Willkommen in unserer Rubrik „Rewind“. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von BerührungsPUNKTE möchten wir Sie in den kommenden Wochen und Monaten mitnehmen auf eine spannende Zeitreise – Wir blicken gemeinsam zurück auf die vergangenen 20 Jahre und stellen Ihnen unterhaltsam und informativ die wichtigsten Ereignisse aus unterschiedlichen Bereichen vor. Machen Sie sich bereit und begeben Sie sich zurück ins Jahr 2005.

2005 – Zweiter BerührungsPUNKTE Messestand auf der BAU 

Es ist wieder Messe in München – BerührungsPUNKTE hat die Idee der 18 kleinen Kugeln weiterentwickelt zu drei hängenden, 4 Meter überspannenden Halbkugeln, die diesmal zum Untertauchen einluden. Darüber hinaus sorgten das FSB-Klinkenorakel, Glückskekse aus dem KEUCO-Handtuchspender und astrologische Botschaften aus der GIRA-Sprechanlage für Interaktionen mit den Besuchern und ein besonderes Messeerlebnis. Doch auch nach der Messe sollten die Kugeln Verwendung finden, so dass ein Wettbewerb die unterschiedlichsten Ideen lieferte: angefangen bei einer Hörmuschel für Kindergärten bis hin zu einer Parkleuchte mit Sitzgruppe waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt. 

Schillerjahr 2005

„Ich habe die Menschen gesehen, ihre Bienensorgen, und ihre Riesenprojekte – ihre Götterpläne und ihre Mäusegeschäfte, das wunderseltsame Wettrennen nach Glückseligkeit“. (Schiller, Die Räuber, 1781)

Friedrich Schiller starb am 09. Mai 1805 in Weimar – anlässlich seines 200. Todestages gab es 2005 in ganz Deutschland viele Filme, Theaterstücke, Ausstellungen, Thementage und Lesungen, die sich mit dem Leben und den Werken des Dichters und Philosophen beschäftigten. In diesem Rahmen fand auch die große Gedenkausstellung „Götterpläne und Mäusegeschäfte“ im Schiller-Nationalmuseum Marbach am Neckar statt, die rund 230 Ausstellungsstücke aus dem Nachlass Schillers präsentierte. Der Name der Ausstellung geht zurück auf das oben genannte Zitat des Karl Moors aus Schillers berühmten Dramas „Die Räuber“ und spiegelt die zwei extremen Pole seines Lebens wider: das Philosophieren über das menschliche Sein und die Sorgen des ganz „normalen“ Alltags. In diese zwei Pfade war auch die Ausstellung gegliedert, denn der Besucher konnte zwischen dem Weg der „Götterpläne“ oder dem der „Mäusegeschäfte“ wählen. Wer auch im Jahr 2018 mehr über Friedrich Schiller erfahren möchte, kann Schillers Wohnhaus in Weimar besichtigen, an dessen Nordseite sich auch das Schiller-Museum mit drei großen Ausstellungsräumen befindet.

 

Eröffnung MARTa Herford

Als eines der ungewöhnlichsten Museumsbauwerke weltweit öffnete das Museum MARTa in Herford am 7. Mai 2005 feierlich seine Türen. Der Architekt Frank Gehry schuf ein Gebäude, das dank der asymmetrischen Formgebung und dem Zusammenspiel von rotem Klinkerstein und Edelstahl wie eine riesige Skulptur erscheint. Gleichzeitig soll die geschwungene Dachlandschaft den angrenzenden Flusslauf der Aa widerspiegeln. Den Kern des Gebäudes bildet die ehemalige Textilfabrik der Firma Ahlers, deren Grundstruktur weitgehend unverändert blieb. Neben den fünf Galerien, die eine Ausstellungsfläche von rund 2500 qm besitzen, umfasst das Museum für zeitgenössische Kunst die lichtdurchflutete Kupferbar mit Außenterrasse am Wasser sowie ein Veranstaltungsforum. Der Name MARTa setzt sich übrigens zusammen aus den Teilen „M“ für Möbel, „art“ für Kunst und „a“ für Ambiente oder Architektur.

