Das etwas andere Architekturmagazin: BerührungsPUNKTE. Vielfältige Themen rund um Kunst und Technik, um Historie und Zeitgenössisches, um Theorie und Praxis. Jede Ausgabe ist einem Schwerpunktthema gewidmet, das die Architektur berührt. Das Magazin erscheint seit 2001 zweimal im Jahr und kann kostenlos abonniert werden. Herausgeber ist die Kommunikationsinitiative BerührungsPUNKTE, die für Architekten, Planer und Architekturinteressierte Inspirator und Ideengeber ist. Dahinter stehen die drei Unternehmen FSB, Gira und KEUCO, die mit BerührungsPUNKTE ihre gemeinsame Affinität zu Architektur, Design und Kultur leben und dokumentieren. Lesen Sie die älteren Ausgaben in unserem Archiv oder bestellen Sie kostenlos das BerührungsPUNKTE-Magazin.

 

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Beständigkeit kann assoziiert werden mit Kontinuität und Beharrlichkeit, mit zeitlosen Werten und beharrlicher Ausdauer. Architektur sollte auch immer etwas Beständiges an sich haben – auch wenn wir die Pyramiden mal außen vor lassen. Wie sieht’s denn aus mit der menschlichen Persönlichkeit, der Liebe und dem Bauen? Wann wird Beständigkeit zu etwas Rückwärtsgewandtem, etwas Ruhendem, etwas Altbackenem?

Die Fotostrecke von Johannes Nadeno zeigt eigentlich das Gegenteil von Beständigkeit. Denn das Einzige, was an Halligen beständig ist, ist die Kraft des Wassers, die Heftigkeit der Stürme und der Überlebenswille der dort lebenden Menschen.

Es ist so eine Sache mit der Beständigkeit. Die Architektur-Biennale in Venedig ist auch schon bald wieder vorüber … Was bleibt, sind die persönlichen Eindrücke und Erinnerungen, die Erlebnisse und Begegnungen – in den Giardini, im Arsenale und im BerührungsPUNKTE-Meetingpoint. Peter Reischer schreibt, was bleibt.

Reproduktives Entwerfen? Vier Architekten sind es leid, immer wieder alles neu erfinden zu müssen, wenn es doch so vieles gibt, das sich materiell, formal und funktional bewährt hat. Reproduktion als neue Innovation? Über die acht Thesen ihres Manifests kann man sicher streiten, ihr eigener Anspruch an architektonische Tätigkeit ist auf jeden Fall sehr hoch.

Bis zum 27.11.2016 können die Beiträge der diesjährigen Architektur-Biennale in den Giardini und im Arsenale noch besucht werden. Machen Sie sich also gern noch kurzfristig auf den Weg: Die herbstlich-winterliche Stimmung verleiht der Serenissima immer eine ganz besondere Atmosphäre. Das Wandeln in den dann fast menschenleeren, mehrere Jahrhunderte alten Gassen und die Sorge um die mittlerweile so angegriffene Bausubstanz der Stadt geben in Bezug auf „Beständigkeit“ einmal mehr Anlass zum Nachdenken.

 

Es muss nicht bleiben, was es war: Architekturcomics von Bielefelder Architekturstudenten interpretieren die Moderne neu und begeistern in jeglicher Hinsicht. Die Herangehensweise, sich auf diese Art im Rahmen des Studiums den Architekturikonen zu nähern, sie und ihre Persönlichkeiten und architektonischen Maximen zu deuten und zu interpretieren, ist unterhaltsam, erfrischend und lehrreich zugleich.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Freude mit der Lektüre, bleiben Sie beständig dynamisch und aufgeregt besonnen.

Die Herausgeber

 

 

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Beständigkeit?

