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Pia Hartmann,  Schmuckdesign

Pia Hartmann machte aus ihrem Hobby einen Beruf. Schon während ihres Architekturstudiums an der FH Dortmund entwarf sie Modeschmuck und stellte diesen auch selbst her. Die kleine Firma finanzierte sie aus eigenen Mitteln, daher wuchs das Unternehmen zunächst langsam von Auftrag zu Auftrag. Nach ihrem Studienabschluss 2011 entschied sie sich, hauptberuflich als Schmuckdesignerin zu arbeiten. Zum einen wegen der begrenzten Jobaussichten für Architekten, insbesondere für Absolventen. Zum anderen, da ihr die handwerkliche Tätigkeit mehr liegt als die Arbeit am Computer und sie darin eine große Chance sieht, ihr kreatives Potential zu entfalten.

Den Schritt in die Selbstständigkeit hat Pia Hartmann nicht bereut

Dass ihre Hochschule auch Absolventen bei der Gründung betreut, war Pia Hartmann nicht bekannt. Daher wandte sie sich bei der Erstellung des Geschäftsplans an die Wirtschaftsförderung Dortmund und das Gründerinnen-Zentrum. Obwohl sie teilweise auf Unverständnis stieß, warum eine studierte Architektin als Schmuckdesignerin arbeiten möchte, war die angebotene Unterstützung sehr wertvoll. Durch das Verfassen des Businessplans stellte Hartmann sich erstmalig entscheidende Fragen und formulierte Unternehmensziele. Außerdem verdeutlichte der Zahlenteil, wie viel Umsatz erzielt werden muss, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Pia Hartmann arbeitet von zu Hause aus und vertreibt ihren Schmuck hauptsächlich über den Einzelhandel. Zurzeit sind es etwa zwölf Geschäfte rund um das Ruhrgebiet, die regelmäßig ihre Kollektionen ordern. Zusätzlich betreibt sie einen kleinen Online-Shop auf DaWanda, einem virtuellen Marktplatz für Designer. In der Weihnachtszeit fährt sie zudem zu verschiedenen Design-Märkten, um den Schmuck dort zu verkaufen.

Gründern legt Hartmann nahe, vorab einen Businessplan zu erarbeiten und sich umfassend zu informieren. Zur Umsetzung sind Durchhaltevermögen und der feste Glaube an die eigene Sache entscheidend. Man sollte sich jedoch nicht davor scheuen, auch mal Rückschläge in Kauf zu nehmen und Kritik zuzulassen. Als Vorteil der Selbstständigkeit sieht die Unternehmerin die freie Entfaltung und Umsetzung der eigenen Ideen, sowie die freie Zeiteinteilung. Letzteres birgt jedoch auch eine mögliche Gefahr, denn eine freiberufliche Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin, das auch erst einmal erlernt werden muss. Ihrer Meinung nach wäre es hilfreich, wenn im Studium mehr zum Thema Existenzgründung gelehrt würde, denn nicht jeder möchte später als Angestellter arbeiten. Gerade nach dem Abschluss sei die Motivation oft am größten, und wird nicht selten durch schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Bezahlung geschmälert. Den Möglichkeiten der Kreativbranche sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, daher sollte man Studienabgänger so gut es geht unterstützen.

„Ich bin der Ansicht, dass man besonders gut in etwas ist, wenn Leidenschaft der größte Antrieb ist.“

Unregelmäßiges Einkommen und eine hohe Arbeitsbelastung stören Hartmann nicht. „Ich sehe meine Arbeit nicht als Arbeit. Klar ist es auch oft anstrengend und kann mal stressig werden, aber es stellt mich sehr zufrieden und macht in jeder Minute Spaß. Ich bin der Ansicht, dass man besonders gut in etwas ist, wenn Leidenschaft der größte Antrieb ist. Von Jahr zu Jahr wächst mein Kundenstamm und die steigenden Umsatzzahlen bestärken mich in dem, was ich tue. Die Unabhängigkeit möchte ich nicht mehr aufgeben und bin froh, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben. Es war ein Sprung ins kalte Wasser, aber durch Fehler lernt man ja bekanntlich am besten.“

Schmuckdesign hat mehr mit Architektur zu tun, als man denkt. „Das Architekturstudium war für mich eine Art kreative Grundausbildung, nur entwerfe ich jetzt eben keine Häuser, sondern Schmuck. Die meiste Zeit des Studiums habe ich sowieso in der Modellbauwerkstatt verbracht. Ich brauche den direkten Bezug zum Material, der leider im Berufsalltag eines Architekten oft zu kurz kommt.“

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