[heimat]

Wir wollen uns einem Gefühl nähern, das jeder kennt und ersehnt: Zuhause sein, geborgen sein im Vertrauten. Heimat kann verbunden sein mit Menschen, Landschaften und Räumen. Oder mit Musik und Essen. Unsere Welt, wird oft gesagt, sei ein globales Dorf geworden. Ist dieses Dorf automatisch unsere neue, gefühlte Heimat?
 

 

 

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Inhalt

Den Anfang verliert man nie

Raimund Thiele über das innere Zuhause Heimat findet in unseren Köpfen meist geographisch statt. In den Medien hören wir von Menschen, die ihre Heimat verlassen, die für ihr Heimatland Kriege führen oder die ihre Heimat (politisch) verachten. Um zu ergründen, was Heimat für die Menschen bedeutet – egal, auf welchem Teil des Globus sie leben – sprachen wir mit dem Psychologen und Psychotherapeuten Raimund Thiele. Klar ist: Der Anfang der inneren Heimat liegt in der Kindheit. Der seelische Raum ist mit der Geburt bereitet. Ab dann richten wir ihn ein. BerührungsPunkte: Heimat – was ist das ist psychologisch gesehen für ein Gefühl? Thiele: Es ist das Gefühl, hier her zu gehören – hier sein zu können. Man kann sich auch schlecht fühlen oder traurig, aber man weiß, »ich habe eine Identität, habe Gegenüber, die anders sind als ich, aber zu denen ich gehöre «. Das ist das sichere Gefühl, das in dem Begriff Heimat gut […]

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Am Anfang ist Funktion

Jetzt gibt es auch eine Plan-Armatur Gerade bei der professionellen Ausstattung von Bädern und Sanitärräumen zählt die Verlässlichkeit von Material, Oberfläche und Handhabung. KEUCO Plan verbindet die puristische Schönheit der klaren, reinen Form mit Funktionalität. Zu der Collection, die sich auf das Wesentliche besinnt – Fläche und Zylinder – gibt es jetzt auch die passende Waschtisch-Armatur. Reiner Moll hat mit Plan eine Serie mit hoher Alltagsästhetik geschaffen. Die architektonische Geradlinigkeit des Designs ist geradezu intensiv. Und so findet Plan mit seiner klaren Gestaltungslinie, die ursprünglich für den Objektbereich entwickelt wurde, inzwischen auch den Weg in den Privatbereich. Materialauswahl und Oberflächen unterstreichen die mit den klassisch-funktionalen Formen angestrebte Langlebigkeit der Produkte. Plan gibt es verchromt, aber auch in Edelstahl oder silbereloxiertem Aluminium. Die neue Sachlichkeit kooperiert mit edlen Oberflächen und setzt so Maßstäbe anspruchsvoller Hygiene und Pflegeleichtigkeit. Plan umfasst inzwischen das ganze Programm der Accessoires, vom Toilettenpapierhalter bis zum Kleiderhaken. Es schließt sich der Kreis – […]

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Stallgeruch

Viehunterstände in Schleswig-Holstein Ist ein Viehunterstand bewusst gestalteter Raum? Architektur-Fotograf Daniel Sumesgutner war in seiner Heimat Schleswig-Holstein unterwegs, Schnee bedeckte die Äcker und Wiesen. Dabei entdeckte er eine ganze Reihe von interessanten Gebäuden, deren Gestaltung eigenwilligen Gesetzen zu gehorchen scheint. Die von Sumesgutner präsentierten Viehunterstände lehren die hohe Kunst der spontanen, absichtslosen Kreativität.   Daniel Sumesgutner Tel. 0231/121245 www.sumesgutner.de

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Mangel birgt ungeheure ästhetische Möglichkeiten

