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Der Remisenpavillon: unnormativ statt normenwahnsinnig

3 min Lesezeit

Ein luftiger Remisenpavillon eint Zwecke und Materialien, Bestand und Identität.

Christian Burmester

Traktor-Garage, Brennholz-Lager, Ensemble-Beginn. Gleichzeitig Sommerparty-Raum, Freiluft-Arbeitsplatz, Architektur-Skulptur. Wirth Architekten mögen die funktionale Flexibilität und das Spiel mit Materialität, mögen die situative Nutzung und maximale Freiheit.

„Die Liberalität der Bauherrschaft hat uns ermöglicht, den pauschalen Normenwahnsinn zu überspringen und stattdessen mit motivierten Ingenieuren und Handwerkern eigene Lösungen zu suchen.“
Jan und Benjamin Wirth, Wirth Architekten, Bremen

Der Neubau ist klar als neuer Teil erkennbar, nimmt das Ensemble aber in dessen Materialien und Baulinien auf, sodass eine neue Einheit entsteht. Wer sich auf der Landstraße dem Hof nähert, sieht nun als Erstes den kubischen Bau des neuen Remisenpavillons. Kommt man näher, entdeckt man die filigrane Bauweise des Gebäudes. Zwischen den tragenden Ziegelpfeilern sind die Wände als perforiertes Sichtmauerwerk ausgeführt.

Die Ziegel entstammen einem abgebrannten Gebäude aus der Nachbarschaft, das Holz einer vom Blitz getroffenen, abgestorbenen Eiche. Dank der Flexibilität der Bauherren konnte diese architektonische Geste realisiert werden und als wertvolles Kleinod die funktionelle, architektonische Tradition des Bauernhofs fortsetzen. 

Türdrücker-Modell FSB 1163 von Hans Kollhoff in Bronze
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