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Marco Lachmann-Anke und Alexander Andrejew_3D-Agentur

Bevor Marco Lachmann-Anke und Alexander Andrejew ihr Architekturstudium an der Fachhochschule Dortmund aufgenommen haben, konnten beide bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung (Maurerlehre/Stuckateurmeister/Betriebswirt des Handwerks, Bürokaufmann) und mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen. Diese Erfahrungen, aber vor allem auch die kaufmännischen Grundlagen, bildeten ein gutes Fundament für ihre spätere Unternehmensgründung.

Der Arbeitgeber wurde so zum ersten Auftraggeber

Mit Hilfe eines gewonnenen Studentenwettbewerbs bewarben sie sich erfolgreich auf eine Praktikumsstelle eines deutschen Unternehmens in China. Während ihres gemeinsamen Auslandssemesters entwickelten sie die Idee für 3D-Dienstleistungen, die in China für den deutschen Markt produziert werden. Nach ihrer Rückkehr aus Asien schlossen sie ihr Studium 2007 ab. Zunächst arbeiteten beide für ein renommiertes Düsseldorfer Architekturbüro als Architekten in der Wettbewerbsabteilung – Entwurf, Konzepte und im Bereich der Visualisierung. Die Arbeit, die sie für das Büro als Angestellte erledigten, sollte schon bald durch ihr neu gegründetes Unternehmen übernommen werden. Der Arbeitgeber wurde so zum ersten Auftraggeber.

Schon nach kurzer Zeit kündigte Lachmann-Anke seine Anstellung und gründete mit Andrejew die eigene Firma Visulatektur GbR für 3D-Visualisierungen. Andrejew, der nach sechs Monaten ebenfalls sein Arbeitsverhältnis kündigte, war in dieser Zeit sogar der Ansprechpartner für die ersten Projekte der jungen Firma. Unterstützt wurden sie bei ihrer Gründung durch Erdme Brüning, Gründungscoach an der FH Dortmund. Auf ihr Anraten nahmen Lachmann-Anke und Andrejew an dem Gründungswettbewerb start2grow und waren erfolgreich. Außerdem erhielten sie, nachdem der erste Antrag abgelehnt wurde, sogar das EXIST-Gründerstipendium, das normalerweise Architekten ausschließt. Dadurch war ihr Start in die Selbständigkeit für ein Jahr finanziell gesichert, so dass sie in Ruhe ihren Businessplan verfassen und ihr Unternehmen starten konnten. Noch heute befindet sich das Unternehmen in den anfangs geförderten Räumlichkeiten der B1st Software-Factory in Dortmund.

Als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gründung sehen die beiden Architekten zunächst eine wirklich gute Idee, die eine Marktlücke schließt

Vorteile dieses Standorts waren vor allem die unterstützenden Service- und Netzwerkleistungen für Gründer. So gibt es beispielsweise Konferenzräume, die von allen Mietern genutzt werden können. Von Anfang an waren Planungsbüros ihre Zielgruppe. Um diese zu akquirieren konnten Lachmann-Anke und Andrejew über die Architektenkammern der Länder die entsprechenden Kontaktdaten online einsehen. Sie schrieben die Büros an und stellten ihr Angebot samt Referenzen vor. Neben Planungsbüros konnten sie sogar das Max-Plack-Institut als Auftraggeber gewinnen. Aus unternehmerischen Gründen lösten sie schließlich die Zusammenarbeit mit den Visualisierern in China auf und bearbeiteten von nun an alle Aufträge selbst bzw. ließen diese von ihren Mitarbeitern ausführen.

Als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gründung sehen die beiden Architekten zunächst eine wirklich gute Idee, die eine Marktlücke schließt. Außerdem sind Teamfähigkeit und Flexibilität gefragt. Gründer müssen sich jeden Tag „neu erfinden“ und über den „Tellerrand“ blicken. In ihren Augen ist der Zeitpunkt der Gründung weniger relevant, als viel mehr die Unternehmerpersönlichkeit, die eigenen Fähigkeiten, das soziale Umfeld, die Nachfrage am Markt, die Finanzierung und vor allem ein gutes Netzwerk. Wer sich jedoch direkt nach Studienabschluss selbständig macht, geht mit mehr Enthusiasmus und mit freierem Denken an die neuen Aufgaben heran. Für einen erfolgreichen Start empfehlen die beiden Geschäftsführer von Visualtektur bereits mindestens einen Auftrag mitzubringen, sich bei seinem Leistungsangebot auf das Wesentliche zu reduzieren, hartnäckig zu bleiben, Aufgaben zu delegieren und Mitarbeitern Aufgaben zuzutrauen. Das 2008 gegründete Unternehmen beschäftigt heute 15 Mitarbeiter und wird auf Grund seines Erfolgs seine Unternehmensform bald zur GmbH ändern.

 

Website: www.visualtektur.de

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