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„Wenn das Universum unendlich viel Zeit zur Verfügung hat, bedeutet das nicht nur, dass alles geschehen kann. Egal, wie unwahrscheinlich es ist oder wie lange es dauert, früher oder später wird es geschehen.“

Erlend Loe, *1969 in Trondheim/Norwegen

Sein berühmtester Roman „Naiv.Super“ (1996) wurde in vierzehn Sprachen übersetzt
 

 

 

 

 

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Inhalt

Die unendliche Geschichte der Zeit

[Lesedauer: 22 min.] Auch die Zeit hat ihre Geschichte. Mit Hilfe von Sonne, Mond, Sternen und Technik versuchen Menschen seit Jahrtausenden, das Wesen der Zeit zu messen, zu ordnen und zu zähmen. Über viele Versuche müssen wir heute schmunzeln. Und es zeigt sich: Auch unser Denken über die Zeit wird bestimmt von der Zeit, in der wir leben. Die Astrologie ist die Grundlage für die Erfassung der Zeit. Ungefähr 3.000 Jahre vor Christi Geburt wurde unabhängig voneinander der Himmel über Babylonien, Ägypten, Indien und China systematisch beobachtet. Cheops, ägyptischer König der 4. Dynastie, ließ sein Grabmal an den Himmelsrichtungen orientiert bauen. Bei Ausgrabungen in Troja wurde in der ältesten Schicht, datiert auf 2850 v. Chr., ein in den Urnendeckel eingemeißelter Sonne-Mond-Kalender entdeckt. Im 8. Jhd. v. Chr. hatten die Astromomen eine hohe Sicherheit in der Bestimmung der Bewegung der Himmelskörper erreicht. Das Wissen war derart präzise, dass Thales von Milet 585 v. Chr. angeblich eine Sonnenfinsternis […]

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Havanna

[Lesedauer: ca. 3 min.] Kubanische Baukunst: Indianische Wurzeln, koloniale Festungsanlagen, überladene Barockkirchen, Funktionalismus der Zwanziger Jahre und das ewige Problem der Beschaffung von Baustoffen. In Havanna scheint die Bedeutung der Zeit in ihrer Überwindung zu liegen. „Musst du dein Heim vergrößern, und es gibt keinen Hof, in dem man anbauen, keinen Garten, in den man ausweichen könnte, nicht einmal einen Balkon (…) musst du erweitern und lebst mit Familie in einer Wohnung ohne Außenfenster, dann bleibt dir nur übrig, den Blick gen Himmel zu richten und festzustellen, dass deine Decke recht hoch ist und sich gut und gerne noch eine weitere einziehen ließe, ein Zwischengeschoss. Dir eröffnet sich also, kurz gesagt, die vertikale Großzügigkeit deines Areals, die es dir erlaubt, deine Wohnfläche zu erweitern. Hast du die Decke eingezogen und dich mit deiner Familie, sagen wir, einigermaßen gemütlich eingerichtet, kommt auf einmal deine Schwiegermutter mit einer Nichte deiner Frau aus der Provinz angereist, um für […]

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FSB: Neues aus der Bronzezeit

 FSB zwiegt ein neues Griffprogramm aus dem legendären Werkstoff Bronze Viele Architekten lieben den edlen Charakter des Werkstoffs Bronze. Sie schätzen die sich unter Umwelteinflüssen bildende braun bis rötliche Patina als besonderen ästhetischen Reiz. Bronze ist nicht nur eine der ersten Legierungen (Kupfer/Zinn), die wir dem menschlichen Erfindungsgeist zu verdanken haben. Sie wurde sogar zur Namensgeberin einer ganzen Epoche der Menschheitsgeschichte. Das neue Griffprogramm Bronze besteht aus den zwei Türdrückermodellen FSB 1015 und 1023, lieferbar als Objektgarnitur, Feuerschutzgarnitur, Fenstergriff, Rahmentürgarnitur für Fluchttüren und Zubehör. Die Oberflächen werden durch ein besonderes Verfahren „vorgealtert“ und gewachst. Im täglichen Gebrauch polieren sich die Greifflächen von selbst durch Berührung mit der Hand. FSB stellt erstmalig die neuen Bronze-Beschläge während der BAU 2005 in München vor. Die Brakeler sind gespannt auf die Reaktion der Architekten und Planer. [zeit] Diethelm Giefers Zeit vereinigt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft genauso wie Vergänglichkeit und Unendlichkeit. Wir Menschen – zumindest wir Menschen in den westlichen […]

