[biennale 2012]

Machen Sie sich vertraut mit Chipperfields COMMON GROUND, stillen Sie Ihre Neugier auf den deutschen Beitrag von Muck Petzet und werfen Sie einen Blick rüber in die Schweiz, zu Miroslaw Sik, dem Schweizer Generalkommissar.

BerührungsPunkte wird mit dabei sein in Venedig – zwar nicht in den Giardini, aber in einem Palazzo am Canal Grande.

Die Herausgeber

 

 

 

 

 

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Inhalt

Impulse zu einem Streifzug durch Venedig

Hermann Hesse und Venedig – die Seele eines Malers „Venedig übte auf mich einen stärkeren Zauber aus als irgendeine andere italienische Stadt, und ich glaube, in den kurzen drei Wochen meines dortigen Aufenthalts nach Möglichkeit in seine Geheimnisse eingedrungen zu sein.“ (In den Kanälen Venedigs, 1901) So schreibt Hermann Hesse vor mehr als hundert Jahren, als er 1901, während seiner ersten Italienreise, Halt in Venedig machte. Zu jener Zeit, Hesse war damals vierundzwanzig Jahre alt und seine Gedichtsammlung „Romantische Lieder“ war bereits erschienen (1899), unterbrach er seine Tätigkeit als Buchhandlungsgehilfe in Basel, um in Richtung Süden aufzubrechen – auf der Suche nach der Fremdartigkeit, nach einem Exotismus, den Italien mit seinem Klima, seinen Kunststädten und Menschen für einen jungen Deutschen sicherlich repräsentierte. Diese Erkundungen Hesses sind nicht allzu publik, nicht einmal in Italien, vielleicht auch in den Hintergrund getreten aufgrund seiner bekannteren fernöstlichen Inspirationen, die er, zehn Jahre nach seiner Italienreise, in Indien und Indonesien […]

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Der Hype um Historie, Kultur und Flair

La Biennale di Venezia Sie klingen nach Kultur und gesellschaftlichem Flair, sie implizieren Intellektualität und muten interdisziplinär an. Prominenz und Jetset mischen sich unters Volk – sehen und gesehen werden ist stets auch ein Motto. Doch es gibt wohl kaum einen Ort, der nicht mystischer, romantischer und reizvoller wäre – außer im touristenüberladenen Hochsommer – als Venedig. Sicher ohnehin eine oder mehrere Reisen wert, offenbart sich Venedig als überaus facettenreiche Stadt. Biennalen sind alle zwei Jahre stattfindende Ausstellungen, Festivals oder Schauen. Der Begriff ist vom Biennium abgeleitet, einem Begriff für den Zeitraum von zwei Jahren. Die ursprüngliche Biennale war die Idee eines Bürgermeisters von Venedig, der seit 1895 alle zwei Jahre eine Weltausstellung der Bildenden Kunst unter dem Titel La Biennale di Venezia veranstalten ließ. Für diese Weltschau wurden in einem Gartengelände die bis heute genutzten Länderpavillons gebaut. Mehrere Dutzend anderer Staaten, die auf diesem Areal keinen eigenen Pavillon erbaut haben, stellen während der Biennale […]

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Kultur gehört der Gemeinschaft

Paolo Baratta, Präsident der Biennale Venedig, und David Chipperfield als Kurator der 13. Architektur-Biennale stellten in vielzähligen Pressekonferenzen weltweit das Gesamtkonzept und die Beteiligten vor. Am 8. Mai machten sie Station in Deutschland – in der italienischen Botschaft in Berlin. Baratta sieht in der Biennale die Aufgabe, Architekten (wieder) dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ihr Werk ist – wie viel Aufmerksamkeit tatsächlich auf ihre Arbeit gerichtet wird –, und sie damit wiederum auf die Verantwortung hinzuweisen, die sie zu tragen haben. Er verspricht sich ein breites Feld an Verbindungen, Assoziationen, intensiven Dialogen zwischen verschiedenen Architektengenerationen und ihren Standpunkten. „Architektur ist die Kunst, den gemeinsamen Raum zu gliedern! In einer Zeit, in der die Architektur an Schwung verloren hat, sich größtenteils nur noch auf Technik stützt, geht ihr die Sinnhaftigkeit verloren.“ Und diese nun wiederzufinden, erhofft sich Paolo Baratta von David Chipperfield. „Ich hatte schon immer das Gefühl, viel zu arbeiten. Seit ich Direktor der 13. Architektur-Biennale […]

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Common Ground? Wir!

