[vertrauen]

Architektur ist in der Regel auf Beständigkeit angelegt und insofern immer auch ein Stück erbauter Erinnerung. Ist es Aufgabe der Architektur, uns zu erinnern? Wir nähern uns mit unserem Schwerpunktthema dem Begriff Erinnerung auf vielfältige Weise: es geht um „Erinnerungsarchitektur“, einem ungewohnten Blickwinkel aus dem Libanon zum Thema, und wir schauen ins Gehirn, dem vermuteten Ort unserer Erinnerung …
 

 

 

 

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Inhalt

Sofortvertrauen

Balsam für die gebeutelte Konsumgesellschaft Es mag die These zutreffen, dass unser Vertrauen schwindet, weil sich das rar macht, was die Voraussetzung für Vertrauen ist: Haltung. Wer wagt es noch in einer Konsensgesellschaft öffentlich unpopuläre Wahrheiten zu verkünden? Welcher Politiker, Philosoph, Wissenschaftler Journalist oder Unternehmer ist nicht längst zur Medienfigur mutiert, die sich täglich neu erfindet, um ihr Publikum bei Laune zu halten? Wer ist noch waschecht, ehrlich und berechenbar? Entertainer wie Dieter Bohlen vielleicht – aber denen spricht der Bundespräsident die Vorbildfunktion ab. Commitment: Ohne Haltung kein Vertrauen Für wachsendes Misstrauen gibt es gute Gründe: Mit der Globalisierung haben wir den Überblick verloren. Durch die Medialisierung, die uns in eine Informationsgesellschaft verwandelt hat, wurde es nur schlimmer. Haben wir doch erst begriffen, wie gewaltig, vernetzt und komplex die Probleme sind. Alleingang ist unmöglich, langwierige Absprachen sind das Tagesgeschäft und falsche Kompromisse häufig das Ergebnis in einer Konsensgesellschaft, die global gefesselt nur kleine Schritte machen […]

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Summerlin

Vertraute Ordnung hinter Mauern Der Traum von der idealen Stadt. Keine Gewalt, keine Drogen, nichts Unberechenbares. Im menschenfeindlich heißen Klima am Rande von Las Vegas baut die Howard Hughes Corporation die Reißbrettstadt Summerlin, hinter Mauern einheitlich durchgestylt und in Dorfidyllen parzelliert. Zynismus, Werteverfall, Gewalt: Viele Amerikaner retten sich in Inselwelten, in denen ein einziger Developer den Ton angibt. Masterplanned Communities machen mittlerweile den größten Teil neuer Wohnsiedlungen in den USA aus. In Summerlin will man nichts mit dem anderen zu tun haben. In »The Canyons« wohnen reiche Golfspieler, in »Siena« aktive Erwachsene über 55, in »Pueblo Village« Familien. Je differenzierter die Bevölkerung auf die einzelnen Dörfer verteilt ist, desto näher kommt man dem Ideal der Ungestörtheit. »Die Spontaneität ist weg«, erklärt Chuck Kubat, Vizepräsident für Planung und Design, »aber dafür sind sie sicher vor Leuten, die sich mies benehmen, und sie haben die Garantie, dass neben ihrem Haus nicht plötzlich etwas Schreckliches gebaut wird.« Nächtlicher […]

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b_free

Nicht anders, sondern ästhetisch Mit der Collection Plan interpretiert KEUCO die Gestaltung von barrierefreien Bädern völlig neu. Der Grundgedanke, schöne Bäder für alle zu schaffen, steht im Mittelpunkt der Produktentwicklung und Badplanung. Erreicht wird dieser Anspruch zum einen durch die funktional-ästhetischen Produkte von b_free, wie z.B. sensorgesteuerte Armaturen, die kompliziertes Handling vermeiden, Handtuchhalter, die gleichzeitig als Stützhilfe genutzt werden können oder Haltegriffe, die auch spezielle barrierefreie Haltegriffe ersetzen können. KEUCO entwickelt mit b_free für jeden Bereich des Bades Produkte mit herausragenden Funktionalitäten, die sich völlig von den herkömmlichen Vorstellungen lösen. Beispielsweise wird das Thema der „Erreichbarkeit“ von alltäglichen Badutensilien wie Mundspülglas oder Lotionspender in einem ganz neuen Denkansatz gelöst: Nicht mehr der Nutzer muss sich zu den Gegenständen hin bewegen, sondern die Gegenstände werden zum Nutzer hin gebracht – wie zum Beispiel mit Hilfe des drehbaren Spiegelschrankes: Adaptierte Accessoires kommen durch Drehen dem Nutzer entgegen; die Unterfahrbarkeit und der spezielle Öffnungsmechanismus ermöglichen die Benutzung im […]