Auf der Suche nach einer alten Tugend … „Beständigkeit“: Wann haben Sie diesen Begriff das letzte Mal benutzt? In welchem Zusammenhang? Während uns die schwierige „Nachhaltigkeit“ jeden Tag, also beständig auf die Nerven geht, macht die Beständigkeit sich rar. Kommt so selten vor wie Müttergenesungswerk oder Neigungsehe. Auch das Deutsche Wörterbuch bleibt im Ungefähren und bietet ganze fünf analoge Begriffe: Dauerhaftigkeit, Widerstandsfähigkeit, Ausdauer, Beharrungsvermögen, Treue. – Ulrich J. C. Harz   Was sagt die Generation Y? Wir fragen in der werteorientierten Generation Y, was Beständigkeit noch ausmacht. Laura Zimmermann, 26,  Historikerin, kommt uns auch gleich historisch: „Beständigkeit, das klingt irgendwie nach Klopstock, Kant oder dem alten Fritz: 19. Jahrhundert und ziemlich passé.“ Danke, Laura. Magdalena Düren, 25, Studentin, bringt es auf den Punkt: „Für mich hat das mit Liebe zu tun, mit Treue, Verlässlichkeit, auch eine Ehe ist doch ein Beispiel an Beständigkeit, natürlich nur, wenn sie funktioniert.“ Auf die Beständigkeit der Liebe kommen wir später zurück. Frederik Winterhage, 24, Schauspielschüler, findet den Begriff antiquiert: […]

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Trotzdem bleiben

Hallig Langeneß Was braucht man, um sich täglich denselben Herausforderungen zu stellen? Mut. Entschlossenheit. Oder Sturheit und Trotz. Auf einer Hallig scheinen sich Mensch, Architektur, Tiere und Pflanzen in dieser Hinsicht zu gleichen: Bestand hat hier nur, wer nicht aufgibt. Das Leben auf einer Hallig ist eine Bestimmung, die man zu erfüllen hat. Durch ihre geografischen Besonderheiten werden Halligen bei kleineren und größeren Sturmfluten immer wieder vom Meer überflutet. Gebäude sind deshalb nur auf den sogenannten Warften sicher, künstlich aufgeschütteten Hügeln. Außer Regenwasser gibt es kein natürliches Süßwasser. Johannes Nadeno fotografierte die Hallig Langeneß im nordfriesischen Wattenmeer. Neben dem Reiz dieser weltweit einzigartigen Landschaft wird das Extreme sichtbar, die starke Präsenz des Meeres, das an allem zerrt. Geduckt, fast trotzig: Wohnhäuser und Kirche sind nur auf dem höchsten Punkt der Hallig sicher – da Halligen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen, wird alles andere regelmäßig überflutet. Hallig Langeneß ist eine eigene kleine Welt in der  Nordsee – nur wenige Kilometer vom Festland entfernt, aber doch ganz auf sich […]

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Was unserer Natur entspricht

Bei dem neuen Badeinrichtungskonzept EDITION LIGNATUR treffen Massivholzmöbel von TEAM7 auf die Badkompetenz von KEUCO. „Es ist unsere Natur, hochwertige Badkonzepte zu entwickeln.“ Die Beständigkeit der Natur spielt bei der neuen EDITION LIGNATUR von KEUCO eine tragende Rolle. In Kooperation mit dem Massivholz-Möbelhersteller Team7 hat KEUCO eine komplette Badeinrichtung entwickelt, die die Faszination und Liebe zu dem Rohstoff Holz in jedem Möbelstück widerspiegelt. „Design folgt nicht nur der Funktion – sondern häufig auch dem verwendeten Material. Genauer gesagt: dessen spezifischen Eigenschaften und Besonderheiten“, sagt Designer Dominik Tesseraux, der die EDITION LIGNATUR für KEUCO entworfen hat. Der skulpturale und architektonische Charakter der Möbel setzt die Hölzer mit ihrem Farbschimmer und den individuellen Zeichnungen effektvoll in Szene. Designorientiert modern und doch auf den beständigen Wurzeln des Materials ruhend: Das ist die EDITION LIGNATUR von KEUCO.   Unikate aus Holz für das Bad Möbel aus reinem Naturholz sind etwas ganz Besonderes. Das sieht man, das riecht man, das fühlt man. Das Unternehmen TEAM7 aus Österreich produziert schon seit mehr als fünf Jahrzehnten Massivholzmöbel für alle Bereiche des Hauses. Nur […]

