[wünsche]

Anlässlich unseres Jubiläums 10 Jahre BerührungsPunkte haben wir Sie – die Architektinnen und Architekten – nach Ihren Wünschen gefragt. Eine beeindruckende Bandbreite von Wünschen und Visionen zeigt differenziert die Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt.

Noch mehr Wünsche gibt es unter anderem von Kristien Ring, aufgewachsen in den USA, und Sergei Tchoban, aufgewachsen in der ehemaligen Sowjetunion, die ihre Wünsche vor dem Hintergrund ganz unterschiedlicher Biografien und Erfahrungen formulieren.

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Inhalt

Schau. Platz. Stadt.

Ein Wunsch von Kristien Ring Ich wuchs auf in den Vereinigten Staaten, wo scheinbar jeder vom Einfamilienhaus mit einem schönen Garten an der Rückseite träumt. Mein Elternhaus passte genau in dieses Bild: der Garten war groß genug, um Baseball zu spielen und an einem angrenzenden Fluss konnten wir Frösche, Krebse und allerlei andere Kreaturen entdecken. An den langen Ästen der Trauerweiden an der Uferböschung konnten wir uns von einem Ufer zum anderen schwingen. Natürlich hatte unser Haus eine Doppelgarage, die auch als Werkstatt diente. Voll mit lauter Werkzeugen, um alles Mögliche zu basteln und in der wir alles auf den Kopf stellen konnten. Im Winter wurde die Garage für uns zur Rollschuhbahn. Wir konnten dort die Musik so laut machen wie wir wollten und mit unserer garage band proben. Als Kinder bewegten wir uns frei in der Nachbarschaft und besuchten unsere Freunde über die Gärten von Haus zu Haus. Als Teenager bekam die Idylle für […]

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Stadt. Raum. Kultur.

Ein Wunsch von Sergei Tchoban zum Thema Architekturexport Dienstleistung ist keine Kunst. Aber der Architekt vereint in seiner Arbeit Dienstleistung und künstlerisches Schaffen. In den vergangenen 20 Jahren ist der Austausch über beide Arbeitsfelder enorm gewachsen. Dabei zeichnet die Dienstleistung eines Architekten nach westlicher Schule seine Arbeit in meinen Augen besonders aus. Und auch die künstlerische Entwicklung eines Entwurfs stellt von Anfang an die Weichen. Sie wird ebenfalls durch bestimmte Schulen geprägt. Ich habe in Deutschland gelernt, und lerne immer noch, sehr genau hinzuhören was eigentlich notwendig ist und was gefragt ist, um dann die Aufgabe entsprechend zu lösen. Im Detail ist der bloße Export von Architektur jedoch zunächst sehr fragwürdig. Anfang der 90er Jahre, als ich mein Studium an der Akademie der Künste im damaligen Leningrad absolviert hatte, sah ich für mich als Architekt in Russland keine Chance. Aber es war mein Traumberuf und ich wollte unbedingt Häuser bauen. Deswegen bin ich nach einer […]

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Wohntraum der Extraklasse

Intelligente Haustechnik sorgt für Komfort in Luxus-Villa Zauberhaft angelegt ist der Garten mit seinen bis zu 250 Jahre alten Bonsais, mit Rosen, Lavendel, einer knochigen Linde und einem Teich voller farbenprächtiger Kois. Mit Blick auf den Ammersee ist hier der Wunsch nach einem Wohntraum der Extraklasse Wirklichkeit geworden. An das frühere Gebäude im alpenländischen Stil erinnert praktisch nichts mehr. Das Haus wurde nach den Plänen des Münchner Architekten Heino Stamm komplett entkernt. Er ließ fast alle Innenwände entfernen, um helle, offene Räume zu schaffen. Große Fensterfronten holen die Natur ins Haus. Ebenfalls neu ist der Anbau mit Schwimmbad, für den eine stattliche Baugrube von 9 Metern Tiefe ausgehoben werden musste, denn unter dem 10 x 5 Meter großen Schwimmbecken befindet sich die gesamte Technik. Das Innere des Wohnhauses ist geprägt von zeitloser Eleganz: Klare Linien und wenige ausgewählte Materialien ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Im ersten Stock befindet sich der eigentliche Wohnbereich, ein großer Raum mit […]

