Das etwas andere Architekturmagazin: BerührungsPUNKTE. Vielfältige Themen rund um Kunst und Technik, um Historie und Zeitgenössisches, um Theorie und Praxis. Jede Ausgabe ist einem Schwerpunktthema gewidmet, das die Architektur berührt. Das Magazin erscheint seit 2001 zweimal im Jahr und kann kostenlos abonniert werden. Herausgeber ist die Kommunikationsinitiative BerührungsPUNKTE, die für Architekten, Planer und Architekturinteressierte Inspirator und Ideengeber ist. Dahinter stehen die drei Unternehmen FSB, Gira und KEUCO, die mit BerührungsPUNKTE ihre gemeinsame Affinität zu Architektur, Design und Kultur leben und dokumentieren. Lesen Sie die älteren Ausgaben in unserem Archiv oder bestellen Sie kostenlos das BerührungsPUNKTE-Magazin.

 

Freiraum beginnt im Kopf. Da gibt es keinen Zweifel. Ein erster Gedanke zu einem Gebäudeentwurf, zu einer Lebensplanung, zu einer kreativen Schaffensphase … findet stets im Hinterstübchen statt. Auch BerührungsPUNKTE entstand vor 20 Jahren zunächst in den Köpfen visionär denkender Menschen, was für die Kommunikation ein essenzieller Faktor ist, um sich zu verstehen und miteinander arbeiten zu können. Es entstand die Idee, eine Kommunikationsinitiative für Architekten zu starten, die sich den Freiraum gönnt, über den Tellerrand des Alltags hinwegzuschauen und interdisziplinär Architekturschaffende zu inspirieren. Damit der Freiraum im Kopf auch genutzt werden kann.

Damit kein Brett die Sicht auf Gutes und Neues oder Bewährtes versperrt. Auf den folgenden Seiten sehen Sie noch einmal zusammengefasst, woher wir kommen – und was in den letzten zwei Dekaden die Meilensteine unserer gemeinsamen andauernden Kooperationsgeschichte waren. Anlässlich des Jubiläums haben wir übrigens viele Beteiligte der vergangenen 32 Magazine gebeten, uns ein Statement, einen kleinen Beitrag, ein Bild oder Fotografien zum Thema „Mein persönlicher Freiraum“ zur Verfügung zu stellen. Neben dieser wunderbar heterogenen Mischung an Artikeln erwartet Sie ein Interview mit den Gründungsmitgliedern von GRAFT, die zusammen mit Marianne Birthler in diesem Jahr den Deutschen Pavillon auf der Architektur-Biennale unter „Unbuilding Walls“ in Venedig bespielen.

Zum Biennale-Thema FREESPACE wiederum passen AT YOUR PLACE und NON PLACE: Orte, die das Tanzduo Kaiser-Antonino metamorphisch betanzt – entweder in privaten Räumen oder in öffentlichen, die eigentlich nicht für die Existenz menschlichen Wesens vorgesehen sind. Nach dieser Lektüre wird Ihnen vielleicht auch der Sinn nach etwas persönlichem Freiraum stehen. Nutzen Sie diesen Impuls und planen Sie Ihre Reise nach Venedig. Wir sehen uns dann ab dem 24. Mai 2018 dort (oder schon am Abend des 23. Mai zur Welcome-Party) und genießen die wunderbaren (Frei-)Räume des Palazzo Contarini Polignac am Canal Grande gemeinsam.

Wir freuen uns auf Sie!

 

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(Mein) Freiraum

Peter Reischer Ein Leitartikel ist etwas sehr Persönliches, meiner journalistischen Auffassung nach drückt er eine persönliche Meinung des Verfassers aus – oder kann dies zumindest. Das bedeutet auch, die Verantwortung für den Inhalt zu übernehmen. Einen Leitartikel zum Thema „Freiraum“ zu schreiben (und dabei völlig freie Hand zu haben) ist eine doppelte Herausforderung, denn die Verantwortung für die Verwendung des Wörtchens „frei“ (und aller Wortschöpfungen, die damit zusammenhängen) ist sehr groß. Sehr schnell kann architektonischer Freiraum im Zwangsraum, Freiheit in Gefangenschaft und freies Denken in Schemata und Stereotypen enden. Angesichts der in den Magazinen en masse kursierenden Hochglanzfotos eine Jubelhymne über Freiraum oder die Freiheit in der Architektur und die unzähligen Möglichkeiten, die uns heute (scheinbar) offenstehen, zu schreiben – das wäre verlockend und vielleicht sogar berechtigt. Bilder von Stahl-, Holz-, Beton- und anderen Palästen, von Skyscrapern und parametrischen Wunderwerken gibt es genug. Beachtenswerte Freiraumgestaltungen finden wir unter den Oeuvres mancher Architekturschaffenden auch. Im Hinblick auf die Errungenschaften unserer Zivilisation im […]

