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Christian Falkenstein und Oliver Kroll  mit einem Ingenieurbüro für Bauphysik

Christian Falkenstein und Oliver Kroll haben 2008 ihr Studium als Diplom-Ingenieure Architektur an der FH Dortmund abgeschlossen. Schon kurz nach ihrem Abschluss entschlossen sich die beiden Absolventen, ihr eigenes Ingenieurbüro für Bauphysik, Energieeffizienz, Energieberatung, energetische Gebäudesanierung und Raumakustik in Dortmund zu gründen. Zunächst arbeiteten sie vom Home Office aus, 2009 mieteten sie dann ein gefördertes Büro für Jungunternehmer an (B1st Software- Factory).

Ihre Existenzgründung stand somit auf drei Säulen …

Eine Besonderheit ihrer Gründung lag darin, dass Falkenstein und Kroll bereits während ihres Studiums bei einer Baustofffirma in der technischen Beratung gearbeitet hatten und diese Firma später zu einem wichtigen Kunden ihres eigenen Unternehmens wurde. Ihre Leidenschaft für die Bauphysik wurde bei dieser Tätigkeit bestätigt. Durch zahlreiche Seminare dieser Firma konnten sie sich schon neben dem Studium spezialisieren. Nach ihrem Diplom-Abschluss belegten sie einen Weiterbildungskurs an der Universität Kassel zum geprüften Gebäude-Energieberater. Ihre Existenzgründung stand somit auf drei Säulen: Dem Abschluss als Diplom-Ingenieur FH, den umfangreichen Erfahrungen aus ihrem Studentenjob und der Zusatzqualifikation als Energieberater. Von der Arbeit bei dem Baustoffhersteller profitierten sie nicht nur fachlich, sondern sie konnten bei ihrer Gründung auch auf wertvolle Kontakte zurück greifen, die sie dort geknüpft hatten.

Sie wollten von Anfang an ihre Mittel selbst erarbeiten und nur so viel investieren, wie ihnen zur Verfügung stand

Um das finanzielle Risiko ihrer Existenzgründung möglichst gering zu halten, führten die beiden Gründer ihre Tätigkeiten bei dem Baustoffhersteller zunächst als Teilzeitbeschäftigung fort, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die Aufnahme eines Kredits kam für Falkenstein/Kroll nicht in Frage. Sie wollten von Anfang an ihre Mittel selbst erarbeiten und nur so viel investieren, wie ihnen zur Verfügung stand. Mit dieser Devise haben sie bis heute gute Erfahrungen gemacht. Die beiden Existenzgründer haben an keinem Gründerwettbewerb teilgenommen und auch keine Anträge auf Unterstützung gestellt.

Wer über diese Voraussetzungen verfügt, kann den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Ob direkt nach Studienabschluss oder erst später spielt aus ihrer Sicht dabei keine Rolle.

Falkenstein/Kroll konnten sich planmäßig peu à peu von ihren Arbeitsverhältnissen bei dem Baustoffhersteller zurückziehen. Oliver Kroll tat dies bereits eher als sein Kollege. Er konnte sich so intensiver auf den Aufbau des eigenen Unternehmens konzentrieren, denn die Anzahl an Aufträgen stieg. Statt eines Businessplans erarbeitete er mit einem Steuerberater eine umfangreiche Checkliste, die sich mit den wichtigsten Fragen der Gründung und Unternehmensführung beschäftigte. Die Ingenieure haben sich neben der Unterstützung durch ihren Steuerberater von der Wirtschaftförderung Menden kompetente Hilfe erhofft. Leider konnte man ihnen hier kaum weiterhelfen, da die nötigen Kenntnisse auf diesem Gründungsgebiet nicht ausreichend waren. So entschied Oliver Kroll, sich eigenständig in die kaufmännischen Grundlagen einzuarbeiten. Bis heute kümmert er sich um alle steuerlichen und buchhalterischen Belange der Firma. Aus seiner Sicht sind diese Kenntnisse enorm wichtig. „Nur so behält man den Überblick und die Kontrolle über alle Bereiche des eigenen Unternehmens und kann auf eventuelle Missstände selbständig und zeitnah reagieren.“

Obwohl die beiden Ingenieure seit ihrer Firmengründung viele schlaflose Nächte durchlebt haben und nur noch über wenig Freizeit verfügen, möchten sie die Vorteile ihrer Selbständigkeit nicht missen. Als positive Aspekte nennen sie die freie Zeiteinteilung und, dass sie ihr Arbeitstempo selbst bestimmen können und Ideen somit zeitnah umsetzen können.Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung sind aus der Sicht von Falkenstein und Kroll vor allem ein gutes Netzwerk, ein stabiles soziales Umfeld (da Freunde und Familie einer Gründung und den damit verbundenen Lebensbedingungen Verständnis entgegen bringen sollten), und nicht zuletzt sind Arbeitserfahrungen in der Branche als wertvolle Grundlage zu sehen. Wer über diese Voraussetzungen verfügt, kann den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Ob direkt nach Studienabschluss oder erst später spielt aus ihrer Sicht dabei keine Rolle.

Rückblickend können sie Gründern empfehlen, das Unternehmen im Team aufzubauen, da man sich gegenseitig unterstützen und motivieren kann.

Außerdem sind Krankheits- und Urlaubszeiten so besser zu kompensieren. Aus ihrer Erfahrung raten sie Gründern, nicht die kostengünstigste Beratung zu wählen. Gute Beratung kostet. Die beiden Unternehmer räumen ein, dass es sinnvoller gewesen wäre, zu Beginn besser über die Kosten informiert gewesen zu sein, die für einen Selbständigen z. B. für die eigene Krankenversicherung und für seine Altersversorgung aufzubringen sind. Den Schritt in die Selbständigkeit würden sie aber immer wieder machen.

 

Website: www.falkensteinkroll.de

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