Rarität in der Bäderstadt Budapest: Széchényi

In Budapest gibt es soviel Thermalwasser, dass damit sogar Wohnungen beheizt werden. Es gibt 20 von Thermalquellen gespeiste Heilbäder, bzw. Freibäder in der Stadt. Die Bäder sind zum Teil auch großartige architektonische Denkmäler. Rarität und Erlebnis ist das Széchényi-Bad, in dem Männer und Frauen getrennt baden. Selbst frostige Kälte lässt die Badelust der Budapester nicht gefrieren. Und so ist das Széchényi-Bad auch im Winter überfüllt. Möglich machen dies 75 Grad heiße Thermalquellen, die unter dem größten Bäderkomplex Europas sprudeln. Ralph Richter fotografierte das Bad, das sich in seiner Eigenwilligkeit gegen die Veränderungen der Zeit zu stemmen scheint.

Photos: Ralph Richter

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Café des Széchényi: Das Heilbad wurde 1913 im Stil des Neobarock erbaut und ist seitdem eine Attraktion im grünen Stadtteil von Pest, dem Stadtwäldchen.

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Technischer Fortschritt ist eine Frage der Interpretation. Gäste können im »Széchényi« ihr Badezeug zum »Waschen« geben. Bikini und Badehose werden allerdings nur einmal durchgeschleudert.