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Wohnstandard der Zukunft

Ein Wunsch von Gira: Gebäude intelligent ausstatten Wer heute einen Neubau ohne Instabus KNX/EIB System plant, plant de facto einen Altbau. Denn er verzichtet auf die vielseitigen Möglichkeiten, die ein Haus „intelligent“ machen. Sie sorgen für mehr Komfort, höhere Sicherheit, mehr Flexibilität, geringeren Energieverbrauch und damit für weniger Kosten. Und sie steigern den Wert einer Immobilie nachhaltig. Gira wünscht sich, dass viele Gebäude intelligent ausgestattet und damit Wohnstandards der Zukunft schon heute realisiert werden. Wichtig ist, dass die Entscheidung für ein Instabus KNX/EIB System in einer frühen Planungsphase fällt und dass der Architekt darin miteingebunden ist. Wer über den Elektromeister hinaus zusätzliches Know-how bei der Planung benötigt, vor allem wenn die Bereiche der Multimedia-Anwendungen und Ethernet-IP Netzwerke hinzukommen, kann sich auf die Unterstützung von System-Integratoren verlassen – sie sind ausgewiesene Spezialisten für die gewerkeübergreifende Gebäudesystemtechnik. Der Kontakt lässt sich ganz leicht über die Homepage von Gira herstellen: www.gira.de/systemintegratoren/ Ein großer Vorteil einer Instabus KNX/EIB Installation: […]

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Eigentum verpflichtet

Michael Amort, archivolver – Ein Porträt Ein sperriger Betonklotz als Bauplatz? „Eigentum verpflichtet“ – das muss den Bauherren klar gewesen sein, als sie sich zum Kauf eines alten Luftschutzbunkers im westfälischen Hamm entschieden. Gemeinsam mit dem Bonner Architekturbüro archivolver haben sie ein Penthouse auf den Hochbunker gesetzt, in dem sie jetzt leben. Urbanes Wohnen auf eigenwillige Art. „Der respektvolle Umgang mit dem Bunker als zeitgeschichtliches Dokument war unsere Prämisse“ erläutert Architekt Michael Amort seine Herangehensweise. Die Bausubstanz bleibt äußerlich völlig unverändert, aus Respekt vor dem historischen Bestand zerstören auch keine Fenster die dicken Mauern. Der neue Baukörper ist aufgesetzt, der Kontrast zwischen Alt und Neu durch eine Fuge betont, die im Dunklen sogar beleuchtet ist. Das Penthouse scheint über seinem Unterbau zu schweben. „Den Bunker kann man schön oder hässlich finden, aber als Bauwerk hat er Charakter und Würde“ erklärt Amort. „Diese Eigenschaften kann man ihm nicht absprechen.“ Viele Gründerzeitvillen hat der seit 2001 selbstständige […]

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Stadtumbau statt Umbau

Ein Wunsch von Stefan Forster zum Thema Stadtumbau Seit nun bald 20 Jahren beschäftigt sich unser Land mit dem Thema Stadtumbau. Durch die Wiedervereinigung ist es zur Einführung dieses Begriffes gekommen. Der 1. Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden hatte uns die historischen Innenstädte, fast ohne Menschen, auf dem Stand von etwa 1936 hinterlassen. Die Bevölkerung wohnte in der sozialistischen Errungenschaft, der Plattenbaustadt, vor der eigentlichen historischen Innenstadt. Der bauliche Zustand dieser Behausungen war, der sozialistischen Mangelwirtschaft geschuldet, miserabel. Verständlich deshalb der Wunsch, bzw. die massive Forderung der ostdeutschen Wohnungswirtschaft, die Wohnverhältnisse möglichst rasch denen der Westbürger zumindest anzugleichen. So wurden in einer immensen Kraftanstrengung in der ersten Stufe fast 80 Prozent des Plattenbaubestandes pinselsaniert. Die Art der Sanierung könnte man auch, etwas bösartig, als „denkmalgerecht“ bezeichnen. Da es sich bei den Plattenbauten um die Errungenschaften der Planwirtschaft handelte, war Anfangs jegliche Kritik an dieser Art der Sanierung nicht opportun. Das böse Wort des Rückbaus […]

