Neues Gymnasium Bochum

Bereits im Jahr 1632 hat es der Philosoph und Pädagoge Comenius in seiner „Großen Didaktik“ betont: „Die Schule selbst soll eine liebliche Stätte sein, innen und außen eine Augenweide.“

lugr_02Seither haben sich Theoretiker wie Architekten immer wieder für bewusst „pädagogische“ Konzepte des Schulbaus eingesetzt. Kaum einer mag noch bestreiten, dass der gestaltete Raum Einfluss auf den Menschen nimmt. Während deshalb manche das Schulgebäude sogar als „dritten Lehrer“ bezeichnen, ist vielen Schulen diese Erkenntnis auch heute noch nicht anzusehen.

Gemeinsam mit dem Büro Hascher Jehle Architektur hat man für das Neue Gymnasium in Bochum ein Konzept entwickelt, das sowohl eine einladende, motivierende Architektur verwirklicht, gleichzeitig aber auch technisch auf der Höhe der Zeit ist. In vielen Aspekten nimmt das Gebäude traditionelle, beispielsweise durch die Reformpädagogik bekannte Forderungen an einen guten Schulbau auf. Die künstlerisch gestaltete Fassade bringt Farben ins Spiel und zeugt von den Grundideen der Schule. In den Sprachen Deutsch, Englisch und Latein ziehen sich die ersten Worte der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte über die Wand des gesamten Gebäudes: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Demokratische Techniklugr_03

Besonders stolz kann die Schule auf ihre multimediale Innenausstattung sein. Hier wird deutlich, dass am Planungsprozess alle „Betroffenen“ mitgewirkt haben. Eine demokratische Schule in einer demokratischen Welt. Während die Kreidetafeln durch moderne, wahlweise als Schreib- oder Projektionsfläche nutzbare weiße Tafeln ersetzt wurden, dienen wiederbeschreibbare kleinere Tafeln in den Klassenräumen der verstärkt gewünschten Gruppenarbeit. Ein Selbstlernzentrum bietet Computer und Tische für die Arbeit in der Gruppe oder allein. Auf den großzügigen Flächen des Atriums laden auf mehreren Ebenen rote Zweisitzer mit Tisch – Picknicks genannt – und aufgrund ihrer Form Donut getaufte Gruppensitzplätze zum flexiblen Arbeiten und Kommunizieren während der freien Stunden ein. Das Neue Gymnasium Bochum tritt mit seinem variabel nutzbaren und technisch hervorragend ausgestatteten Bau in die Fußstapfen der Kultur von Open Offices und flexiblen Bürolandschaften.

isis® T300 Zutrittsmanagement

Was die Ausstattung von Türen und Fenstern angeht, hat man sich beim Neuen Gymnasium Bochum für aktuellste Technik entschieden. Durch den Einbau des  elektronisch organisierten Zutrittskontrollsystems isis® T300 von FSB kann leicht auf Schlüsselverluste oder veränderte Zugangsberechtigungen reagiert werden. Gerade in öffentlichen Schulen, in denen neben dem normalen Schulbetrieb auch Sport- und Musikvereine ein- und ausgehen und somit viele Zugangsberechtigungen an unterschiedliche Nutzer vergeben werden müssen, lohnt sich der Einsatz von elektronischen Schließsystemen auch finanziell. Die Bochumer Entscheidungsträger sind mit diesem Konzept klar ihrer Zeit voraus. Im Schulbau ist diese Technik bei Weitem noch nicht Standard, sondern setzt sich erst allmählich durch. FSB hat mit den isis®-Systemen eine Lösung erarbeitet, die sich von anderen Produkten dieser Art durch ihre Einfachheit und Kompaktheit abhebt: Über eine Leseeinheit unterhalb des Türdrückers kann die Tür nach Identifizierung sofort über die Türklinke geöffnet werden. Gerade für viel genutzte Türen wie Schultüren eignet sich das FSB-System wegen seiner berührungslosen Bedienung und seiner kurzen Ansprechzeiten hervorragend.

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Ein Designklassiker aus „Rundrohr“ als isis® T-Systemlösung. Zugelassen nach DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) – wie auch die Modelle 1053, 1117, 1045, 1119, 1146 und 1160 von FSB.

Ein besonderer Vorteil von isis® T300 als elektronischer Zugangslösung besteht auch darin, dass in der gesamten Schule, also für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche, das gleiche Schließkonzept genutzt werden kann. Der Einbau der Elektronik fällt bei den Griffen äußerlich kaum ins Gewicht. Die eingesetzten Tür- und Fenstergriffe FSB isis® T300 25 1070 und FSB 34 1070, die mit ihrer Rundstabkonstruktion spätestens seit den 70ern wahre Design-Klassiker sind, passen mit ihrem zeitlosen Aussehen und ihrer defensiven Gestaltung (entsprechend der DGUV, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) gut in das Umfeld Schule.

Die Architekten Hascher und Jehle haben für ihr Neues Gymnasium Bochum den im vergangenen Jahr zum zweiten Mal ausgelobten Schulbaupreis Nordrhein-Westfalen 2013 gewonnen.