Deutscher Pavillon

Am heutigen Freitag wurde der Deutsche Pavillon offiziell eröffnet. In einem Spaziergang durch „Bungalow Germania“ und einem anschließenden Vortrag erörterten das Kuratorenteam Alex Lehnerer und Savvas Ciriacidis ihren Beitrag.

Der 1964 zuletzt umgebaute Pavillon verschmilzt mit dem 1964 erbauten Kanzlerbungalow. Zwei Gebäude, die explizit eine Aussage über eine Nation machen sollten, werden auf eine ästhetische und ein Umdenken erfordernde Weise zusammengebracht. Man ist überrascht, wie perfekt sie sich gegenseitig aufnehmen und sich auf Augenhöhe begegnen. Der entstandene Raum, eine architektonische Montage, kann nun gedeutet werden – muss gedeutet werden, denn die Kuratoren halten sich mit eigenen Antworten zurück. Die Gebäude sprechen in ihren neuen Sprachen für sich: ein Bungalow segmentiert und ohne Garten und ein Pavillon mit starkem Inhalt…

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Österreichischer Pavillon

Thema des Österreichischen Beitrags zur Biennale ist das Parlament, also der Ort, an dem die Macht, die vom Volke ausgeht, ihr Zuhause gefunden hat. Im Hauptraum werden alle rund 200 nationalen Parlamentsgebäude im Maßstab 1:500 der Welt gezeigt. Die Modelle sind in einem strengen Raster an den Wänden befestigt und scheinen aus der Mauer heraus zu wachsen. In  ihrer massenhaften Anordnung werden die Monumente zum Ornament.

Im Hof des Pavillons ersetzt ein dicht gepflanzter Garten das rationalistische Quadratraster der Bodenplatten und holt das ungeordnete Grün der Umgebung herein. Kleine Lautsprecher bringen den Garten zum Sprechen – in leisen Einzelstimmen aber auch im anschwellenden Chor einer ungeduldigen Masse.

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Schweizer Pavillon

Hans Ulrich Obrist kuratiert unter dem Titel „Lucius Burckhardt and Cedric Price – A stroll through a fun place“ mit nicht geringeren als Herzog & de Meuron, Atelier Bow-Wow, Olafur Eliasson u.v.m. den Schweizer Beitrag.

Auszug aus der Pressemeldung: „Da es nicht möglich ist, die Komplexität von Burckhardts and Prices Werk durch eine statische Ausstellung von Zeichnungen abzubilden, verschafft „Lucius Burckhardt and Cedric Price – A stroll through a fun place“ den Besuchern einen performativen Zugang zu den Archiven von Burckhardt und Price.“

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