als das

Das Buch zur Ausstellung „Bei den Filmemachern, in der Literatur ist die Selbstreflexion selbstverständlicher Teil der eigenen Arbeit. Die Form ist nicht allein der zu erzählenden Geschichte und ihren Figuren verpflichtet, sondern auch den reflektierenden, spekulierenden Gedanken, die den Film im Kopf eines Betrachters begleiten.“ Urs Füssler, der unter anderem bei Miroslav ˇSik in Zürich studiert hat, von 2008 bis 2009 in Wuppertal am ...

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