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Reproduktives Entwerfen

An beständigen Werten festzuhalten kann auch innovativ sein. Was heißt Beständigkeit in der Architektur? In welchem Bereich impliziert der Begriff etwas Positives, in welchem etwas Starres? Das Wort wiegt schwer, klingt ermahnend, ein bisschen nach Stillstand, aber auch nach wertvoller Kontinuität. Ist Architektur – ein Gebäude – beständig, solange es unverändert besteht? Mit wie vielen Eingriffen verliert es die Beständigkeit? Wann wird es zu einem Spielball der Geschmäcker, wann zu einem Beleg des bewegten Lebens? Besteht ein Gebäude auch über seine dingliche Existenz hinaus noch weiter, weil ja die Geschichten, die dort geschrieben, die Kinder, die in ihnen geboren wurden, die graue Energie, die in ihnen steckte, noch kursieren? „Einige immer wiederkehrende Fragen und Formen haben Bestand. Denn diese haben sich bewährt unter sich wandelnden Bedingungen. Wir meinen, dass ihnen dadurch eine über die Zeit hinaus gegebene Qualität innewohnt.“ So sprechen vier Architekten, die 2014 anfingen, sich mit genau dieser Thematik zu befassen. Georg Ebbing, Moritz Henkel, Ulrich […]

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Ambiente als Programm

Schalterprogramm Gira E3 Neues Design für das Gira System 55 Mit Gira E3 wird das bestehende funktionsreiche Gira System 55 um eine neue Formensprache mit eigenständiger Farbwelt erweitert. Im bewussten Kontrast zur geradlinigen, formstrengen Linie E2 setzt Gira E3 auf eine weiche Formensprache. Sanft abgerundete Konturen sowie die Soft-Touch-Oberflächen der Deckrahmen geben damit der modernen Gebäudetechnik ein ebenso zeitgemäßes wie sympathisches Gesicht. Dazu passt die eigenständige Farbwelt der Deckrahmen: eine exklusive Kollektion dezenter und warmer Grau- und Brauntöne, die Gira mit Hilfe des NCS-Farbsystems (Natural Colour System®©) entwickelt hat. Die Deckrahmen mit der Soft-Touch-Oberfläche und den dezenten Farbtönen sind alle je nach Belieben entweder mit Einsätzen in Reinweiß glänzend oder Anthrazit kombinierbar. Einzige Ausnahme in diesem harmonischen Prinzip ist die puristische Variante, die ausschließlich in Reinweiß glänzend auftritt. Weil auch Gira E3 für das System 55 entwickelt wurde, bietet es schon heute mehr als 300 Funktionen der intelligenten Gebäudetechnik. Umgekehrt wird mit diesem Schalterprogramm ein neues Kapitel zur Erfolgsgeschichte des Gira System 55 hinzugefügt. Denn die Idee dahinter überzeugt nach wie vor: Das markante Quadrat mit 55 mm Kantenlänge bildet das Grundmaß […]

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Gestaltung erleben

Mit dem faszinierenden Feature „Augmented-Reality-Modus“ können Nutzer durch ihre Smartphone- oder Tabletkameras erleben, wie die Gira Schalterprogramme in realer Umgebung wirken. Gira Designkonfigurator: jetzt mit Augmented-Reality-Funktion Jeder, der professionell im Neubau oder in der Renovierung plant, weiß schon ganz früh, wie es am Ende aussieht und optisch wirkt. Das gilt auch für die Elektroinstallation. Dazu brauchen Architekten und Planer Phantasie und Erfahrung. Und den Gira Designkonfigurator. Denn mit diesem Online-Werkzeug lassen sich die Rahmenvarianten aller Gira Schalterprogramme mit ausgewählten Funktionen in den verschiedenen Farben und Materialien kombinieren. Besonders spannend wird das bei der Schalterserie Gira E3, die auf eine weiche Formensprache mit sanft abgerundeten Konturen setzt und ab Oktober 2016 erhältlich ist.  Der neue, faszinierende Modus „Live View“ nutzt die Kamera eines Smartphones oder Tablets und zeigt, wie ausgewählte Designvarianten in der realen Umgebung wirken. Mit diesem Augmented-Reality-Modus – dieser „erweiterten Realität“ – können Schalter und Steckdosen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Neben der Farb- und Oberflächenwirkung kommt hierbei der räumliche Eindruck besonders gut zur Geltung. So entsteht ein realistisches Bild, das Architekten ganz einfach […]

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Zeiten(w)ende in der Architektur

