Das etwas andere Architekturmagazin: BerührungsPUNKTE. Vielfältige Themen rund um Kunst und Technik, um Historie und Zeitgenössisches, um Theorie und Praxis. Jede Ausgabe ist einem Schwerpunktthema gewidmet, das die Architektur berührt. Das Magazin erscheint seit 2001 zweimal im Jahr und kann kostenlos abonniert werden. Herausgeber ist die Kommunikationsinitiative BerührungsPUNKTE, die für Architekten, Planer und Architekturinteressierte Inspirator und Ideengeber ist. Dahinter stehen die drei Unternehmen FSB, Gira und KEUCO, die mit BerührungsPUNKTE ihre gemeinsame Affinität zu Architektur, Design und Kultur leben und dokumentieren. Lesen Sie die älteren Ausgaben in unserem Archiv oder bestellen Sie kostenlos das BerührungsPUNKTE-Magazin.

 

Inmitten des großen Überflusses, in dem wir hier leben, taucht doch immer wieder ein Sehnen nach weniger auf. Ein Bedürfnis nach etwas Reduziertem. Nach weniger Auswahl, weniger Gestaltung, weniger Worten, weniger Optionen. Nach weniger Masse, weniger vollen Schränken, weniger Müll.

Wir lassen in dieser Ausgabe einfach mal Text Text sein und Bild Bild. Wir zeigen ein paar Ideen, die hilfreich sein könnten, das (eigene) Leben von überflüssigem Ballast zu befreien – auch architektonisch. Wie verhält sich ein minimalistischer Lebensstil gegenüber einem Leben mit minimalen Mitteln?

Genug der Worte. Lesen Sie einfach.

 

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[ Bilder ohne Bilder ]

Es gibt kein Wort, das nicht mit einem Gefühl, einer Erinnerung, einem Bild besetzt ist. Lesen, sehen oder hören wir etwas, entspannt sich in unseren Köpfen augenblicklich eine Geschichte. Bei jedem Wort bildet sich eine subjektive Assoziationskette, die aus eigenen Erfahrungen oder angeeignetem Wissen gespeist wird. Wir haben einige Wörter/Sätze zusammengestellt, die auch in Ihrem Kopf ein Bild entstehen lassen werden. Es handelt sich ausschließlich um Gebautes und heute noch Existentes. Die Auflösung, ob Ihr Bild mit dem unsrigen übereinstimmt, finden Sie hier.

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Freespace

Venedig als Zentrum gedanklichen und architektonischen Freiraums In den vergangenen Jahren haben Kazuyo Sejima (2010), David Chipperfield (2012), Rem Koolhaas (2014) und Alejandro Aravena (2016) die Rolle der Kuratoren übernommen. 2018 findet die renommierte Architektur-ausstellung vom 26. Mai bis zum 25. November statt, kuratiert von den Gründerinnen von Grafton architects, Yvonne Farrell und Shelley McNamara, unter dem selbstgewählten Titel „Freespace“. Biennale-Thema 2018: FREESPACE Wo das Architektinnenduo den Begriff „Freiraum“ beginnen und enden lassen wird, kann man nach ihren eher vagen Äußerungen nicht wirklich erahnen. Der Begriff repräsentiere „die Großzügigkeit des Geistes“ und „den Sinn für Menschlichkeit“. Er steht für die freien Gaben der Natur wie „Sonnen- und Mondlicht, Luft, Schwerkraft, Materialien“. Es geht um die „Freiheit der Imagination“, den „Freiraum von Zeit und Erinnerung“, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenbinde.           Deutscher Beitrag: UNBUILDING WALLS Wolfram Putz, Thomas Willemeit und Lars Krückeberg von Graft Architekten sowie Marianne Birthler bilden das Kuratorenteam […]

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Minimalismus: ein Luxus, den man sich leisten kann

Das Wasser des Flusses Enguri strömt mit leichtem Plätschern an der jungfräulich aufgeschütteten Insel aus fruchtbarer Erde, die aus den Höhen des Kaukasus hinabgeschwemmt wird. Die Kameraeinstellung lässt den Blick des Betrachters verweilen – so wie der prüfende Blick des Farmers Abga auf dem Stückchen Land verweilt: prüfend, wohlwollend, hoffnungsvoll. Er nähert sich der kleinen Insel, betritt sie, als müsste er sie zähmen, als könnte er mit einer Reaktion auf sein Eindringen rechnen. Im Laufe des Films „Die Maisinsel“ baut er gemeinsam mit seiner 16-jährigen Enkelin Asida eine kleine, bescheidene Hütte, befestigt das Ufer, bestellt das Land, hütet seine Aussaat und erntet schließlich unter zerstörerischen Regenfällen seinen Mais. Die Hütte bietet Schutz vor Sonne, Regen und Eindringlingen, der frisch gefangene Fisch aus dem Fluss bietet gegrillt oder getrocknet die Lebensgrundlage für den Aufenthalt auf diesem Fleckchen Erde.   Leben im Maximalismus Was braucht ein Mensch heute zum Leben? Woraus besteht die Minimalausstattung für ein Dasein, […]

