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Willkommen in unserer Rubrik „Venedig von A bis Z“. Um Ihnen die Zeit bis zum Biennale-Start zu versüßen – und damit Sie beim Besuch unseres Meetingpoints bestens mit umfassendem Venedig-Wissen ausgestattet sind – stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen und Monaten unser Venedig-ABC vor. BerührungsPUNKTE macht sich auf die Suche nach den kleinen, feinen Besonderheiten der Serenissima und stellt sie informativ, übersichtlich und unterhaltsam für Sie bereit.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Z wie …

… wie Zecca

Denar_Heinz-Joachim Krenzer-GemeinfreiDen Namen Zecca trägt zugleich die Münzprägestätte Venedigs und ein Gebäude, das sich in der Nähe des Dogenpalasts befindet. Das Gebäude ist Teil der Biblioteca Nazionale Marciana und wurde zwischen 1536 und 1545 errichtet. Der Plan war, dass es zum Sitz der Münzprägestätte wird, doch der eigentliche Prägevorgang ging unter den Arkaden im Innenhof vonstatten. Baumeister war Jacopo Sansovino, der dadurch sehr berühmt wurde. Die venezianische Zecca erhielt erst im 12. Jahrhundert durch den Silbergrosso größere Bedeutung. Zwar zirkulierten Münzen bereits zur Zeit Ludwigs des Frommen, aber gegen Ende des 9. Jahrhunderts hatte der Denar nur noch regionale Bedeutung.Zecca © Nino Barbieri1284 kam zu den Silbermünzen noch der Golddukaten hinzu. Die Münzprägeanstalt Zecca hatte zudem noch andere Funktionen. Sie übernahm die Aufgaben Depositen zu verwalten, wie einige andere Institutionen, wie die Camera del frumento, die für Getreide- und Weizenkäufe zuständig war. Dabei konnten hohen Summen, auch von ausländischen Potentaten, deponiert werden. Während der Belagerung von Candia war es für Familien möglich sich für 100.000 Dukaten den Adelstitel zu kaufen. Davon wurden 40.000 in Form von Depositen bei der Zecca angelegt.

Zecca © Nino Barbieri