Heinrich Engelmann lebt als Eremit im Schwerter Wald Vor 30 Jahren ging Heinrich Engelmann in die Einsiedelei. In der Nähe Dortmunds, auf einem 9.000 Quadratmeter großen, verborgenen Grundstück bewohnt der ehemalige Hochschullehrer seine winzige Hütte. »Das ist meine Heimat«, sagt er heute, »wenn ich weggehe, empfinde ich das wie einen Verrat.« Zu beweisen, dass man beim Wohnen mit sehr wenig Raum auskommen kann, ist für Architekten schon lange eine Herausforderung. Einfacher leben! Dieser Wunsch hat immer wieder Menschen bewogen, einen anderen Lebensrhythmus für sich zu finden. Als Heinrich Engelmann mit Anfang 40 aus der Stadt geflüchtet ist, da wollte er weg von einem Ort, »an dem die Qualitäten nicht mehr herzustellen sind die ich erwarte: Natur um mich herum. So würde auch ein Tier flüchten, wenn man ihm nur Asphaltflächen bieten würde. Rehe«, fügt er noch hinzu, »Rehe würden sich nie in der Stadt aufhalten.« Als der heute 70-Jährige damals das Stück Land im Verlauf […]

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Gegen den malerischen Heimatstil

Zeit des Öko-Dogmas ist in der Gartenarchitektur passé – Rückschau auf Ernst Cramer Die Szenerie ist surrealistisch: fast traumwandlerisch bewegt sich das Publikum durch ein landschaftsarchitektonisch konzipiertes, knapp fünf Hektar großes Bühnenbild aus langgestreckten, bis zu acht Meter hohen Rasenpyramiden. Aus Zuschauern werden Protagonisten, die in geometrisch geformten Erdfaltungen verschwinden, Stufenpyramiden erkunden oder den Schatten kleiner Baumgruppen genießen, um in Ruhe die bewegte Verdoppelung der abstrakten Szene auf dem Wasserspiegel des Waldweihers zu beobachten. Über der futuristischen Landschaft liegt der Klangteppich des 21. Jahrhunderts: sphärische Musik, das Geplauder der Besucher und zuweilen die heulenden Turbinen eines startenden Flugzeuges. »Sie […] bringen eine vollkommen neue Landschaft, Sie erzeugen ein Raumgefühl, das ich bisher unter freien Himmel noch nie empfunden habe. Sie beweisen, dass mit klugem Geist und genauer Handhabe des Handwerkes, mit dem kostbaren Material Erde nicht unbedingt so geschaffen werden muss, wie dies die Kräfte der Naturelemente tun. Sie schaffen nicht die Imitation einer natürlichen […]

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Funktionstiefe als Programm

  Gira TX_44: Breites Einsatzspektrum Auch in der Gebäudeausstattung will der Architekt die Idee »seines« Gebäudes bis ins Detail fortführen. Im Idealfall ist am Ende eine einheitliche Handschrift ablesbar – für Baukörper und Fassade ebenso wie für Innen- und Außengestaltung. Um diese Wünsche zu erfüllen hat Gira das Schalterprogramm TX_44 für drinnen und draußen entwickelt. Es ist nicht nur unempfindlich und witterungsbeständig, dazu spritzwasser- und diebstahlgeschützt, sondern erfüllt mit seinem klaren Design auch optisch die Repräsentationsansprüche, die heute an Objektbauten und Wohnhäuser gestellt werden. Zudem überzeugt das Schalterprogramm Gira TX_44 durch seine außergewöhnliche Funktionstiefe. Mehr als 120 Funktionen lassen sich realisieren und garantieren somit ein breites Spektrum unterschiedlichster Einsatzbereiche – von der klassischen Installation bis zur Bustechnik. Zur programmspezifischen Funktionsbreite gehören Wipp- und Tastschalter, Tastdimmer oder Schlüsselschalter sowie Automatik-Schalter, Drei- Stufen- und Zeitschalter. Unter Klappdeckeln lassen sich zudem fast alle Steckdosenvarianten und Geräte zur Datenanschlusstechnik aus dem bewährten Gira System 55 integrieren und damit auch im […]