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Weniger kann mehr: IXMO

Armaturen von KEUCO Minimalismus ist die Kunst des Weglassens. Reduziertes Design mit dem Fokus auf geometrischen Körpern konzentriert sich auf das Wesentliche. Nichts Überflüssiges soll davon ablenken. Klare Formen und hochwertige Materialien wirken ruhig und überschaubar. Aus der formalen Konzentration folgt ein geringer Materialeinsatz. Dabei steht die Ästhetik des Produkts bei gleichzeitig funktionalem Design im Vordergrund. Eine minimalistische Produktgestaltung mit Benutzerfreundlichkeit – sprich: einfacher und intuitiver Bedienung – verbirgt oftmals ein komplexes Innenleben. Das ist die höchste Kunst der Reduktion auf das Wesentliche, die der Kreativitätsforscher Edward de Bono mit den Worten „Einfachheit entsteht nicht einfach so“, auf den Punkt brachte. Was einfach aussieht, entsteht erst durch bewusstes „um die Ecke denken“. Auch wenn Minimalismus, wie wir ihn seit der Epoche der „Moderne“ in den 20er Jahren kennen, heute im Trend liegt, handelt es sich nicht um eine Modeerscheinung. Minimalismus ist fern jeder Epoche, ist ein Stil, eine Einstellung. So ist Mies van der Rohes […]

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Großstadtminimalismus

Viele Menschen können es sich nicht mehr leisten, in der Stadt, die sie lieben, zu wohnen. Mit Kleinstbehausungen will die Bauwelt Abhilfe gegen die Wohnungsnot schaffen. Aber wie minimiert man richtig?   Es war Le Corbusiers Idee gewesen, den Antrag auf Reinkarnation zu stellen. „Wenn buddhistische Lamas auf Erden zurückkehren, um Menschen bei der Überwindung ihres Karmas zu helfen, warum durften Baumeister nicht Gleiches für die Planerinnung tun?“, hatte er vorm göttlichen Komitee argumentiert. Das wollte daraufhin die Notwendigkeit für ihre Rückkehr belegt haben. So saß Bauhausarchitekt Walter Gropius googelnd auf einer Wolke, erfreut über die Treffermasse, die Suchworte wie „Mikro-Apartment“ und „Minihaus“ hervorbrachten: „Spielt die Zeit für uns?“ Fast 90 Jahre war seine Teilnahme am Kongress „Die Wohnung für das Existenzminimum*“ her, auf dem internationale Architekturgrößen gemeinsam Lösungen gegen die Wohnungsnot ausgelotet hatten. Jene der 1920er-Jahre hatte die Industrialisierung ausgelöst. Scharenweise zogen Lohnarbeiter in Städte, die es mit Unterkünften zu rüsten galt: Indus-triebarone investierten […]

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Philographics

Komplexes mit einem Minimum an Farbe und Form auszudrücken ist schon eine Kunst – oder eben eine selbstgestellte Aufgabe von Genis Carreras. Der Grafikdesigner suchte nach einer Möglichkeit, seiner Generation von sehr visuell ausgerichteten Schülern Ansätze philosophischer Grundlagen näherzubringen. 100 philosophische Begriffe, die im Englischen auf -ism enden, erhalten abstrakte Formen und Farben – und einen einzigen erklärenden Satz, dazu ein Icon, das den Begriff einem Bereich der Ethik, Erkenntnis, Politik oder Religion zuordnet. Verweise auf gegensätzliche Bedeutungen oder Zusammengehörigkeiten vereinfachen das Verständnis.   > Beitragsbild: www.studiocarreras.com    

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Minihaus, Minidorf, Miniküche

