A-Z_IconWillkommen in unserer Rubrik „Venedig von A bis Z“. Um Ihnen die Zeit bis zum Biennale-Start zu versüßen – und damit Sie beim Besuch unseres Meetingpoints bestens mit umfassendem Venedig-Wissen ausgestattet sind – stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen und Monaten unser Venedig-ABC vor. BerührungsPUNKTE macht sich auf die Suche nach den kleinen, feinen Besonderheiten der Serenissima und stellt sie informativ, übersichtlich und unterhaltsam für Sie bereit.

Viel Spaß beim Lesen!

 

H wie … 

 

… wie Hausbau

Ser 13Der Hausbau in Venedig gestaltete sich stets schwierig. Das Bauland musste der Lagune in jahrhundertelanger, mühseliger Arbeit abgerungen werden. Baumaterial musste umständlich und kostenintensiv transportiert werden, was zu einer moderaten Bauweise führte. Doch die venezianischen Architekten nutzten das Wasser auch, indem sie die Paläste mit filigranen Steinmetzarbeiten dekorierten, die das Licht brechen, das sich im Wasser spiegelt und deren Konturen in der dunstigen Luft zu verschwimmen scheinen. Die aus Haustein und Ziegeln gemauerten einfachen Wohnhäuser haben in der Regel zwei Fassaden und zwei Eingänge: einen zur Gasse und einen zum Kanal, wo sich das „Wassertor“ befindet. Im ersten Obergeschoss befindet sich ein langgestreckter Salon, der vom Innenhof bis zum Kanal reicht, wo er in einer arkadengeschmückten Loggia mündet. Gärten und Terrassen befinden sich wegen des Platzmangels meist auf den Dächern, die zudem von den typisch venezianischen, oben breiter werdenden Schornsteinen geschmückt sind. Wegen der Instabilität des Bodens haben die venezianischen Häuser normalerweise nicht mehr als drei Geschosse – lediglich im wurde höher gebaut. Der instabile Grund ist auch der Grund, dass sich viele Bauten absenken.

 

… wie Handkarren

 „Carrelli a Mano“ im Einsatz © Bahnmoeller

„Carrelli a Mano“ im Einsatz © Bahnmoeller

„Gamba, gamba – attenzione!“ Venedig ist für den Autoverkehr nahezu komplett gesperrt, alles wird über das Wasser transportiert – oder in Handkarren, den sogenannten „Carrelli a Mano“.  Die Transporteure (facchinitrasportatori) machen mit lauten Rufen wie „attenzione“ oder „gamba“ auf sich aufmerksam. Für deren Benutzung des Handkarren gelten strenge Vorschriften, wie beispielsweise Parkverbote an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten. Die Gänge um den Markusplatz herum sind beispielsweise komplett für die Handkarren gesperrt. Außerdem gibt es für die „Carrelli a Mano“ eine vorgegebene Breite: diese dürfen, inklusive der Achsen, höchstens 80 cm breit sein.