Wer sind wir? Wir Architekten? Stadtplaner? Kulturproduzenten? Wir Aktivisten? Anwohner? Investoren? Wir in einem Haus, einer Straße, einer Nachbarschaft, einer Stadt? Wir in Italien, in Deutschland, in Europa, in der Welt? Wir als Mehrheit, Minderheit, Gemeinschaft, Gesellschaft? Wir als Generation, Klasse, Geschlecht oder Glaubensgemeinschaft? Wir, die wir uns Wissen und Raum teilen? Exklusiv oder inklusiv? Was haben WIR gemeinsam Aktuelle Ereignisse in Europa, in Nordafrika oder an der Wall Street haben die Macht von Gemeinschaften, die Macht des WIR, gezeigt. Als Triumph in Tunesien und Ägypten, als andauernder Konflikt in Syrien oder als Krise in London oder Athen. Während sich im arabischen Raum hoffentlich neue demokratische WIRs festigen, scheinen heute in Europa etablierte WIRs immer wieder herausgefordert zu werden. Als gemeinsamer Grund für politische und soziale Prozesse haben sich dabei der öffentliche Raum und die Diskussion um die Freiheit, sich jederzeit neu zu erfinden und die Stadt dementsprechend umzugestalten, als zentral herausgestellt. Es ist somit […]

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Reduce Reuse Recycle

Der deutsche Beitrag zur Architektur-Biennale 2012 Sozial bedeutsam, gesellschaftlich relevant und unspektakulär – so lauten die Maximen von Muck Petzet, dem diesjährigen Generalkommissar des deutschen Beitrags in Venedig. Maximen für einen Beitrag, der sich namentlich an der Abfallhierarchie orientiert. REDUCE – REUSE – RECYCLE. Es geht nicht um die Auseinandersetzung und den Stellenwert von Umbau oder Neubau: Neubau ist gar kein Thema. „Es geht um ein heutiges Selbstverständnis, das in der Sache der Dinge liegt: Großmaßstäbliche Schrumpfungs- und Umlagerungsprozesse müssen in Deutschland gesteuert werden, immer mehr müssen sich die Architekten mit dem Vorhandenen auseinandersetzen.“ Jetzt werden viele sagen: Das ist ja nichts Neues, das macht heutzutage jeder Architekturschaffende, viele Bauherren legen selbst Hand an, um umzubauen, zu erweitern, zusammenzufügen, zu modernisieren. Doch Petzet geht es um eine neue Wahrnehmung, um eine Änderung der Perspektive und das Erkennen und Nutzen einer neuen-alten Ressource: der Architektur selbst. „Wo wirtschaftlich vertretbar, werden ‚veraltete‘ Gebäude und Siedlungen abgerissen und […]

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And now the Ensemble!

Der schweizerische Beitrag zur Architektur-Biennale Für den gebürtigen Tschechen Miroslav Sik, Architekt und Professor an der ETH Zürich, ist es von elementarer Bedeutung, dass seine Entwürfe für jedermann verständlich sind und beim Betrachter Bilder erzeugen, die es ihm ermöglichen, sich in ihnen wiederzufinden – sie so zu einer „architecture parlante“, einer „sprechenden Architektur“, zu machen. Er ist Begründer der „Analogen Architektur“, die er im Vorortmilieu verortet, wo er stets nach der verborgenen Anmut eines Ortes sucht. Aus dieser Anmut baut ˇSik das, was er unter Heimat versteht. Die Architektur nimmt Bezug auf literarische, poetische und kinematografische Bilder und findet so für die Stadt einen neuen Ausdruck. Die Poesie eines Ortes ergibt sich für ihn aus der Verschmelzung eigener Bilder mit denen vom Ort vorgegebenen. Das bereits Vorhandene darf dabei jedoch nicht verloren gehen, der Ort muss authentisch bleiben. „Die analoge Architektur ist in der Peripherie beheimatet, in veralteten technischen Landschaften, in denen sie Stille und […]

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Venedig ist berühmt für seine Wasserwege. Wir auch.