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Hawala – »Warum nicht?«

Hawala – Jahrhunderte altes System der Geldüberweisung funktioniert ohne Bank Seit Jahrhunderten funktioniert Hawala, ein System zum Geldüberweisen ohne Formular, ohne Geldautomat, ohne Bankschalter. Das System beruht einzig auf dem Vertrauen der Kunden. In arabischen Ländern ist diese »Bank des kleinen Mannes« nicht wegzudenken. Das Procedere ist so alt wie der Handel über Grenzen hinweg. Anfänglich waren es nur Viehverkäufer, die nach dem Verkauf auf den Märkten durch vertrauenswürdige Vermittler Geld an ihre Verwandten schickten. Hawala diente auch dazu, Händler auf ihren Reisen vor Räubern zu schützen. Im Laufe der Zeit bildeten wohlhabende Personen mit Ansehen und Auslandskonten die Anlaufstelle. Das Hawala-System wurde später von den kolonialen Administrationen meist toleriert und hat sich bis heute gehalten. Handschlag und Codewort Eine Hawala-Überweisung erfolgt mit minimalem Papieraufwand und wird nirgendwo elektronisch gespeichert. Es werden Geldströme per Handschlag über private Treuhänder nur mit einem Codewort um die Welt geleitet. Wer aus Berlin Geld nach Islamabad überweisen will, hat […]

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Faszinierende Designlinie

Gira Modulare Funktionssäule Mit der Modularen Funktionssäule hat Gira die komplexe Verbindung von Design und Funktionalität der modernen Elektroinstallation anregend neu interpretiert. Denn in Haus und Wohnung sind mittlerweile zahlreiche und anspruchsvolle Funktionen gefragt, oftmals konzentriert im Eingangsbereich – Schalter, Tastsensoren, Steckdosen, Leuchten, die Türsprechanlage und eine Alarmanlage. Die Modulare Funktionssäule von Gira bringt Ordnung in dieses formale und farbliche Durcheinander: Überall dort, wo Geräte beliebig auf der Wand verteilt sind, lassen sie sich nun in dieses elegante Installationssystem einbinden. Mit der Modularen Funktionssäule, deren Materialien Aluminium und Glas hervorragend zu verschiedenen Geschmackswelten passen, präsentiert Gira eine attraktive Gesamtlösung und sorgt für die klare Gestaltung an allen zentralen Stellen im Haus. Und selbstverständlich ebenso im repräsentativen Geschäftsbereich, beispielsweise in Arztpraxen, Kanzleien oder im Büro. Die Modulare Funktionssäule lässt sich mit allen Funktionen bestücken, die der zentralen Steuerung von Haus und Wohnung – beim Betreten oder beim Verlassen – dienen, und die gerade in Nähe der […]

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Instant Trust

Vertrauen und Normative in der Architektur In der neuen Rubrik »Forschung« stellen wir zusammen mit Architonic aktuelle Projekte der wichtigen europäischen Architektur- Ausbildungsstätten vor. Architonic aus Zürich erforscht neue Wege der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Architekten, Bauherren, Industrie, Hochschulen, versucht zukünftige Themen und Trends aufzuspüren und „High-Potentials“ aus der Riege der jungen, innovativen Architekten zu identifizieren. Im ersten Beitrag stellen Studenten der ETH Zürich ihre Forschungs- Projekte im Rahmen von Instant Architects Research (IAR) vor, im Herbst 2002 gegründet von den Architekten Dirk Hebel und Jörg Stollmann. Dirk Hebel arbeitete als Projektleiter für Diller & Scofidio, New York, unter anderem für das Blur Building, Swiss Expo 021. Jörg Stollmann arbeitete unter anderem bei Axel Schultes, Berlin, und im Atelier Seraji, Paris. Er unterrichtete an der Princeton University, der Tu Berlin und der UdK Berlin. Beide sind seit 2002 wissenschaftliche Mitarbeiter an der Architekturfakultät der ETH Zürich. In einem rein wissenschaftlichen Sinne definiert man Normalität als […]