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Kulturlabor Insel Hombroich

[Lesedauer: 4 min.] Die allsommerliche Veranstaltungsreihe „Wege durch das Land“ kann auf eine mehrjährige Tradition zurückblicken und gilt als renommiertestes Kulturereignis der Region Ostwestfalen-Lippe. Ihr Erfolg liegt in der einzigartigen Verbindung von Kultur und Landschaft. Dabei spielen ausgesuchte bauliche Denkmäler und historische Orte eine entscheidende Rolle. Dank ihrer Initiatorin Brigitte Labs- Ehlert gilt Wege durch das Land als „exquisite Reihe, die Orte und Künste beziehungsreich miteinander verknüpft“. (FAZ 3. Mai 05) Zum festen Bestandteil der Veranstaltungsreihe gehört die „Rede zur Architektur“, die nach Peter Zumthor (2003) und Mario Botta (2004) am 3. Juli diesen Jahres der Kölner Architekt und Bildhauer Oliver Kruse hielt. Eindrucksvoll stellte er den circa 400 Gästen die realisierten wie die geplanten Projekte der Kulturstiftung Insel Hombroich vor. Wie die beiden Veranstaltungen zuvor wurde auch diese maßgeblich durch den Beschlägehersteller FSB ermöglicht. Das Unternehmen mit Sitz in Brakel wird im nächsten Jahr sein 125 jähriges Jubiläum feiern und versteht seine vielfältigen Tätigkeiten […]

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Zum Abrollen: Kugelideen

bau 2005: Drei Halbkugeln mit vier Meter Durchmesser werden von der Decke geholt. Was kann man anfangen mit diesen Objekten, die nach der Messe ausgedient haben? Die Ideen unserer Leserinnen und Leser haben uns begeistert! Und der Gewinner ist: Florian Wiesler aus Pöcking mit dem Entwurf einer Parkbeleuchtung und Sitzgruppe „Wagenfeld“. Ende August besuchte Wiesler mit seiner Frau Ruth und Sohn Marius die Dehler-Werft im Sauerland, in der die schwarzen Halbkugeln gefertigt wurden und war beeindruckt. Heinz Severin führte Familie Wiesler bei diesem Einblick in die Welt des Segelyachtbaus, in der noch sehr viel Handarbeit geleistet wird. Was Sie auf diesen Seiten sehen, sind nicht alle, sondern nur eine Auswahl der Einsendungen, die uns erreichten. Wir freuen uns, dass unsere Leserinnen und Leser soviele originelle Ideen lieferten. Von realistischen Vorschlägen wie einer Hörmuschel für einen real existierenden Kindergarten bis zu schwarzhumorigen Beiträgen wie dem „Behelfsheim für mittellose Ästhetiker“ ist (fast) alles dabei.           […]

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GIRA: Schalterwelt aus Glas

Glasdesignvarianten für die moderne Elektroistallation Glas ist en vogue, besonders bei Architekten und Designern. Heutzutage ist Glas elementarer Bestandteil der Fassade und steht generell als Symbol für trans parente und kommunikative Wohn- und Arbeitsformen. Aber auch in der Innenausstattung spielt dieser Werkstoff eine immer größere Rolle. Mit Weitblick hatte Gira bereits im Jahr 2000 einen mintfarbenen Glasrahmen für die Serie Esprit kreiert, das Schalterprogramm mit Rahmen aus Echtmaterialien. Inzwischen gibt es für Esprit Rahmen auch in weißem und schwarzem Glas. Und auch das Gira SmartTerminal besitzt eine gläserne Oberfläche. Als Gira erstmals gläserne Schalterrahmen konzipierte, war das Designteam vom mintfarbenen Glas fasziniert. Der Erfolg gab ihnen Recht: Bis heute wird dieser Glasrahmen von allen Echtmaterialien für Esprit am stärksten nachgefragt. Das mintfarbene Glas verleiht dem Schalter eine hohe Authentizität. Dazu passend werden Einsätze in Reinweiß matt und glänzend sowie in Anthrazit und in der Farbe Alu angeboten. Doch die Farbgestaltung in Architektur, Ausstattung und Einrichtung […]