Neben innovativer Funktion und höchster Qualität ist es vor allem die preisgekrönte Formsprache, mit der Badlösungen von KEUCO immer wieder begeistern. Unsere Einrichtungskonzepte sind dabei so vielseitig wie die Möglichkeiten zeitgenössischer Architektur. Ein gutes Beispiel dafür ist die EDITION 11: Ihr umfangreiches Sortiment überzeugt in seiner Maß- und Variantenvielfalt sowohl mit durchdachter Ergonomie als auch mit einem formal reduzierten, hochästhetischen Design, das seine Wirkung in den unterschiedlichsten Bauvorhaben entfaltet.  

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Palazzo Loredan Dell´Ambasciatore

Was so poetisch klingt, wird unser Meetingpoint für Architekten Der Palast des Botschafters, il Palazzo dell’Ambasciatore, ist ein wahres Kleinod inmitten Venedigs. Er greift, wie eine ganze Reihe spätgotischer Gebäude der Stadt, viele architektonische Stilelemente des Dogenpalasts auf und ergänzt sie mit kunsthistorischen Details wie etwa den beiden Schildknappen aus dem Quattrocento zwischen den Fenstern im piano nobile. Doch nicht nur seine äußere Gestalt ist ein Spiegelbild der Blütezeit der Serenissima, auch die Innenräume des einst dem Gesandten des Heiligen Römischen Reiches als Amts- und Wohnsitz dienenden Bauwerks erzählen Geschichte und Geschichten, die stets das gesellschaftliche Leben der alten Handelsstadt beeinflussten. Im 15. Jahrhundert erbaut für die vornehme Familie Loredan, war das Haus knapp 300 Jahre später über die Stadtgrenzen hinaus berühmt-berüchtigt. Berühmt für die außergewöhnliche Kunstsammlung des sächsischen Generals Graf Johann Matthias Schulenburg – einem Gefolgsmann Antonia Loredans –, der den Palazzo nach dem Sieg über die Türken samt Entourage bezog, berüchtigt für dessen […]

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„Ich bin immer neugierig auf die Biennale!“

BerührungsPUNKTE im Gespräch mit unserem Hausherrn Filippo Gaggia BerührungsPUNKTE: Signore Gaggia, seit wann ist der Palazzo Loredan dell’Amba-sciatore in Ihrem Familienbesitz? Erzählen Sie uns ein wenig darüber und über Ihren Bezug zu diesem Gebäude? Haben Sie einen Lieblingsplatz in Ihrem Palazzo? Filippo Gaggia: Der Palazzo ist seit den 1930er-Jahren im Familienbesitz. Er war das Hochzeitsgeschenk meines Urgroßvaters an meine Großmutter väterlicherseits. Mein Urgroßvater lebte in Rom, hatte aber geschäftlich in Venedig zu tun. Mein Lieblingsplatz im Palazzo? Habe ich einen Lieblingsplatz? Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber ich denke, mein Schlafzimmer mit Blick in den Garten und der Garten selbst. Es ist grandios, in Venedig einen Garten zu haben, in einer Stadt, in der es so viel Wasser, Häuser und gepflasterte Plätze gibt. BeP: Ist es heutzutage sinnvoll, in Venedig eine Immobilie, z. B. als Wertanlage, zu kaufen? Oder ist es stets die Liebe zu dieser Stadt, die die Menschen zu solch einer Investition […]