„Architektur gibt den Orten, an denen Menschen leben, eine Form. Solange diese Form nicht die Basisbedürfnisse eines Großteils aller Menschen auf der Welt abdecken kann, ist das Entwerfen von Architektur nur Unterhaltung.“ – Alejandro Aravena, Venedig 2016 Die Architektur-Biennale in Venedig gibt immer – mit ihrem Thema – die Richtung für die nächsten Jahre in der Architektur vor. Mit „Reporting from the Front“ bringt der chilenische Architekt und Kurator Alejandro Aravena die Architektur endlich dorthin, wo sie schon lange sein sollte: in die wirkliche Realität, an die Front zu den Menschen. Und ein Bericht von der Front muss immer aktuell sein, er muss den Krieg – bildlich gesprochen – in diesem Fall mitbringen, er muss auch „in der Zeit“ sein. Deshalb sind manche Aussagen, Bilder und Beiträge in Venedig auch (fast) schmerzlich, sie führen zum Versuch des (nur) oberflächlichen Betrachtens, des Verdrängens, das Abhakens. Eine Vorgehensweise, die zwar im psychologischen Sinn verständlich, jedoch im Sinne einer systemischen Aufarbeitung falsch ist. Mehrere Kuratoren vor ihm hatten sich schon an eine […]

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Mille grazie…

Zum dritten Mal reizvoll, überraschend, faszinierend und beständig überwältigend Vielen Dank für die wunderbare Zeit mit denen von Ihnen, die in Venedig den Weg zu uns gefunden haben. Fast 3.000 Architekten und Architekturinteressierte haben uns besucht und diesen besonderen, geschichtsträchtigen Ort, unseren Service und das vielseitige Programm genutzt. Wieder war von allem etwas dabei: Das Kuratorenteam des deutschen Beitrags war zu einer Diskussionsrunde in unserem Bibliotheksraum, die Schatzkammer hat geheimnisvoll unterhaltsame Details der drei Firmen FSB, Gira und KEUCO preisgegeben, die Fahrten mit den Wassertaxen auf dem Canal Grande zum Biennale-Gelände wurden mit allen Sinnen genossen, und das Verweilen im Palazzo, dem Steingarten und dem großen Rosengarten direkt nebenan wurde dankbar ausgekostet. Für das BerührungsPUNKTE-Team und die Vertreter von FSB, Gira und KEUCO waren es wieder einmal unvergessliche Tage mit tollen Begegnungen, wunderbaren Gesprächen und geprägt von einer großen Freude darüber, mit Ihnen dieses Architekturereignis so zu erleben. Stöbern Sie doch in unseren Blogartikeln, in denen wir seit der Eröffnung die verschiedenen Biennale-Beiträge vorstellen, dort finden Sie in den Bildergalerien umfangreiche Fotodokumentationen unserer Veranstaltungen. Wie viele von Ihnen freuen […]

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Bestand: Zeitgemäß!

Seit dem 5. April 2016 hat Suhl offiziell ein neues Haus der Wirtschaft. Die IHK als Bauherr möchte den Neubau im Herzen Suhls nicht nur als eigenen Standort, sondern „auch als Anlaufpunkt für die Wirtschaft allgemein“ verstanden wissen und setzt so ein Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Auf der Fläche des zu DDR-Zeiten erbauten Kulturhauses ist durch Rück- und Neubau ein moderner viergeschossiger Bau aus Glas, Stahl und Beton entstanden, der sich sowohl funktional als auch gestalterisch in die drei Teile Bürogeb.ude, Konferenzbereich und Parkhaus gliedert. Das über zwei Stockwerke gehende Parkhaus schultert als Sockel sowohl den viergeschossigen Büroteil als auch den eingeschossigen, nördlich angrenzenden Konferenzbereich. Formal wird die Dreigliederung des Gebäudes durch Materialwechsel betont. Markant tritt der Bau durch seine auskragenden und dabei aus der Parallele herausgedrehten Geschosse und Dachscheiben hervor. Die gegeneinander verdrehten Geschosse führen Fluchten des umgebenden Bestands fort und schaffen so ein organisches Gewebe, in dem neue Architektur und das unter Denkmalschutz stehende Ensemble „Bahnhofstraße“ selbstverständlich ihren Platz haben. Die Glasfassaden ermöglichen weitflächige Einblicke in das Foyer des Hauses und betonen damit dessen öffentlichen Charakter. Andererseits […]

