Katja Domschky, Unternehmen für Architektur-PR und Coaching

Die in die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen eingetragene Architektin Katja Domschky studierte an der RWTH Aachen Architektur und schloss mit ihrem Diplom im Jahr 1996 erfolgreich ab. Wie bereits als Studentin arbeitete sie im Anschluss zunächst in klassischen Architekturbüros. Neben planerischen Aufgaben übernahm Domschky zusätzlich auch Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit ihres Arbeitgebers. 2002 entschied sie sich schließlich für eine Spezialisierung auf Architekturkommunikation. Dazu nahm sie das damals neue Masterstudium für Architektur Media Management an der HS Bochum auf.

Aus der Not machte Katja Domschky eine Tugend und gründete ihr eigenes Unternehmen für Architektur-PR und Coaching

Nach ihrer Masterverleihung war es ihr nicht möglich, einen Arbeitgeber mit einer zur neuen Ausrichtung passenden Stelle zu finden. Aus der Not machte Katja Domschky eine Tugend und gründete am 1.1.2005 ihr eigenes Unternehmen für Architektur-PR und Coaching. Dabei konnte sie vom Gründerzuschuss der Agentur für Arbeit profitieren. Um diesen zu bekommen, aber auch um die Gründung professionell vorzubereiten, verfasste sie einen 20-seitigen Businessplan. Darin enthalten waren u.a. ein Finanzierungsplan mit Zwischenzielen und ihre ausgearbeitete Unternehmensstrategie. Diese wird bis heute immer wieder der Entwicklung des Unternehmens angepasst.

Neben der Erstellung des Businessplans hat die Gründerin an dem Gründerwettbewerb NUK –Neues Unternehmertum Rheinland e.V. teilgenommen. Um eine qualifizierte Rückmeldung und Bestätigung ihrer Unternehmensidee zu bekommen, reichte Domschky die erste Phase des Wettbewerbs aus. acube» architektur startete ohne Aufträge und Netzwerk. Daher war eine umfangreiche Akquise notwendig. Domschky knüpfte vor allem auf zahlreichen Architektur-Veranstaltungen wichtige Kontakte. Ihre Verbandsarbeit war ebenso ein entscheidender Schritt für die weitere Entwicklung ihres jungen Unternehmens. Noch heute ist Katja Domschky ehrenamtlich in der Architektenkammer aktiv (Vorstandsmitglied AKNW, Vorsitzende Ausschuss Berufsrecht/Berufsausführung). Auf die Frage nach den Voraussetzungen, die Gründer mitbringen sollten, antwortet Katja Domschky:

„Zunächst muss die Idee gut sein. Neben Freude, an dem was man tut, sind Selbstmotivation und ein starkes Durchhaltevermögen unerlässlich. Außerdem sollte man mutig sein, über den „Tellerrand“ zu schauen und stets nach vorn blicken.“

Sich zwar den Rat von Fachleuten einholen, sich davon jedoch nicht entmutigen zu lassen, ist ein weiterer Tipp, den die Kommunikationsberaterin Gründern geben kann. Bevor man den Schritt in die Selbständigkeit wagt, sollte man unbedingt zunächst Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt haben, da eine große Diskrepanz zwischen Studium und dem realen Arbeitsalltag liegt. Erst dabei wird man seine Neigungen und Fähigkeiten feststellen können, um sich entsprechend zu spezialisieren. Dennoch sieht Domschky gewisse Vorteile bei einer Gründung direkt nach dem Studienabschluss. So ist davon auszugehen, dass solche Existenzgründer noch recht unverbraucht und unvorbelastet sind und sie frei denkend ihr Unternehmen starten können.

Trotz der Tatsache, Beruf und Privatleben kaum trennen zu können, einem unregelmäßigen  Gehalt, der großen Verantwortung und der Mehrarbeit überwiegen für die Architektin die Vorteile. Ihre Lebensqualität ist seither gestiegen. Die eigene Herrin zu sein, sich die Zeit frei einzuteilen, selbständig zu denken und der Spaß an ihrer Arbeit sind Gründe dafür, dass sie diesen Schritt immer wieder gehen würde. Hätte es sich damals ergeben, hätte Katja Domschky auch gern im Team gegründet. Denkbar wäre eine Ergänzung ihrer Kompetenzen z.B. durch eine/n Betriebswirt/in gewesen.

Website: www.acube.de