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Treffpunkt für Alle

Unser Common Ground in Venedig Sie kommen ohnehin (nicht) an ihm vorbei – dem Palazzo Loredan dell’Ambasciatore, zwischen Rialto- und Accademia-Brücke. In der ersten Biennale-Woche werden Sie ihn an den Bannern mit dem blauen geflügelten Löwen erkennen. Unser Meetingpoint für Architekten liegt unmittelbar am Canal Grande. Vom 27. August bis zum 2. September stehen Ihnen unsere Räumlichkeiten im Erdgeschoss des historischen Palazzo Loredan dell´Ambasciatore für den Zwischenstopp auf dem Weg zur Biennale, tagsüber zum Ankommen und Ausruhen und abends zum Austausch mit Kollegen und weiteren Interessierten aus der deutschsprachigen Architekturszene zur Verfügung. Wir kümmern uns während der gesamten Laufzeit unseres Meetingpoints um Sie: Von 9 bis 22 Uhr verwöhnen wir Sie mit einem umfassenden catering: vom morgendlichen Espresso mit venezianischen Backwaren über Erfrischungen bis hin zu kleinen Snacks während des gesamten Tages. Am Abend wird’s dann gemütlich: Aperitif, leichtes Dinner und guter Wein zum Ausklang eines erlebnisreichen Tages. Verbringen Sie bei und mit uns die […]

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Der öffentliche Raum als Wiedergänger

Reuse the Public Angelehnt an das diesjährige Thema des Deutschen Pavillons auf der venezianischen Biennale, „reduce reuse recycle“, beschäftigt sich der Beitrag des Bundes Deutscher Architekten BDA mit der Reaktivierung und Remobilisierung des öffentlichen Raumes. Anlass: Wiederkehr der Öffentlichkeit Die Neubestimmung von öffentlichen Räumen hat – ähnlich wie der sprunghaft angestiegene Bedarf an Bauten und Erweiterungen, die im Bestand entworfen werden – strukturelle und gesellschaftliche Gründe. Der anhaltende Trend zum Wohnen in der Stadt, der Zwang zur Nachverdichtung, der demografische Wandel und das erkennbar gestiegene Interesse vieler Bürger an ihrer unmittelbaren Lebensumgebung haben einen Bedarf an besser und sorgfältiger genutztem öffentlichem Raum bewirkt. Dabei sind zahlreiche Projekte entstanden, die dieser Erfordernis auf vielen Ebenen Ausdruck verleihen. Das demonstrative Vorgehen von Bürgeriniativen beim Projekt „Stuttgart 21“ oder beim Hamburger Gängeviertel sind die prominentesten Ansätze. In der Breite finden sich erheblich mehr, oft weniger spektakuläre, aber strategisch und gestalterisch mindestens genauso innovative Ansätze. Reduziert man viele dieser Unternehmungen […]

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Alles auf einen Blick

Gira im Netzt neu aufgestellt Viele Architekten sind aktiv im World Wide Web unterwegs. Erstinformationen zu Produkten und Lösungen fischen sie inzwischen ganz frisch aus dem Netz – Printmedien werden anschließend zur vertiefenden Lektüre genutzt. Um Architekten und Planern relevante Informationen zu liefern und die richtigen Ansprechpartner zu nennen, hat Gira die eigene Homepage überarbeitet und optimiert. Die neue Gira Website überzeugt durch großformatige Fotos und eine bildorientierte Navigation. Sie informiert anschaulich über Praxisbeispiele und selbstverständlich über das gesamte Gira Sortiment. Speziell für Architekten wurde eine Rubrik eingerichtet mit architektonisch oder technisch herausragenden Referenzobjekten. Diese sind strukturiert nach unterschiedlichen Gebäudetypen – wie private Wohnhäuser, Büro- und Verwaltungsbauten oder Hotels. Dabei werden nicht nur harmonische Kombinationen der Gira Schalterprogramme mit der jeweiligen Architektur präsentiert, sondern auch die dort realisierten Funktionen der modernen Elektroinstallation sowie gewerkeübergreifende Lösungen zur Gebäudetechnik mit dem KNX/EIB System und dem Gira HomeServer. Neben den Referenzobjekten stehen in einem umfangreichen Download-Bereich Handbücher und […]

