Am Montag, 17. Oktober 2016, spricht Bettina Rudhof auf Einladung von FSB über den italienischen Architekten und sein einflussreiches Buch „L’Architettura della Citta“.

Auf dem Höhepunkt der Nachkriegsmoderne veröffentlicht der italienische Architekt Aldo Rossi das Traktat „L’Architettura della Citta.“ Gegen das herrschende Leitbild des autogerechten Bauens stellt er die Stadt als einen von der Geschichte durchdrungenen Ort und als das gebaute Archiv des kollektiven Gedächtnisses vor. Zum Ziel seiner Theorie der baukünstlerischen Gestaltung wird deshalb eine Architektur der symbolischen Formen und der identitätsstiftenden Imagination. Entscheidende Bedeutung kommt dabei den öffentlichen Bauten und Plätzen zu. Als Monumente führen sie den Bewohnern der Stadt in der Geschäftigkeit ihres Alltags die Präsenz der Vergangenheit in der Gegenwart vor Augen und ermöglichen die Identifikation mit dem Ort. Damit wurde Aldo Rossi zu einem Wegbereiter der postmodernen Architektur.

Bettina Rudhof, „Die Architektur der Stadt – Aldo Rossis Gegenwelten“
Montag, 17. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Architektur Galerie Berlin, Satellit
Karl-Marx-Allee 96, Berlin

Anmeldung unter www.fsb.de/satellit

Ein Interview mit Ulrich Müller von der Architektur Galerie Berlin finden Sie übrigens im FSB-Blog.

Abbildung:
Aldo Rossi, Rathausplatz und Denkmal für den Widerstand, Segrate bei Mailand 1965, perspektivische Ansicht, Mischtechnik (Tuschezeichnung, Spritztechnik und Collage) auf Transparentpapier. Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt am Main, Inv.-Nr. DAM 83 / 522