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Bonn baut beständig

Der Architekt Karl-Heinz Schommer betreibt gemeinsam mit seiner Tochter Laura Schommer-Wolstein das bekannte Architekturbüro in Bonn. Für den Bau des Kameha Grand Hotel am Bonner Bogen wurde er mit dem Mipim Preis, dem sogenannten „Oscar der Immobilienbranche“, ausgezeichnet. Wir haben ihn in seinem Kreativzentrum getroffen und mit ihm über das Thema Beständigkeit gesprochen. Herr Schommer, wie stark denken Sie an Beständigkeit in Ihrer Architektur? Alle Projekte gehen wir mit möglichst viel Kreativität und Mut an. Dabei ist es für uns parallel jedoch gleichzeitig ein übergeordnetes Ziel, dass unsere Architektur auch in Jahrzehnten in ihrem Umfeld als spannend und bereichernd erlebt wird. Insofern ist für uns Beständigkeit eine Grundvoraussetzung unseres Planens. Wie zeitlos kann man Ihrer Auffassung nach bauen? Würden Sie Architektur als Kind der Mode bezeichnen? Unsere Architektur reagiert immer individuell auf die jeweilige Aufgabe. Zunächst gilt es, den sogenannten „Genius loci“ eines Ortes zu erfassen und hierauf städtebaulich und architektonisch eine gute Antwort zu geben. Das Wort „Mode“ kennen wir nicht. Es gelten Kriterien wie Funktionalität, Blickbeziehung, Sonnenausrichtung, Nachbarschaft, Wohlfühlen in den verschiedensten […]

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Werkbundstadt Berlin

Wohnformen der Zukunft Ein zeitgemäßes Modell für städtisches Leben Fast 100 Jahre nach der Entstehung der berühmten Werkbundsiedlung in Stuttgart- Weißenhof entsteht im Herzen Berlins eine WerkBundStadt. Ein wegweisendes urbanes Quartier zum Wohnen, Leben und Arbeiten in der Hauptstadt, das neue Impulse für die Stadt der Zukunft liefern soll. Während in Stuttgart seinerzeit 33 Häuser mit 60 Wohnungen entstanden, erschaffen in Berlin 33 Architekten auf einer fast gleich großen Grundstücksfl.che ein neues Quartier mit 1.200 Wohnungen, unterstützt von 33 Unternehmenspartnern, Gestaltern und Freiraumplanern. Mit der Werk- BundStadt Berlin stellt sich der Werkbund erneut der Frage nach der architektonisch angemessenen Form eines zeitgemäßen Wohnquartiers. Mehr denn je ist der Wohnort des modernen Menschen die Stadt, in der er Teil eines Kollektivs ist und dennoch die Möglichkeit hat, sich als Individuum abzugrenzen. Er lebt und arbeitet im urbanen Kontext und kann sich sozial wie kulturell entfalten. Die Stadt ist ein unerschöpfliches Thema für utopische und wegweisende Planungen. Dabei ist die Suche nach der idealen Stadt auch stets eine Suche nach der idealen Gemeinschaft. Das Wohnhaus als konstituierendes Element der Stadt prägt deren […]

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Mies trifft Zaha

Es muss nicht bleiben, was es war: Architekturcomics interpretieren die Moderne neu Freihandzeichnen im Architekturstudium kann auch anders aussehen: Studierende der Fachhochschule Bielefeld haben Comics erstellt, die sich mit den Architekturikonen der Moderne auseinandersetzen. Diese kommen in den Geschichten allerdings ganz zeitgemäß daher. Die Geschichten sind erfunden, basieren aber auf einer eingehenden Recherche. Daraus sind starke Zeichnungen entstanden, die die Inhalte anekdotisch illustrieren: die Ideologien, die Bauten, die Protagonisten und ihre Schicksale. Vergangenheit und Gegenwart treffen dabei aufeinander und verzahnen sich. So trifft Mies van der Rohe zum Beispiel auf einen Bau von Zaha Hadid – und ist sichtlich verwirrt. Die studentischen Autoren kombinieren dabei ganz unbefangen historische Fakten mit erfundenen Ereignissen. Dadurch entstehen „schräge“ Storys und witzige Momente – man spürt, dass die Studenten unter der Leitung ihrer Professorin Rouli Lecatsa am Lehrstuhl Freies Gestalten Spaß an der Sache hatten. Dahinter steckt eine intensive Arbeit: die Beschäftigung mit der Moderne, die Konzeption von Szenen-Scripts und die Entwicklung von zeichnerischen Figuren und Texten. Durch die Comics wird ein klassisches, beständiges Medium der Architekturwelt neu entdeckt: die Zeichnung. Jenseits […]

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