Die renommierte Hochschule „Ernst Busch“ in Berlin war bisher neben dem Hauptstandort in Berlin-Schöneweide noch an drei weiteren Standorten untergebracht – alle marode und auch fehlte es an Platz.Um diese Situation zu ändern und den Schauspielschülern einen zentralen Ort zum Lernen zu bieten, hat der Senat von Berlin im Juni 2009 beschlossen, dass das Werkstattgebäude der Stiftung Oper in der Zinnowitzer Straße als neuer Standort dienen soll. Für den Umbau und die Sanierung des Fünfziger-Jahre-Baus lobte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Dezember 2010 einen Wettbewerb aus, den das Berliner Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst für sich entschied. Fast acht Jahre später, am 23. Mai 2018, feierte das neu gestaltete Gebäude Richtfest – ab Oktober werden die Studenten alle unter einem Dach mit ausreichend Platz und in neuer Umgebung ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen können.

© Ortner & Ortner

Ein mit einer Holzkonstruktion verkleideter Quader ist das neue Markenzeichen des Gebäudes und überragt mit seinen 24 Metern Höhe das alte Fabrikgebäude. Dieser Bühnenturm beherbergt zwei jeweils 300 Quadratmeter große Studiobühnen, die für Vorstellungen genutzt werden. Auch im Innern bieten eine eindrucksvolle Bibliothek sowie große Probebühnen und 20 Seminarräume neuen Platz für die rund 200 Studenten. Damit während der Arbeit auch für das leibliche Wohl gesorgt ist, betreibt das Studentenwerk ein gläsernes Theatercafé – die aufschiebbare Metallfassade soll dabei an einen Bühnenvorhang erinnern.Bewusst ausgewählte Details, wie das FSB Modell 1159 (Entwurf Laurids und Manfred Ortner) aus Edelstahl, die im gesamten Komplex verbaut wurden, unterstreichen das neue Design des sanierten Altbaus.