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Ihre Wünsche

10 Jahre Berührungspunkte Es ist widerlegt: Die Entwürfe von Architektinnen und Architekten gehen an der Realität vorbei, haben wenig mit den Bedürfnissen der Bewohner zu tun und geplant wird, was der zahlungskräftige Investor will? Die eingereichten Wünsche sprechen eine andere Sprache: Viele Architekten und Architektinnen setzen sich sehr intensiv mit ihrer Umwelt auseinander, entwerfen behutsam und verantwortungsvoll und überzeugen mit Ideenreichtum und Humor. In diesem „Heft im Heft“ finden Sie alle eingereichten 51 Wünsche, zwanzig davon sind exemplarisch jeweils auf einer Seite dargestellt. Noch mehr Wünsche…

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Auf der Suche nach der Metropole der Zukunft

Ein Bericht von Anja Hajduk zur IBA Hamburg Die Frage nach der Entwicklung von Städten als Lebenswelten ist seit jeher Gegenstand von Diskussionen. Seit 1901 treten daher Bauausstellungen in Deutschland mit dem Anspruch an, Antworten auf die großen Fragen ihrer Zeit zu formulieren. Bis zum Jahr 2013 richtet nun auch Hamburg erstmals eine Internationale Bauausstellung (IBA Hamburg) aus, in deren Rahmen wir die Frage nach der Zukunft der Metropolen neu stellen möchten. Denn Entwürfe für die zukünftige Struktur einer Metropole sind immer auch Lösungsentwürfe für die großen gesellschaftlichen Fragen. Die Metropole des 21. Jahrhunderts muss ihre Freiheit und Kreativität bewahren, um in einer globalisierten Welt ihre volle Strahlkraft zu entfalten – und sie muss zugleich ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt gerecht werden, um lebenswert zu bleiben. Wie sich eine moderne Großstadt diesen Herausforderungen erfolgreich stellen und ihre Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellen kann, das möchte die IBA Hamburg zeigen. Die Frage nach der Zukunft der […]

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Der Wunsch nach neuen Konzepten für die Raumgestaltung

Edition Atelier Wo Mensch und Architektur perfekt harmonieren, entstehen neue Dimensionen für das Leben im Bad. Raumkonzepte verändern sich mit den Gewohnheiten der Menschen. Mehr und mehr hat der Aufenthalt im Bad an Bedeutung gewonnen, ist das Bad zu einem Lebens- und Wohnraum geworden. Diesem Anspruch hat KEUCO mit der Entwicklung der Edition Atelier Beachtung geschenkt. Die Wohnwerte des Bades zu erleben und nach den geänderten Bedürfnissen zu gestalten – dafür steht Edition Atelier. Das Bad in der Entwicklung löst sich vom Konzept eines separaten Raumes und öffnet sich anderen Wohnbereichen. Grundgedanke der Edition Atelier ist, Architektur und Möbel fließend ineinander übergehen zu lassen und funktional zu verschmelzen. Es ist der Wunsch, Ästhetik und Funktion auf eine neue Art zu verbinden, andere Wege in der Raumgestaltung zu gehen. Die Edition Atelier besteht im Zentrum aus einem völlig andersartigen Waschplatz, dessen großformatige Spiegelwand als architektonisches Element Lebensräume neu gestaltet und verbindet. So kann das Bad in […]

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Zukunft gestalten mit KEUCO

Der Wunsch nach neuen Wohnkonzepten für die älter werdende Gesellschaft Der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung sowie die generell alternde Gesellschaft rücken die Bedürfnisse der älteren Menschen in den Focus. Wie wird oder muss angesichts der markanten demografischen Veränderungen das Wohnen in Zukunft aussehen? Dieser Fragestellung hat sich KEUCO angenommen und nach neuen Konzepten für den Lebensraum Bad gesucht. Der Wunsch eines Unternehmens nach zukunftsweisenden Produkt- und Raumkonzepten führte zum Universal Design. Zum Anspruch, Produkte und Räume so zu gestalten, dass sie für alle Menschen gleichermaßen nutzbar und gleichermaßen ästhetisch sind, unabhängig von ihrer Konstitution. Für die Design-Philosophie bedeutet das einen generellen Wechsel der Perspektive: Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht das Objekt. Die Produktentwicklung geht vom Nutzer aus, nicht vom technisch Machbaren. Nicht die Frage „was geht?“ sondern „was wird benötigt?“ ist der wesentliche Ausgangspunkt für funktionale und gleichermaßen ästhetische Produkte. Für KEUCO eine wünschenswerte Sicht der Dinge, die es weiter zu vermitteln und zu […]