 

 

 

Feierliche Einweihung der Dresdener Frauenkirche

© Carsten Pietzsch

Nach mehr als 60 Jahren wurde die wiederaufgebaute Dresdner Frauenkirche am 30. Oktober 2005 feierlich eingeweiht, nachdem sie am 15. Februar 1945 während des Zweiten Weltkriegs bei einem Luftangriff zerstört wurde. Die Bürger der Stadt bepflanzten den dadurch entstandenen Trümmerberg mit Rosen, so dass die Ruine der Frauenkirche lange Zeit als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung galt. Dank vieler Spendengelder und den Zuschuss von Bund, Land und Stadt konnte im Jahr 1994 dann der Grundstein für den Wiederaufbau gelegt werden, der 1996 unter dem Baumeister Eberhard Burger begann und bis 2005 andauerte. Entstanden ist eine prachtvolle Kirche, die als Zeugnis des protestantischen Sakralbaus gilt und eine der größten steinernen Kirchenkuppeln besitzt. An der Zeremonie zum Wiederaufbau nahmen rund 1.700 geladene Gäste teil und der damalige Bundespräsident Horst Köhler nannte die neue Frauenkirche ein Werk der Versöhnung und eine Mahnung zum Frieden. Auch Ehrengäste wie Angela Merkel, Gerhard Schröder und Roman Herzog waren bei diesem Ereignis anwesend – zusammen mit weiteren 60.000 Menschen, die sich auf dem Neumarkt versammelten und die Feier auf großen Bildschirmen gemeinsam verfolgten. Insgesamt waren bei den Feierlichkeiten, die drei Tage andauerten, 100.000 Besucher zu Gast, von denen 20.000 sogar das Kircheninneren bestaunen durften.

 

 

 

 

Jungfernflug des A380

Am 27. April 2005 startete das weltgrößte Passagierflugzeug A380 zu seinem Erstflug von dem Flughafen Toulouse-Blagnac. Zahlreiche Besucher waren bei diesem besonderen Ereignis dabei und feierten den Jungfernflug vom Boden aus mit Applaus und Jubelrufen – es wurde gefilmt und fotografiert. Mit orangenen Overalls stieg die Besatzung, die aus sechs Testpiloten und Ingenieuren bestand, zusammen mit dem Cheftestpiloten Claude Laleie in den Flieger und hebte nach wenigen hundert Metern ab in den blauen Himmel. Als Begleitflugzeug diente eine Aérospatiale Corvette, die zusammen mit dem A380 über fünf Stunden in der Luft bleib. Nach einigen Tests in luftiger Höhe landete die Besatzung problemlos und sanft wieder auf dem Boden – die Crew präsentierte sich anschließend der jubelnden Menge und feierten mit den Chefs von Airbus und EADS sowie Entwicklungsleiter Charles Champion den erfolgreichen Jungfernflug. Inzwischen wurden bereits 337 Maschinen des Passierflugzeugs von renommierten Fluggesellschaften bestellt.

© Roger Green

 

Wir sind Papst!

© Fabio Pozzebom

Nachdem Johannes Paul II. am 2. April 2005 starb, wurden zwei Wochen später die Kardinäle zum Konklave einberufen, um einen Nachfolger zu wählen. Am 19. April 2005 war es dann soweit – um 18.47 Uhr trat der neue Papst Benedikt XVI., mit bürgerlichen Namen Joseph Aloisius Ratzinger, auf den Balkon und zeigte sich den wartenden Menschen auf dem Petersplatz. Seit fast einem halben Jahrtausend war er der erste deutsche Papst, so dass die Schlagzeile „Wir sind Papst!“, die am nächsten Tag von der Bildzeitung abgedruckt wurde, mittlerweile eine Art Kultstatus erreicht hat. Wenige Wochen später fand der katholische Weltjugendtag in Köln statt, für den 500.000 Anstecker mit diesen drei Worten gedruckt wurden – sowohl Jugendliche als auch Bischöfe und Nonnen aus aller Welt trugen ihn.

 

 

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens unserer Kommunikationsinitiative laden wir Sie herzlich ein, uns anlässlich der Architektur-Biennale 2018 in Venedig in unserem Meetingpoint im Zeitraum 24.-28.5.2018 zu besuchen. Melden Sie sich einfach hier an! (Unser Jubiläumsfest am 26.05.2018 ist leider schon ausgebucht.)