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GIRA: Die Zukunft im Blick

 100 Jahre GIRA Im 100. Jahr seiner Geschichte präsentiert sich das in der vierten Generation geführte Familienunternehmen Gira als Premium-Marke im Markt der Elektroinstallation. Technischer Fortschritt, hohe Gestaltungskompetenz, dabei stets der dreistufige Vertriebsweg mit einem direkten Draht zum Handwerk sind Konstanten, die sich durchgängig in der Unternehmensgeschichte von Gira beobachten lassen. Schon die Gründer, die Brüder Gustav und Richard Giersiepen, hatten klare Vorstellungen von der Bedeutung stetiger Innovationen für ihr Unternehmen – sie hatten allzeit „die Zukunft im Blick“. Und haben dabei immer auf die Familie gesetzt und auf den Standort Radevormwald gebaut, wovon der Name des Unternehmens ein schönes Beispiel gibt: GIRA setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des Familiennamens Giersiepen und der Ortsbezeichnung Radevormwald zusammen. Experimentierfreudig, mit großem Ideenreichtum und Innovationsbereitschaft starten die Gründer zunächst mit einem Tumblerschalter. Schon bald umfasst das Angebot aber nahezu das gesamte Sortiment der damaligen Elektroinstallation, wobei sich bei Gira das Prinzip der hohen Qualität und guten Formgebung in […]

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Räume auf Zeit: Gefängnisarchitektur

[Lesedauer: 9 min. 30 sec.] Die Zeit im Gefängnis soll aus Sträflingen nach der Haftentlassung wieder gesellschaftsfähige Bürger machen. Allen Bürgern auf der anderen Mauer-Seite soll sie Schutz bieten. So will es das Gesetz. Mittlerweile sind Anstalten so sicher, dass es nahezu kein Entkommen gibt. Vielleicht ein guter Zeitpunkt, darüber nachzudenken, ob Architektur nicht mehr kann, als nur sichern und verwahren. „Nach vier Jahren sinkt etwas in deinem Kopf wie ein Schiff. Dann ist nur noch Zeit.“ So beginnt Hans-Joachim Neubauers Buch „Einschluss“, Bericht aus dem Berliner Gefängnis Tegel1. Ein Bild vom Knast als eine Stadt in der Stadt. Ein Ort mit eigenen Werkstätten, Schulen, Krankenstationen, Sporthallen und Kirchen. Mit illegalen Umschlagplätzen, Gewalt, Prostitution und Ordnungsmechanismen. Verborgene Welten hinter stählernen Toren, Wachtürmen und Gittern, von der sich in Freiheit Lebende vor allen Dingen eins wünschen: Sicherheit. Wegsperren… „Als allererstes erwartet die Allgemeinheit vom Strafvollzug, dass, wenn wir jemanden einsperren, er nicht wieder herauskommt“, konstatiert der designierte Baden-Württembergische […]

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Tempo! Tempo!

HILFT ZEITMANAGEMENT GEGEN ZUNEHMENDEN DRUCK? Der wirtschaftliche Druck steigt. Alles muss schnell gehen. Es muss mehr herausgeholt werden in weniger Zeit. Wer nachlässt, muss fürchten, entlassen zu werden. Was kann man tun? Wir befinden uns auf der Beschleunigungsspur – zumindest die, die einen Job, bzw. Aufträge haben, denen allerdings das Wörtchen „noch“ droht. Denn Arbeit wird auf immer weniger Schultern verteilt. Dafür muss sie effizient erledigt werden und darf nicht mehr soviel kosten. Angeheizt vom wirtschaftlichen Druck, dreht sich diese Spirale immer schneller. Passend dazu gibt es seit einigen Jahren Seminare, die sich mit „Zeitmanagement“ beschäftigen. Anfangs wollten in solchen Kursen überlastete Manager lernen, wie man noch mehr Arbeit in weniger Zeit bewältigen kann, was dem Sinn solcher Kurse oder Einzelberatungen widerspricht. Denn Überbelastung, das gilt es zu lernen, ist ineffizient. Das veranschaulicht Helmut Kolitzus in seinem Buch „Anti- Burnout-Erfolgsprogramm“: „Bei bösartigem Stress geht es den Menschen häufig wie der Fliege, die immer wieder gegen […]

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KEUCO: Ästethische Badplanung für alle