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Raum für Ideen

Freiraum in der Gestaltung heißt zum einen grenzenlose Kreativität, zum anderen nutzerorientierte Produkte und Anwendungen. Manchmal eine Gratwanderung, meistens eine Herausforderung. Immer eine spannende Aufgabe. Grenzenlose Freiheit in der Gestaltung steht weder am Rande noch in einem Kompromiss. Maximale Gestaltungsfreiheit steht ganz vorn, vielleicht sogar an erster Stelle bei der Entwurfsfindung. Denn darum geht es: um den wirklich guten Entwurf.   Freiraum in der Gestaltung ist die Formel, nach der Neuheiten kreiert werden – immer und immer wieder. Von Designern, Produktentwicklern, Kreativen. Von allen, die das Optimale aus dem Machbaren herauszuholen versuchen, das Maximale für das Funktionale suchen. Um das Schöne mit dem Nützlichen in perfekter Harmonie zu verbinden. Freiraum in der Gestaltung endet da, wo Grenzen sind oder gesetzt werden. Die Grenzen in der Gestaltung werden durch das Machbare und Mögliche gegeben. Maximale Gestaltungsfreiheit entsteht dort, wo das Unmögliche als möglich gedacht wird, wo das Machbare hinterfragt wird – angetrieben durch neue Technologien und veränderte […]

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Mehr Freiraum: Der neue FSB Steckgriff für Holz- und Metallfenster

Endlich kommt jeder, für den weniger mehr ist, in den Genuss der Qualität von Steckgriffen. Diese sind nicht nur – wie bisher – für Aluminiumprofile geeignet, die FSB Steckgriffe machen auch auf Holzprofilen eine schlanke Figur. Mit der auf das Minimum reduzierten Rosette geben sie dem Fenster mehr Freiraum zur ästhetischen Entfaltung. Der neue FSB Steckgriff unterstützt taktil und akustisch die korrekte Bedienung des Fensters. Maßgeblich hierfür ist die spürbare und hörbare Positionierung des Fenstergriffs in 90°-Schritten beim Öffnen, Schließen oder Kippen. Mit 25.000 Betätigungen bzw. 150.000 Rastungen (180°Dreh-Kipp-Zyklen) entspricht die in allen FSB Fenster- und damit auch Steckgriffen zum Einsatz kommende FSB Kugelrastung der höchsten Güteklasse 5/180 der DIN EN 13 126-3. Diese Norm hat für Fenstergriffe Anforderungen definiert, die eine gleichbleibende Qualität und Funktionsfähigkeit über viele Jahre sicherstellen.       Auch für einbruchhemmende Fenster bietet FSB eine neue Lösung: einen Schließzylinder, der bequem von vorne betätigt werden kann. Mit dem Schließzylinder kann […]

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FREESPACE als Alleskönner

Die BerührungsPUNKTE-Redaktion ist im eisekalten Berlin mit den GRAFT Gründungspartnern Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit zum Gespräch verabredet – bei unserem Eintreffen, (Büro GRAFT Berlin, Nähe Hauptbahnhof, Hinterhof, 4. Etage) befinden sie sich noch mit Marianne Birthler und weiteren Biennale-Team-Mitgliedern im wöchentlichen Biennale-Jour-Fixe. Anlass des mit BerührungsPUNKTE verabredeten Gesprächs war natürlich ihre Ernennung zum Kuratorenteam für den Deutschen Beitrag auf der kommenden Architektur-Biennale in Venedig. Unter dem Titel „Unbuilding Walls“ werden die drei Architekten mit der ehemaligen Beauftragten für Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, den Beitrag konzeptionieren und für Mai in Venedig umsetzen. Zusammen mit dem übergreifenden Thema „Freespace“, unter dem die Architektinnen von Grafton die gesamte Biennale kuratieren, ergab sich ein breites Spektrum an Gesprächsansätzen. Und: GRAFT und BerührungsPUNKTE feiern 2018 ihr 20-jähriges Jubiläum. Wenn das mal keine schönen Berührungspunkte sind! Was war eure erste Assoziation, euer erster Gedanke, als ihr von dem Oberthema FREESPACE für die Architektur-Biennale 2018 in Venedig erfahren habt? Wolfram Putz: Das Thema […]