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Zwischen Veedel* und Dom ist noch jede Menge Platz für Stadt

Ein Interview mit Bernd streitberger Zumindest bildlich gesprochen liegt die Stadt Köln ihrem Planungsdezernenten Bernd Streitberger zu Füßen. Von seinem Büro im 15. Stock des rechtsrheinischen Kölner Stadthauses hat er einen spektakulären Blick über die gesamte Kölner Innenstadt bis weit ins Umland, den er auch sehr zu genießen scheint. Immer wieder schweift sein Blick während unseres Gesprächs aus dem Fenster. Es wirkt fast schüchtern zumindest zurückhaltend, wie er sich vor unserem Gespräch noch sein Sakko überzieht. Doch der Eindruck verfliegt schnell und ebenso schnell wird klar: Der selbsternannte Pragmatiker hat durchaus Ideale, für die er kämpft. Wenn es sein muss auch mit einer Portion Schlitzohrigkeit, wie beim Kölner Masterplan des Büros AS&P Albert Speer und Partner, dessen endgültige Version in diesen Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt wird. BerührungsPunkte : Viele Teilnehmer an unserem Wunsch-Aufruf wünschen sich eher kleinere Veränderungen, Eingriffe im persönlichen Wohnumfeld, weniger die ganz großen Gesten. Wie schätzen Sie diesen Wunsch der Menschen nach […]

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Wenn Wünsche Realität werden…

Im Bereich der Märchenwelt sind es meistens drei Wünsche, welche man sich von der Fee oder dem Zauberer ganz spontan erfüllen lassen darf. Hätte FSB diese Freiheit, beständen diese Wünsche bestimmt aus jederzeit gefüllten Auftragsbüchern, Innovationskraft und einer zufriedenen Klientel. Für die Erfüllung dieser Wünsche ist aber nicht die Märchenwelt zuständig, sondern sie liegen ausschließlich in der Verantwortung von den etwa 550 entsprechend motivierten FSBBeschäftigten. Zum Selbstverständnis einer hochentwickelten Gesellschaft sollten ebenso hochentwickelte Produkte zählen. Das hat auch sehr viel mit Nachhaltigkeit zu tun. Türen und Fenster begleiten uns Menschen über mehrere Jahrzehnte. Grund genug also bei den kompletten Türund Fensterelementen nicht nur auf Material, Design und Technik, sondern auch auf Langlebigkeit zu achten. Aus Erfahrung wissen wir Menschen, dass alles seinen Preis hat. Das Gesetz der Marktwirtschaft untersagt es, für einen Preis mehr als die Leistung zu bekommen. Billiger kann in der Praxis durchaus teurer sein und umgekehrt: zunächst teurer auch preiswerter. Es zählen […]

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Raum für Effi Briest und Tante Liesbeth

Ein Wunsch von Dieter Holtz für Sassnitz auf Rügen Zuerst wünsche ich mir, dass hier „auf dem flachen Land“ das wenige Geld in den privaten und öffentlichen Kassen Kreativität hervorruft und keine „Türmchenarchitektur“. Neben der Bäderarchitektur der Sassnitzer Glanzzeiten um 1900 – Theodor Fontane schrieb 1895 im Roman „Effi Briest“: „Denn nach Rügen reisen, heißt nach Sassnitz reisen.“ – steht zu einem großen Teil die Architektur der Stadt nach dem 2. Weltkrieg, geprägt von Industrie und DDR. Tourismus war in dieser Zeit eher zweitrangig, aber, dank des Naturschutzgebietes, dem heutigen Nationalpark Jasmund, vorhanden. Und Häfen ziehen Landratten immer an, auch wenn sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Aber in Sassnitz gab es neben dem 1956 erbauten „Seemannsheim“ den „Sachsenblick“, von wo jeder mehr oder weniger sehnsüchtig auf das Be- und Entladen der Eisenbahnfähren von und nach Schweden schauen konnte. Den Fährverkehr gibt es neben Fisch- und Kreideindustrie seit über 100 Jahren und fordert den […]

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