Am 8. Juni 2017 geht es in der ehemaligen Bergbau-Stadt Bochum los: Das Ruhrgebiet wird durch ein neues Festivalformat bereichert! Bis zum 18. Juni 2017 findet zum ersten Mal die BoBiennale, ein Kunst- und Kulturfestival der Freien Szene, statt. Im gesamten Stadtgebiet wird de Besuchern zehn Tage lang ein prall gefülltes Programm mit verschiedenen künstlerischen Genres wie Bildender Kunst, Musik, Malerei, Lichtkunst, Marionettentheater in unterschiedlichsten Formaten geboten. Beinahe die ganze Freie Kunst- und Kulturszene Bochums engagiert sich bei dem neu ins Leben gerufenen Festival.

Das Besondere ist, dass der Impuls, ein solches Format zu entwickeln, aus der freien Kulturszene Bochums selbst entstand. Die Initiatoren waren sich einig, dass die Kreativen in Bochum viel zu bieten haben, aber zu wenig wahrgenommen werden. Ziel war also, endlich mehr gesehen, gehört und erfahren zu werden.

Was sich, wie zu erwarten war, zu Beginn vielleicht etwas mühsam entwickelte (gerade aus monetärer Sicht), nahm im Laufe der letzten anderthalb Jahre mit unzähligen organisatorischen Treffen, viel Mund-zu-Mund-Propaganda und dem an Kontur gewinnenden Programm Fahrt auf. Die Resonanz: Über 200 Angebote von mehr als 160 Künstler*innen an ca. 50 Orten.

 

Auftakt wird die drei Tage dauernde Nacht der Ateliers sein, in denen eine Vielzahl von künstlerischen Stätten Tür und Tor öffnen und sich mit Performances, Musik und Happenings präsentieren. In Kontakt kommen, zeigen was so geht in Bochum, Inspiration und Mehrwert schaffen für alle Interessierten – das steht wohl im Fokus der BoBiennale.

Mit von der Partie sind bekannte Institutionen wie beispielsweise das Prinzregenttheater, der Bahnhof Langendreer, der Bochumer Kulturrat, das Deutsche Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst, das Stadtteilzentrum Q1, die Ruhr-Universität mit dem Blue Square und dem Campusradio CT. Zusätzlich laden Standorte, die bisher nicht für Kunst- und Kulturveranstaltungen bekannt waren, und neue Einrichtungen, wie etwa das atelier automatique, die Besucher ein, sie zu entdecken und aktiv zu erschließen. Demgemäß wird am 15. Juni, dem Open-air-Tag der BoBiennale, der Springorumradweg zur Präsentationsplattform für überraschende Kulturevents, wie z. B. Filmvogelhäuser, Hörstationen oder Maskenspiel. Auch an die kleinen Festivalbesucher*innen ist gedacht: Im Kinderprogramm BoBienchen laden neben Marionettentheater und Kinderschreibwerkstatt abenteuerliche Fahrten auf Klangfahrrädern zum Mitmachen ein.

Weitere Informationen unter www.bobiennale.de