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Kirchen: Aus Papier oder im Mauerstreifen

In welchen Räumen finden wir spirituelle Heimat? Die Institution Kirche scheint – gemessen an der rückläufigen Mitgliederzahl – gesellschaftlich mehr und mehr an Bedeutung zu verlieren. Als Ort in der Stadt aber – als Gebäude und als Raum – hat sie seit jeher ihren Stellenwert behauptet. Und betrachtet man die Vielzahl neuer Sakralbauten und ihre außerordentlichen gestalterischen Qualitäten, dann erkennt man, dass diese Räume den Menschen – ob gläubig oder nicht – immer noch ein Gefühl von Heimat vermitteln. Die europäische Architekturgeschichte ist nachhaltig geprägt durch die Geschichte des Sakralbaus – von den Tempeln und Altären in Griechenland und Kleinasien über die Römische Antike, die Entwicklung der frühchristlichen Basilika bis zu den Meisterwerken der Gotik, der Renaissance und des Barock. Dabei ist die Kathedrale weit mehr, als nur Versammlungsraum und Heimat einer Gemeinde. Sie ist zugleich Symbol für die Macht ihrer Erbauer und darüber hinaus Wahrzeichen der Stadt – und das ist sie bis heute […]

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Rasselnde Nostalgie, kuschelnde Currywürste

Typisch deutsches Volksfest – Annentag in Brakel Das erste Wochenende im August. Jedes Jahr bricht am Annentag das ostwestfälische Städtchen Brakel aus der ländlichen Idylle aus, verwandelt sich das mittelalterliche Stadtbild in einen Jahrmarkt. Mit einem herausragend gestaltete Buch über den Annentag zollt FSB der Heimatstadt Tribut. Schließlich werden die Klinken von den Menschen produziert, die hier leben. Diese Liebeserklärung an den Standort erzählt von den Menschen, die ihr täglich Brot mit der Herstellung von Klinken verdienen, und auch davon, dass in Brakel nicht nur gearbeitet, sondern auch gern gefeiert wird. Ein Buch über das Leben im kleinen Städtchen, über Rituale und über das Wohlfühlen. Mehr als 8.000 Fotos schossen die Fotografen Rudi Meisel, Timm Rautert und Michael Wolf vom Annentag 1991. Aufgenommen bei einem speziell Brakeler Stadtvergnügen, zeigen die Bilder doch mehr, nämlich ein typisch deutsches Volksfest. Bernd Müllender berichtet in lebendigen Reportagen vom Lebensgefühl des feiernden Städtchens unter Überschriften wie »Schlafendes Bier, kuschelnde […]

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Autorendesign

Unter dem Stichwort „Autorendesign“ haben namhafte Produktgestalter aus vielen europäischen Ländern für FSB jeweils aus ihrem typischen Formenverständnis heraus Griffprogramme für Europa geschaffen. Die Nähe zu ihrer jeweiligen nationalen Heimat ist unverkennbar. Der Engländer Jasper Morrison mit seiner Vorliebe für das Schlichte, Handfeste und Griffige; der Franzose Philippe Stark, der beweist, dass es möglich ist, selbst beim Design banale Allerweltsprodukte eine starke persönliche Handschrift zu entwickeln, ohne die Funktionalität zu verraten; der Holländer Ton Haas, der meint, dass eine holländische Klinke vor allem Volumen haben sollte; der Däne Erik Magnussen, der aus gefalteten Edelstahlbändern eine Griffserie schuf, die die Leichtigkeit des Flügelschlages einer skandinavischen Möwe besitzt; der deutsche Architekt Hans Kollhoff mit seinen klaren Griffen in der Sprache der legendären 30er Jahre; der Deutsche Dieter Rams, dessen prägnante Griffe sogar ganz seinem Motto „weniger ist mehr“ folgen; das deutsche Designerehepaar rahe + rahe, das der Bauhausstadt Dessau eine eigene Klinke schenken wollte; unserem Kollegen Hartmut […]

