Bis zum 24. September verbreitet die Ruhrtriennale ihre Botschaft In alten Industriedenkmälern im Ruhrgebiet. Untermalt mit Schauspiel, Tanz, Theater, Musik und interessante Installationen soll an die Willkommenskultur vor einigen Jahren erinnert werden.

Zum 15ten Mal wurde am 13. August die Ruhrtriennale eröffnet, ein Festival der Künste, das Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Installationen und Musik zeigt. Unterschiedliche kreative Ideen werden bis zum 24. September im ganzen Ruhrgebiet präsentiert. Uraufführungen, Weltpremieren und neue Werken lassen ehemalige Kraftzentralen, Kokereien, Maschinenhäuser und Bergwerk Standorte in einem einzigartigen Licht erstrahlen. Der traditionelle Industriecharakter untermalt die Aufführungen und Installationen.

Erinnern Sie sich an die Zeit, in der Flüchtlinge mit Willkommensplakaten begrüßt wurden? In der Brüderlichkeit, Gleichheit und Freiheit noch großgeschrieben wurde? An diese Willkommenskultur möchte die Ruhrtriennale erinnern. Das Motto „Seid umschlungen“ symbolisiert die Geste der Umarmung, die den Kopf und das Herz öffnet. Diese Aufgabe soll die Kunst während des Festivals übernehmen.

Eine der Installation ist „well,come“, ein Raumexperiment im Dortmunder Hafen. Es beschäftigt sich mit Wanderungsbewegungen, getrieben von Krieg und dem ökonomischen Überlebenskampf. Auch die anwachsenden globalen Ströme an Rohstoffen, Daten, Finanzen und Waren sind Thema der Installation. Auf dem Gelände des SAZ ist die begehbare mobile Stahlskulptur mit Videoinstallation aufgebaut.

Das Publikum wird mit einer Sound- und Videoperformance in die Welt der Ströme entführt. Samstags und sonntags können die Besucher sogar an einer Kunstfahrt teilnehmen, in der sie in die Luft gehoben werden, direkt unter das Dach der Werkhalle. Die Stahlinstallation lehnt sich an die Güter, die global in Bewegung sind an, aber auch an die Menschen, die migrieren oder einreisen, Geschäfte machen oder auf der Flucht sind.

Bild: „well, come“ © Urbane Künste Ruhr