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Corporate Architecture

Vertrauensbildung durch Firmengebäude Der Begriff Corporate Architecture findet im Zusammenhang mit der Gestaltung von Gebäude-, Raum- und Ausstellungskonzepten für Unternehmen Verwendung. Die Architektur von Firmengebäuden soll Informationen zu Produkten und Dienstleistungen transportieren, wiedererkennbar sein oder ein Wertesystem bis hin zu einem bestimmten Lebensgefühl vermitteln. Die erfolgreiche Kommunikation von Unternehmensinhalten durch das räumliche Medium Architektur kann einen Beitrag zur Vertrauensbildung zu den Kunden nach außen und den Mitarbeitern nach innen bilden. Der Begriff Corporate Architecture wird in Verbindung mit dem Arbeitsfeld Corporate Identity genutzt. Corporate Identity wird mit Formulierungen wie Unternehmensidentität oder Unternehmenspersönlichkeit übersetzt und ist ein Teil der Unternehmenskultur. Corporate Architecture ist einer der Bausteine, die zur Zielsetzung Corporate Identity und somit zur Kultur eines Unternehmens beitragen können. Das Engagement von Unternehmen für eine übergreifende Gestaltung von Medien, Produkten und Firmengebäuden resultiert aus der Erfahrung, dass der erste Eindruck, wie bei einer Person, durch die primär sichtbaren Elemente transportiert wird. Ob der zunächst gewonnene Eindruck […]

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Glastürbeschläge

Aus der modernen Innenarchitektur sind Glastüren nicht mehr wegzudenken. Sie schaffen mehr Licht, verbinden Räume und vermitteln eine angenehme Atmosphäre. Die Transparenz der Glastüren erfordert bei der Gestaltung der Beschläge ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit. Erst der Schlossbereich, der Türdrücker und die Türbänder geben der Glastür ein Gesicht. Mit einem Glastürbeschlägeprogramm für den Einbau in Zargen rundet FSB das Angebot für Objekttüren ab. Eine jeweils leicht gewölbte, halbrunde und trapezförmige Schlossvariante bieten eine Alternative zu den bisher bekannten typischen Rechteckformen. Die vier Schlossvarianten können wahlweise mit fast allen FSB-Standard- Türdrückern oder der bewährten Rosettenkonstruktion für Objekte mit Ausgleichslager AGL+ ausgestattet werden. Ein abgestimmtes Design für Türen – Glastüren und Fenster ist also kein Problem. Wählen Sie zwischen den Materialien Aluminium naturfarbig und Edelstahl rostfrei.

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»Was hat Sie in letzter Zeit besonders berührt,…

…Metin Tolan?« Wir meinten, mit den so brauchbar formulierten Naturgesetze wäre die Welt begriffen. Wer braucht noch Gott? Jetzt bringt die moderne Quantenphysik unser Weltbild ins Wanken: Gibt es überhaupt kleinste Teilchen? Und wenn ja, dann können sich anscheinend zwei davon auch noch in großer Entfernung miteinander verständigen. Ein Gespräch mit dem Physiker Prof. Metin Tolan über Wellen und Wahrscheinlichkeitswolken. BerührungsPUNKTE: Quanten sind die kleinsten Teilchen. Woraus besteht unsere Welt denn eigentlich? Tolan: Ein Elektron malt man als kleine Kugel, als Teilchen. Es verhält sich aber auch wie eine Welle. BerührungsPUNKTE: Da geht es ja schon los, dass man sich nicht mal mehr auf die Materie verlassen kann. Tolan: Mit Materie meinen Sie …?? BerührungsPUNKTE: Äh, kleinste Bauteile? Das wäre doch Materie, oder? Tolan: Unter Teilchen verstehe ich irgendetwas wie einen Tennisball, das ist ein Teilchen. Unter einer Welle verstehe ich normalerweise etwas anderes, z.B. Licht, Radio, Röntgen, Gammastrahlen. Nun sagt uns aber die Quantentheorie, […]

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