Der Meetingpoint für Architekten anlässlich der diesjährigen Architektur-Biennale war wieder ein zentraler Treffpunkt für die Biennale-Besucher der ersten Stunde.

Was vor zwei Jahren noch für eine große Überraschung sorgte und doch in großem Maße angenommen wurde, war in diesem Jahr ein Heimspiel. Lautete die Verabschiedung 2012: „Es war toll hier – hoffentlich sehen wir uns in zwei Jahren wieder an diesem herrlichen Ort“, so begrüßte man sich ab dem 5. Juni 2014 mit großem Hallo und genoss das Wiedersehen mit allen mehr oder weniger bekannten Gesichtern. 1.300 Architekten, Architekturinteressierte, Pressevertreter und Kulturschaffende besuchten den magischen Ort am Canal Grande und nutzten den Service der BerührungsPUNKTE- Initiatoren. Die Architektenberater und Außendienstler von FSB, Gira und KEUCO hießen ihre Gäste herzlich willkommen.

Die Begegnung war das Ziel

Während bei Rem Koolhaas die Architektur im Mittelpunkt stand – und nicht die Architekten –, so verhielt es sich im Palazzo genau anders herum. Hier waren die Gäste die Protagonisten – Architektur und Produkte waren zweitrangig. Es ging um die Begegnung, die Biennale, die Erlebnisse und die Eindrücke, die für abendfüllenden Gesprächsstoff sorgten. Am ersten wie am siebten Tag. Dann erst durften alle wieder ruhen und schweigen und den kleinen Architekten ansehen und in Erinnerungen schwelgen: „Hoffentlich in zwei Jahren wieder …!“

Es wurde gefeiert …

Die Welcome-Party am ersten Abend begann mit einer Menschenschlange um zwei Häuserecken in der engen Gasse hinter dem Palazzo. Gut gelaunte, neugierige, casual-festlich gekleidete BerührungsPUNKTE-Gäste warteten auf ihren Einlass um Punkt 18 Uhr. Obwohl die Previewtage erst am nächsten Tag begannen, fanden sich mehr als 300 Architekten und Freunde ein, um den Beginn der Biennale zu feiern. Am ersten offiziellen Biennale-Tag lud der BDA zum großen Fest ein und BerührungsPUNKTE richtete es aus. Zu beiden Festen musste die Voranmeldung lange vorm Biennale-Beginn gestoppt werden – die Nachfrage war zu groß. 570 Gäste wurden  an diesem (nach 2012) zweiten BDA-Abend gezählt.

Unsere Gäste waren u.a.:

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Heiner Farwick (Präsident des BDA), Udo Brechmann (Geschäftsführer FSB), Gunther Adler (Staatssekretär des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)

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Edeltraud Jauster und Holger Rübsamen

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Simeon Heinzl und Elke Reichel

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Anne und Richard Schmalöer

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Eva und Ansgar Schulz

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Harald Thomä und Prof. Christoph Mäckler

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Savvas Ciriacidis und Alex Lehnerer (Generalkommissare Deutscher Pavillon), Ulrich Müller

 

 

Es wurde geforscht…

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Als wandelndes Kunstgeschichts- und Architekturlexikon, als Geschichten- und Legendenerzähler und leidenschaftlicher Venedig-Kenner zog Dario Malagutti die Palazzo-Besucher in seinen Stadtführungen und mit seinem Vortrag in den Bann.  Als freier Architekt arbeitet er seit dem Jahr 2000 mit Bauverbänden, Architektenkammern, Architekturfachzeitschriften und anderen Kulturträgern zusammen und initiiert Fachexkursionen, Vorträge und Workshops mit dem Schwerpunkt italienische Architektur und Städtebau. Wie wurde diese einzigartige Stadt Venedig gebaut, was hat es mit den Mythen um ihre Erbauung auf sich, welche Probleme bringt der Massentourismus mit sich, die (Ab-)Wasserversorgung, das Mose-Projekt, das Venedig vor einer Überschwemmung bewahren soll? Nur noch 60.000 Menschen leben im Zentrum von Venedig, es gibt viele Leerstände, Venezianer, die sich aufgrund eines radikalen Abverkaufs eine Bleibe im Herzen Venedigs nicht mehr leisten können, ziehen aufs Festland.

Wenn man mit Dario Malagutti so durch die Straßen wandelt und an jeder Ecke mit einer wagemutigen Legende, einer herzzerreißenden Liebesgeschichte oder einer hanebüchenen politischen Hintergrundinformation den Blick auf diese Stadt präzisiert, vergisst man die Zeit und die wehen Füße und ist manchmal sehr berührt, weil dieser Sadt so viel Leid widerfährt. Dario Malagutti berichtete über das Leben berühmter Schriftsteller in oder aus Venedig (Jean Paul Sartre, Thomas Mann, Lord Byron, Ernest Hemingway und andere), zitiert sie aus dem Stegreif und geht zielstrebig strammen Schrittes weiter – ohne Hetze. So nah dran an diese Stadt kommt man selten ohne jemanden wie Dario Malagutti.

Treffpunkt war der Palazzo-Garten, bevor es auf den abendlichen Spaziergang durch Venedig mit Dario Malagutti ging … mehr dazu.

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An einigen Abenden fanden im Palazzo informative und unterhaltsame Vorträge statt: u.a. ein Vortrag des Künstlers Ottmar Hörls, dem Erschaffer von #derArchitekt

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Es wurde „gefrotzelt“

Das Wetter, der Garten, das neue Ausstattungskonzept mit „der längsten Theke Venedigs“ … alles wie bestellt. Die Wassertaxen standen bereit, der Aperol-Sprizz war gekühlt, das venezianische Servicepersonal wie immer leicht brömmelig – wie gehabt. Die Akkreditierungen verliefen reibungslos, die Eintrittskarten lagen bereit, und die 1.000er Architektenschaft glänzte in ihrem Hochregal in der Sonne. Viele wollten ihn haben, diesen kleinen goldenen Mini-Architekten des Künstlers Ottmar Hörl. Und fast alle bekamen ihn, nahmen ihn mit und viele beteiligten sich mit großer Kreativität am Fotowettbewerb #derArchitekt.

Ottmar Hörl spickte seinen Vortrag mit trockenem Humor und sprach überaus unterhaltsam über sich, sein Werk und sein „Jüngstes“. Doch die Gäste mussten sich gedulden – eine Nacht war den kleinen Männlein noch im Palazzo sicher. Der Fotowettbewerb über Facebook, dessen Preis, eine Venedig-Reise zur Kunst-Biennale im kommenden Jahr an studioweissschwarz ging, war mit 150 Teilnehmern, 130 eingereichten Bildern und über 850 Likes mehr als erfolgreich. Wo steht er denn jetzt bei Ihnen?

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schoen-waers_22schoen-waers_23schoen-waers_24Das Gewinnermotiv #ARCHITEKTUR ZIRKUS wurde von Andreas C.F. Siegmund, Geschäftsführer des Berliner Büros studioweissschwarz, eingereicht. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Patrick de Silva besuchte Andreas C.F. Siegmund den BerührungsPUNKTE-Meetingpoint in Venedig und setzte Ottmar Hörls Skulptur in Szene.

studioweissschwarz ist ein junges, integratives Studio an der Schnittstelle von Architektur, Design, Kommunikation und Strategie. Die Vision des Studios ist das Gestalten ganzheitlicher Lebensräume, die der neuen Gegenwart gerecht werden und sich vorausschauend den zukünftigen Ansprüchen stellen.