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»Was hat Sie in letzter Zeit besonders berührt,…

…Armin Rohde?« BerührungsPUNKTE : Geboren sind Sie in Gladbeck – und ein echter Ruhri? Armin Rohde: An die ersten paar Lebensjahre in Gladbeck habe ich nur noch ganz verschwommene Erinnerungen. Aufgewachsen bin ich in Wuppertal, im Bergischen Land. Das ist etwas ganz anderes als das Ruhrgebiet. BerührungsPUNKTE : Was ist da anders? Armin Rohde: Tja, das kann ich gar nicht genau sagen, es fühlt sich anders an. Aber ich war auch schon so lange nicht mehr in Wuppertal, dass ich das gar nicht richtig beschreiben kann – vielleicht ist man dort etwas verschrobener, eigenbrötlerischer, wobei solche generellen Urteile natürlich nie auf die Gesamtheit der Einwohner zutreffen können. Eigentlich bin ich mehr der heimatlose Geselle. Ich wohne zwar in Bochum, aber ich bin bis zu zehn Monate im Jahr unterwegs, da bekommt das Heimatgefühl zur Stadt Bochum nicht sonderlich viel Zeit, um sich zu entwickeln. Es ist auch so, dass ich nach kurzer Zeit, wenn ich […]

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Klassiker

Margarete Schütte-Lihotzky erfand die Einbauküche Die Erfindung der Einbauküche verdankt die Welt Österreichs erster Architektin: Margarete Schütte-Lihotzky. 1919 schloss die damals 22-Jährige ihr Studium mit dem Lobmayr-Preis ab. Sie lernte in Holland erstmals die Idee der genossenschaftlichen Arbeitersiedlungen kennen. Die Herausforderung bestand darin, für die verarmten Massen Wohnraum zu schaffen. Ein Prinzip, das die junge Architektin auch zu ihrem prominentesten Projekt führte, der sogenannten »Frankfurter Küche« – die erste Einbauküche. 1930 ging Schütte-Lihotzky mit ihrem Mann in die Sowjetunion und beteiligte sich später von Istanbul aus am Widerstand gegen Hitler. Sie überlebte vier Jahre faschistische Haft und engagierte sich nach dem Krieg vor allem politisch. Im Alter von über 100 Jahren verstarb Margarete Schütte-Lihotzky im Jahr 2000. Foto: »Auf Frauen bauen«, Verlag Anton Pustet, Salzburg)

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Heiliger Bügelverschluss!

Historisches Düsseldorfer Altstadtlokal Rund um die Frage, ob der Uerige nun tatsächlich die älteste Gaststätte Düsseldorfs ist, wurde schon so manches Alt getrunken. Fest steht: Seit 200 Jahren trinkt man hier Obergäriges. Wenn es von typisch eine Steigerungsform gäbe, müsste sie wohl für das Düsseldorfer Altstadtlokal gelten. Seinen Stammplatz hat Stammgast Kurt Gartz im Beichtstuhl, der gerade genug Platz bietet für zwei Männer und ihr Bier. Da steht sich`s zwar ein bisschen wie in einer Bushaltestelle an einer wenig befahrenen Landstraße, aber der geschützte Raum bietet auch guten Überblick über einen wichtigen Knotenpunkt des Uerigen: Hier weiß man stets, wer gerade zwischen Eingang, »Neweaan«* und »Handwerkerstuben« pendelt. Die verschiedenen Lokalräume tragen alteingesessene Namen. Die »Handwerkerstuben« heißen zwar offiziell so, aber jeder nennt sie »Sauna« – nicht schwer zu raten, weshalb. Schließlich befindet man sich in einer Hausbrauerei und da kommt an manchen Stellen Wärme auf. Früher ein Lokal nur für Männer Wie lange er schon […]

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