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Fremde Perspektiven

Dirk Brömmel 2003 begann Dirk Brömmel, Wasserfahrzeuge aus unkonventioneller Perspektive zu fotografieren. Er stellte sich auf eine Brücke und fotografierte die passierenden Schiffe aus der Vogelperspektive. Markant kommt die Melancholie der Schiffsmontagen in der Serie zum Tragen, die er 2005 in Venedig fotografierte. Hier nahm er im selben Verfahren – wie könnte es anders sein – die typischen schwarzen Gondeln auf. Auf den Fotografien sieht man die Touristen in Regenjacken und Wanderschuhen im Rumpf der schlanken, eleganten Boote sitzen. Familien haben es sich zwischen ihren Rucksäcken bequem gemacht, den Gondoliere im Rücken. Vergangenheit und Gegenwart der Lagunenstadt prallen in Brömmels Aufnahmen aufeinander – die Gondeln, früher zum Verschiffen lebenswichtiger Waren bestimmt, halten auch heute, als verklärtes Relikt, die Stadt am Leben, indem sie die Besucher für kurze Zeit am morbiden Charme der Stadt teilhaben lassen. Die bemerkenswerte Strenge, die Brömmel mit seinen Serien „La Gondola“ und „kopfüber“ ausgedrückt hat, hat er auch in seiner Serie „Venedig“ […]

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Booster für die Stadtvernutzung

Venedigs klamme Stadtverwaltung verhökert das Tafelsilber Ein Kommentar von Falk Jaeger In der Lagunenstadt ist Bedenkliches im Gange. Der Modekonzern Benetton hat sich den größten Palazzo am Canal Grande gesichert und will ihn zum Megastore verunstalten. Der Fondaco di Tedeschi, unmittelbar an der Rialtobrücke gelegen, ist der stattlichste Palazzo am Canal. Genauer gesagt, ein historisches Handelshaus der Deutschen (Tedeschi), das immerhin auf das Jahr 1228 zurückgeht. Der heutige Renaissancebau entstand 1505–07 nach den Plänen des berühmten Baumeisters Fra Giovanni Giocondo und wurde häufig umgebaut, verändert, unter Napoleon als Zollbehörde benutzt und war seit 1870 bis 2011 zuletzt nur teilweise als Hauptpostamt in Gebrauch. Ein Haus mit wechselvoller Geschichte also, ein Kulturdenkmal ersten Ranges, das nun einer neuen Verwendung zugeführt werden soll. An den Modehändler Benetton hat die Stadt mit den notorisch leeren Kassen den Bau 2008 verkauft, damit der das Gebäude saniere und wieder mit Leben erfülle. Ein dafür prädestinierter Architekt ist leicht zu finden. David […]

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Brunetti, Biennalen und Banditen

Ein Porträt über die Architektin und Szenenbildnerin Stephanie Ernst Sie stammt aus einer Architektenfamilie: Für den Großvater, den Vater und zwei ihrer vier Brüder waren ihre Aufgaben immer eindeutig, ihre Herzen schlugen und schlagen bis heute ausschließlich für die Architektur. Anders bei Stephanie Ernst: Nur wenn sie gerade einmal nicht in der Weltgeschichte herumreist, greift sie ihnen in ihrem gemeinsamen Büro ERNST ARCHITEKTEN in Zülpich unter die Arme. Stephanie Ernst spricht fließend Italienisch, Französisch, Englisch, lebt zu 60 Prozent aus dem Koffer und ist sich nicht zu schade, im Eiscafe nebenan in Köln für 7,- Euro die Stunde zu jobben, wenn weder Brunetti noch die Brüder Max und Markus und auch kein Produzent rufen – und die rufen eigentlich recht oft, und gern auch zeitgleich. Sie hat das typisch rheinländische Gemüt – nichts scheint wirklich mühsam, nichts aussichtslos. Nicht selten verfällt sie in den rheinländischen Slang … bei ihr wirkt es wirklich charmant! Stephanie ist […]