„Wer fast nichts braucht, hat alles“: An diese Lebenskunst hält sich Horst Eckert – besser bekannt als Janosch – schon immer. Wir können viel von ihm lernen. Zum Beispiel, dass Minimalismus nicht zwingend einen Verzicht bedeutet, sondern auch ein Geschenk sein kann: Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche.   Minihaus „Raum in der kleinsten Hütte, für ein glücklich liebend Paar.“ Mit diesem Vers lässt Friedrich Schiller seinen Jüngling am Bache (1803) enden. Gute 200 Jahre später beschäftigen sich Architekten aus aller Welt mit kleinen Hütten und Minihäusern – nicht ganz so romantisch, aber praktisch und als Antworten auf die Wohnungsfrage unserer Zeit. Dabei wird viel experimentiert. Und was 2012 mit dem One SQM House des Architekten und Hartz-IV-Möbel-Erfinders Van Bo Le-Mentzel in aller Konsequenz auf einer Kreuzberger Brachfläche begann, wächst jetzt vor dem Berliner Bauhaus-Archiv an der Klingel-höferstraße zu einem ganzen Dorf voller gelebtem Wohnminimalismus. Bis zum Frühjahr 2018 sollen insgesamt 20 Tiny Houses gebaut […]

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Minimalismus auf der Wand

Gira E2 flach trägt nur minimal auf Minimalismus in der Architektur hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren, nach wie vor bildet er die Entwurfsgrundlage für viele Architekten. Mit dem Schalterprogramm E2 bietet Gira ihnen nicht nur eine Ausführung in Edelstahl, sondern auch eine Einbauvariante, die sich flach auf der Wand installieren lässt. Mehr Minimalismus auf der Wand geht nicht!   Architekten lieben ihn, seit 1998 gilt Gira E2 mit seiner geometrischen klaren Formensprache als der „Architektenschalter“ schlechthin. Einziger Wermutstropfen bislang: Das Programm war ausschließlich in bruchsicherem und UV-beständigem Thermoplast erhältlich. Jetzt hat Gira den Wunsch vieler Architekten erfüllt und bietet diesen Designklassiker auch in Edelstahl an. Gira E2 gibt es in den Varianten Edelstahl, Reinweiß glänzend, Reinweiß seidenmatt, Aluminium lackiert und Anthrazit. Das komplette Programm wird zudem auch in flacher Einbauweise auf den Markt kommen. Der Schalterrahmen trägt hier lediglich 3 mm auf. Die wandbündige Installation lässt sich mit Hilfe eines entsprechenden Montageverfahrens realisieren. Daraus […]

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Knigge und Respekt

Wissen Sie sich zu benehmen? Von Knigge-Konformität bis Respekt-Reziprozität   Es gibt scheinbar Menschen, die im Wortsinne „anstandslos“ durchs Leben kommen, ohne sich einen Deut um die simpelsten Regeln des höflichen Zusammenlebens zu scheren. Nicht nur der derzeitige US-Präsident macht zweifelhafte Komplimente und weiß nicht, wem er wann (und wo) die Hand hinstrecken soll. Zahlreiche Schauspieler*innen sind für ihr rüpelhaftes Verhalten bekannt – so bezeichnete US-Schauspieler Alec Baldwin seine eigene, 12-jährige Tochter als Schwein (was weit über schlichte Unhöflichkeit hinausgeht). Der „Pop-Titan aus Tötensen“ Dieter Bohlen erklärte einem Kandidaten seiner Castingshow, er habe eine „Ausstrahlung wie eine elektrische Gummiwurst“ (was einer gewissen Kreativität nicht entbehrt). Und Frankreichs raufboldiges Enfant terrible Gérard Depardieu uriniert auch mal mitten im Flugzeug, wenn ihm danach ist, sagt aber fairerweise von sich selbst: „Ich bin ein Monster!“ – zwar in einem anderen Zusammenhang, passt aber auch hier … Da nun diese Personen im öffentlichen Rampenlicht stehen und Klappern zum Handwerk […]

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Minimale Sprache maximale Emotion

  Mit allen schweigenden Dingen zusammen Ihr Wörter Seid einfach da Niemals Dürft ihr schwatzen   Dieses Gedicht des japanischen Schriftstellers und Dichters Tanikawa Shuntarõ findet man in seinem Gedichtzyklus „Die schweigenden Dinge“ aus dem Jahr 1960. Es lässt einen kurzzeitig innehalten und über seine Aussage nachdenken. Ist es nicht wirklich so, dass man oftmals glaubt, mit vielen Worten ließe sich mehr sagen als mit wenigen? Dass es jedoch auch anders geht, zeigt Shuntarõ in seinem 2015 erschienenen, liebevoll gestalteten Gedichtband „minimal“ sehr eindrücklich. Kein Wort in seinen Gedichten ist überflüssig, jedes steht an der richtigen Stelle – an Nüchternheit und Minimalismus wohl kaum zu übertreffen -, und trotzdem ist der Inhalt seiner Gedichte komplex und tiefgründig. Auch Ernest Hemingway braucht nur genau sechs Worte, um eine Geschichte zu erzählen: „For sale: baby shoes, never worn.“ Bei aller Tragik – beeindruckend. Sie zählt zu den kürzesten Geschichten der Welt und ist im Zuge einer Wette […]