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Willkommen zum Freespace am Canal Grande

FSB, Gira und KEUCO laden anlässlich der 16. Architektur-Biennale zum vierten Mal in den Meetingpoint am Canal Grande ein und freuen sich auf Sie! Wieder stehen Begegnung, Kommunikation, Austausch und natürlich auch das Genießen im Vordergrund. Nach den überaus erfolgreichen Events anlässlich der vergangenen drei Architektur-Biennalen freuen wir uns, Sie wieder  im geschichtsträchtigen Palazzo Contarini Polignac willkommen zu heißen. Mehr dazu unter www.labiennale.org     Meetingpoint für Architekten Vom 24. bis 28. Mai 2018 steht Ihnen der historische Palazzo Contarini Polignac von jeweils 9 bis 22 Uhr offen.       Veranstaltungsprogramm Es wartet wieder eine Reihe von Führungen und Vorträgen auf Sie! Am 23.05. findet die mittlerweile legendäre Welcome-Party statt, am 26.05. das große Jubiläumsfest.     Wassertaxi Unser Shuttle-Service bringt Sie täglich zum Biennale-Gelände und zurück. Und wieder hin …       Catering Während der Öffnungszeiten des Meetingpoints verwöhnen wir Sie mit köstlichen Speisen und Getränken.       Berichterstattung Wir berichten vor, während und nach der Architektur-Biennale im Magazin, online in […]

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Edel, pur, spannend

Gira E2 in Schwarz matt Schwarz ist das Gegenteil von Licht. Was einerseits dunkel und bedrohlich wirken mag, erscheint andererseits edel, pur, elegant, modern – und auch ein wenig dramatisch. Denn das Dunkel lässt Strukturen hervortreten, es kommt zu Spannungen. Die nutzen Architekten und Designer seit jeher. Doch gerade jetzt erlebt Schwarz wieder großen Zuspruch. Gira hat deshalb das Schalterprogramm Gira E2 – den Designklassiker unter den Schalterserien – um die exklusive Trendfarbe Schwarz matt ergänzt. Hier trifft pure Eleganz auf formstrenge Sachlichkeit und anspruchsvolle Funktionalität.   Gira E2, Schwarz matt: ausgewählte Funktionen aus dem System 55.   Das Schalterprogramm Gira E2 in Schwarz matt zeigt Gira erstmals auf der Light+Building. Das gesamte Programm in allen Varianten umfasst dann Versionen aus Edelstahl und aus Thermoplast in den Farben Schwarz matt, Anthrazit, Aluminium lackiert, Reinweiß seidenmatt und Reinweiß glänzend. Zudem wird das komplette Programm auch in flacher Einbauweise erhältlich sein – der Schalterrahmen trägt bei dieser Variante lediglich […]

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Tanz im eigenen Freespace

Ein Porträt über Avi Kaiser und Sergio Antonino – zwei Tänzer, die Kontexte um Freiräume schaffen sich von ihnen umarmen lassen Avi Kaiser und Sergio Antonino tanzen überall. Nur nicht unbedingt in Tanzhäusern, auf Bühnen. Sie haben ihre ganz eigene Definition von Bühne, ihren ganz eigenen Anspruch an Präsenz, Ausdruck und Nähe. Sie interagieren, sie führen nicht vor. Sie treten in Kontakt, sie bieten nicht dar. Der allererste ausschlaggebende Punkt, bevor sich ihre Körper bewegen, sie Figuren modellieren, ist die Frage nach dem Raum. Dem Ort. Es folgt die Betrachtung, ein Hineinfühlen. Es entstehen Ideen zu Raumlinien, die getanzt werden können, musikalische Begleitung flüstert noch tonlos im Kopf und hilft den Bewegungen, auf Spur zu kommen. Avi und Sergio treten in einigen verschiedenen Formaten auf, ihre Spezialität ist es, sich jeden, wirklich jeden Raum zu eigen machen zu können und ihn und die Menschen, die absichtlich oder versehentlich mit den Tanzbildern in Berührung kommen, im Kaufhaus, in der Fußgängerzone, im Park, im Treppenhaus, … […]