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Der unkomplizierte Einstieg

Elektronische Zutrittsorganisation mit ISIS M100 FSB führt unter der Marke isis seine Systeme zur elektronischen Zutrittsorganisation unter einem Dach zusammen und fügt dem Portfolio eine so einfach handhabbare wie durchdachte Produktinnovation „made in Brakel“ hinzu. isis M100 überträgt die Kernmerkmale und -vorteile des elektronischen Zutrittskontrollsystems EZK in eine kompakte und kinderleicht handhabbare Einstiegslösung.   Ob im Privatbereich, in Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder ähnlichen Objekten vergleichbarer Größe: Der im Vergleich zu EZK deutlich geringere Komplexitätsgrad des Systems ohne zusätzliche Softwareinstallationen, Schulungen und externe Programmiergeräte macht isis M100 zur perfekten Lösung für Objekte mit wenigen Türen bzw. niedrigen Budgets. EZK hat sich in der Vergangenheit als Lösung erster Wahl etabliert, wenn es um die Realisierung von flexibler organisatorischer Sicherheit in Kombination mit höchster Designqualität geht. Bei EZK wie auch bei isis M100 wird der Prozess der elektronischen Identifizierung zusammen mit einem mechatronischen Modul auf engstem Raum in der Drückerrosette bzw. unterhalb des Deckschildes untergebracht. Die batteriebetriebenen Garnituren machen die […]

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Arbeiten mit Licht und Tiefe

Die Architektin und Glaskünstlerin Daniela Schönbächler Mit Venedig hatte Daniela Schönbächler ursprünglich wenig im Sinn. Die ersten Erfahrungen waren miserabel, die Meinung schnell gebildet. Eine groß angelegte Abzocke, völlig überlaufen, im Sommer heiß und schwül. Einmal kam sie wieder, nun im Winter. Sich Venedig anzusehen war nun ein – wenn auch mäßig interessantes – Vergnügen. Die Idee, hier zu leben, wäre ihr zumindest als absurdes Ansinnen erschienen. Sie hätte sich London oder Istanbul vorstellen können, etwas Außergewöhnlicheres und vor allem etwas Kosmopolitischeres. Im folgenden Jahrzehnt studierte sie unter anderem in Paris Architektur, wurde Mitarbeiterin im Atelier Mario Bottas und begann, ihren Fokus von Architektur auf Kunst zu verschieben. Glas war der Werkstoff, der sie besonders interessierte. Und wenn es um Kunst in Verbindung mit Glas geht, kommt man um Venedig kaum herum. Für die junge Künstlerin stellte sich Murano auf den ersten Blick jedoch als enttäuschend heraus. Die Glasbläser bilden eine hermetische, von Männern dominierte […]

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Venedig erlesen!

Literaturtipps Die Stadt im Wasser inspiriert und fasziniert. Wie kaum eine andere Stadt ist Venedig Hauptdarstellerin unzähliger Veröffentlichungen – vom Bildband bis zum Roman, vom Reiseführer bis zum Stadtplan –, gelesen und angeschaut von Venedig-Liebhabern auf der ganzen Welt. Wir haben für Sie eine Auswahl getroffen – um Lust auf diese Stadt und die Architekturbiennale zu machen. Alle genannten Titel finden Sie auf unserem Büchertisch in unserem Meetingpoint. Venedig literarisch Romane über Venedig gibt es natürlich viele. An erster Stelle Klassiker wie Thomas Manns „Der Tod in Venedig“, Shakespeares nicht minder tragischer „Kaufmann von Venedig“ oder die auch als Film bekannt gewordene Geschichte „Wenn die Gondeln Trauer tragen“. Heutige Autoren sind weniger morbide und schöpfen oft aus der eigenen Biografie, so zum Beispiel die deutsche Journalistin Petra Reski. Sie wohnt schon seit einer geraumen Weile in Venedig. Nun steht ein runder Geburtstag an und sie erwartet Besuch von ihrer Mutter, mit der sie alleine – der […]

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