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Weniger ist mehr: FSB

Flächenbündige Beschlaglösungen von FSB Es ist kein Ausdruck von Bescheidenheit, wenn FSB seine Beschläge im besten Wortsinne in der Versenkung verschwinden lässt. Der Architekturtrend zur Reduktion sichtbarer Strukturen und einer formalen Integration technisch-funktionaler Elemente wird auch an Türen und Fenstern sichtbar.     Beherrschbare Präzision Gefräste Kantenradien und eine abgestimmte Frässchablone garantieren einen passgenauen Sitz der flächenbündigen Beschläge – und das ohne CNC-Ausstattung. Wie leicht die Montage von der Hand geht, erfahren Sie unter www.fsb.de/flaechenbuendig. FSB setzt mit flächenbündigen Beschlägen in gewohnter Manier Maßstäbe – sei es im gehobenen und designorientierten Innenausbau oder auch im Rahmen von Renovationsprojekten. Ob für leichte, Objekt- oder sogar Feuerschutztüren, ob eckig oder rund: In Kombination mit der für FSB typischen Vielfalt unterschiedlicher Griffdesigns aus Edelstahl, Aluminium oder Bronze setzen Sie puristische Akzente – abgestimmt auf jedes Ambiente. Nahezu alle FSB Türdrückermodelle mit und ohne AGL®-Objektlagerung sind in flächenbündiger Ausführung erhältlich. Im Mittelpunkt steht die passgenaue Montage. Das Einfräsen der […]

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ein siedler

Er ist Eremit, Einzelgänger, Einsiedler. Er opfert bei Sonnenaufgang Reis dem Feuer. Er pflanzt mongolisches Steppengras nach planetaren Rhythmen. Er braucht kein Auto, keinen Strom, kein Smartphone und kein fließendes Wasser, in seinem Reich herrscht Rauch-, Alkohol- und Handyverbot. Friedmunt Sonnemann hat seinen Frieden unter der Sonne gefunden. 50 Kilometer vor Trier trennt seine Königsfarm das Moseltal vom Hunsrück. Hier züchtet er seltene Samen und verkauft sie über die Dreschflegel GbR. Es riecht nach Holz und Lehm. Wer auf dem schlammigen Trampelpfad zum Gemüsegarten ausrutscht, findet sich in der Pflanzenkläranlage wieder. Kot ist Kompost, Urin wird gereinigt – alles biologisch. Nach Abitur und Zivildienst will der junge Friedmunt kein Leben von der Stange. Die Plastik-Gesellschaft mit ihren Engen und Zwängen stößt ihn ab. Freiheitsdrang und Systemskepsis sind den meisten Mittzwanzigern dieser Jahre ein vertrautes Sentiment. Friedmunt meint es ernst. Als seine Altersgenossen die Turntreter gegen bürotaugliche Budapester eintauschen, bleibt er barfuß. „Wenn ich etwas mache, […]

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see you in venice

Vierter BerührungsPUNKTE-Meetingpoint am Canal Grande Zum vierten Mal in Folge stellen die Initiatoren der Kommunikationsinitiative FSB, Gira und KEUCO anlässlich der Architektur-Biennale in Venedig einen Ort zur Verfügung, an dem sich Architekten und Architekturinteressierte treffen können. 2016 besuchten etwa 3.000 Gäste innerhalb einer knappen Woche den Palazzo Contarini Polignac. Dieser liegt unmittelbar am Canal Grande, wenige Meter entfernt von der Accademiabrücke und mit exklusivem Zugang zu einem der schönsten und größten Gärten Venedigs. Auftakt bildet wieder die mittlerweile legendäre Welcome-Party im Rahmen der Preview-Tage vor der offiziellen Eröffnung. Vom 24. bis zum 28.05.2018 ist der historische Palazzo Contarini Polignac von jeweils 9:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Es wird wieder eine Reihe exklusiver Events vor Ort geben, zu denen wir Sie herzlich einladen! Los geht‘s am Abend des 23.05.2018 ab 18 Uhr mit unserer exklusiven Welcome-Party. Sie erwartet wieder ein umfangreiches Programm mit spannenden Vorträgen und Architekturführungen. Unser Shuttle-Service bringt Sie zum Biennale-Gelände und zurück. Während der Öffnungszeiten verwöhnen wir […]

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