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Freiraum EXPERIMENT

In schrumpfenden Städten werden die Menschen weniger, aber der Freiraum wächst: Durch den Rückbau nutzlos gewordener Architektur entstehen neue Freiflächen. Leipzig beschreitet einen ungewöhnlichen Weg, was deren Gestaltung angeht. Anstelle von teuren Parkanlagen entstehen hier sogenannte urbane Wälder. Ob das Experiment funktioniert, wird – parallel zum Wachsen der Bäume – erforscht. Um das Jahr 2000 herum wurde Leipzig in der Architekturszene als „perforierte Stadt“ bezeichnet. In den 10 Jahren nach der Wende hatten 18 Prozent der Bewohner die Stadt verlassen und Leipzig zählte nur noch 440.000 Einwohner. Dem Leerstand wurde – unter anderem – mit Abriss begegnet, um den damit zusammenhängenden Folgen wie Verwahrlosung und weiterem Attraktivitätsverlust Herr zu werden. Dieser Rückbau ließ größere Brachflächen entstehen. Doch was tun mit diesem frei gewordenen Raum, den keiner „braucht“ und für dessen Gestaltung und Pflege (!) nur sehr begrenzte Mittel da sind? Nach der Jahrtausendwende formte sich eine Idee, die das räumliche Füllen dieser Flächen, Umwelt- und […]

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„Freiräume in der Architektur muss man sich erkämpfen!“

Für Professorin Donatella Fioretti ist die Architektur näher an der Kunst als an der Technik. Deshalb lehrt sie seit einem Semester Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Welche Freiräume sie selbst in ihrem Studium genossen hat – und wie diese sie prägten –, verrät sie BerührungsPUNKTE im Interview. KITCHEN ON THE RUN: Seit 2016 reist die mobile Küche auf einer symbolischen Route vieler Geflüchteter durch Europa. Hier treffen sich Beheimatete und Geflüchtete, es wird gemeinsam gekocht und erzählt, geweint und gelacht. Gastgeber ist immer ein Gast, der ein Rezept aus seiner Heimat mitbringt. Es entstehen Begegnungen auf Augenhöhe, das gemeinsame Essen und Kochen wird zum Kommunikationsmittel, wenn die gemeinsame Sprache fehlt. Studenten-Projekt an der TU Berlin Initiatoren: Andreas Reinhard, Jule Schröder, Rabea Haß, unter der Leitung von Donatella Fioretti An einer Kunstakademie Architektur zu studieren ist in Deutschland eher ungewöhnlich. Warum entscheiden sich Studierende dafür? Das Lehren und das Lernen ist ein sehr delikater Prozess. Das ist eine der […]

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Freiraum beginnt im Kopf!

Wir haben an die 100 Autoren, Fotografen, Architekten und Künstler, die innerhalb der vergangenen 32 Magazinausgaben für uns in Bild und Schrift tätig waren, gefragt: „Was bedeutet für Sie persönlich Freiraum?“ Viele von ihnen haben uns ihre Gedanken und Motive geschickt, von denen wir einige an dieser Stelle für Sie sichtbar werden lassen.   arthaus:nowodworski Fiona Bennett, Modistin und Designerin und Hans-Joachim Böhme, Designer Dr. Stefan Carsten, Zukunftsforscher und Stadtgeograf, Berlin Katja Domschky, Marketingberaterin und Architektin Stefan Forster, Architekt David Franck, Fotograf Alexander Hagner, Architekt Christian Holl, Freier Autor und Kurator Ottmar Hörl, Künstler Paul Kahlfeldt, Architekt Elke Krasny, Kuratorin, Stadtforscherin, Kulturtheoretikerin und Kunstpädagogin Johannes Nadeno, Fotograf Michael Niehaus, Philosoph Andrea Potzler, Journalistin Henri Ritzen, Grafikdesigner Bettina Rudhof, Architekturhistorikerin, Dr. Thomas Seibert, Philosoph und Autor Matthias Sauerbruch, Architekt Daniela Schönbächler, Architektin und Künstlerin Reflektorium Daniel Sumesgutner,Fotograf Jens Sundheim, Fotograf, und Bernhard Reuss Susa Templin, Künstlerin Rene Träder, Psychologe und Journalist Ekkehard Voss, Sergei Tchoban TCHOBAN VOSS Architekten Thomas Wrede, Fotograf Stephan Zirwes, Fotograf   […]

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