 [Lesedauer: 2 min. 20 sec.] PLAN Care integriert Barrierefreiheit mit funktionaler Ästhetik und universellem Design. Ob im privaten oder Objektbereich – KEUCO bietet bei der Badplanung für alle projektspezifi schen oder individuellen Anforderungen ganzheitliche und funktionale Lösungen. In reduzierter, klarer Formensprache umfasst die breite Produktpalette der Serie PLAN Accessoires und Armaturen sowie Spiegel, Leuchten, Spiegelschränke und Badmöbel. Für den Objektbereich gehören große Wandmontage- Lotionspender, diebstahlsichere 2- oder 3-fach Toilettenpapierhalter sowie Papiertuchspender in abgestimmtem Design zum Programm. Ebenso zum PLAN-Sortiment gehören Kosmetikspiegel, Hygienebeutel- Spender, Abfallbehälter, Türschilder und ein Brausevorhangstangensystem. Speziell für Kliniken, Rehazentren, Seniorenresidenzen und Hotels rundet PLAN Care die umfangreiche Sanitärcollection ab und integriert barrierefreie Komponenten ohne als solche im herkömmlichen Sinn in Erscheinung zu treten. PLAN Care beruht auf dem Gedanken des universellen Designs: Die barrierefreien Funktionalitäten sind nicht stigmatisierend erkennbar, sondern werden unauffällig als erhöhte Komfortqualitäten wahrgenommen. Beispielsweise sensorgesteuerte Armaturen, die kompliziertes Handling vermeiden oder Handtuchhalter, die gleichzeitig als Stützhilfe genutzt werden können. […]

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Was hat Sie in letzter Zeit besonders berührt, Herr Hild?

 [Lesedauer: 4 min.] Am Rande eines Symposiums zum Thema Architektur und Mediamarketing fand Andreas Hild Zeit für ein Gespräch mit BerührungsPUNKTE. Wir wollten wissen, welche Rolle Zeit, Freizeit und Tradition in seinem Berufsleben spielen. Schade: Andreas Hild gefiel unsere Hauptfrage gar nicht. ANDREAS HILD Das Münchner Architekturbüro Hild und K widmet sich gerne Dingen, die zur Zeit nicht beliebt sind: Ornamenten zum Beispiel oder Materialien wie Thermohaut. BerührungsPUNKTE: Haben Architekten nur für Ihren Beruf Zeit? Andreas Hild: Interessante Frage. Vielleicht sollte man dies nicht mich, sondern die Menschen in meinem Umfeld fragen. Ich habe eher eine Buchhaltermentalität, ich beginne morgens um 8 Uhr, arbeite bis ungefähr 19 Uhr und halte diese Zeiten relativ strikt ein. Wettbewerbsstress mit durchgemachten Nächten und Arbeit am Samstag und Sonntag gibt es bei uns vergleichsweise wenig. Insofern habe ich eine ziemlich konstante Arbeitszeit, und ich meine, relativ viel Zeit neben der Architektur zu haben. Alles andere sind Ausnahmefälle. Es stimmt […]

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Volles Haus am Hafen

ARCHITEKTUR IM BAU „Wieviel kosten diese Häuser eigentlich?“ Meist ganz praktische Fragen beschäftigten die Gäste unserer zweiten Veranstaltung von ‚Architektur im Bau‘. Mit 150 Architekten, aufgeteilt in drei Gruppen, besichtigten wir nun schon zum zweiten und letzten Mal Baustellen der Hamburger HafenCity. Gleiche Aufgabe, zwei Lösungen: APB Architekten und Marc-Olivier Mathez – diesmal besichtigten wir zwei Baustellen die direkt nebeneinander liegen. Die BerührungsPUNKTE-Veranstaltungen „Architektur im Bau“ werden komplett über den Außendienst von FSB, GIRA und KEUCO organisiert. Wir hatten zum zweiten Besichtigungstermin eingeladen, und wieder platzten die Anmeldezahlen wie bei der ersten Besuchstour in der Hamburger Hafencity fast aus allen Nähten. Der Bau von Marc-Olivier Mathez ist ein Kontrastprogramm zu anderen Bauten am Kai – auch, weil der Bauherr einen großen Anteil an der Realisierung hatte, wie der Architekt in seiner Vorstellung des Baus erläutert. „Maritimes Bauen mit Wind“ hieß das Motto des Plans. Wohnen nimmt den größeren Teil ein, ein Lichthof im Inneren bildet […]

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